Produkt Logo

Die Welt versinkt in einem Meer voller Schulden

Im Jahr 2007, vor zehn Jahren also, war die extrem hohe Verschuldung der privaten Haushalte in den USA mit ein Grund für die Finanzkrise, die die Welt in den Jahren 2008 und 2009 in Atem hielt. Erinnern Sie sich noch? Damals brach selbst im wachstumsverwöhnten Deutschland im Jahr 2009 das BIP um sage und schreibe fünf Prozent ein. Das hat es im Nachkriegs-Deutschland so noch nicht gegeben.

Wie hat sich die Verschuldung entwickelt?

Jetzt im Jahr 2017 wagte der IWF im Rahmen der Herbsttagung in New York wieder einmal einen Blick auf die aktuellen Schulden-Fakten. Vorab und kurz gesagt: der IWF konnte keine Entwarnung geben. Im Gegenteil, die Lage ist bei weitem bedrohlicher und gefährlicher als vor zehn Jahren.

Wagen wir an der Stelle einen kleinen Faktencheck. Fakt ist, dass die globale Verschuldung in den letzten zehn Jahren weiter senkrecht nach oben schnellte. In den wirtschaftlich wichtigsten Ländern, die in der sogenannten G-20-Gruppe vertreten sind, beläuft sich die gesamte Bruttoverschuldung aktuell gemäss Daten des IWF auf 135.000 Milliarden Dollar.  Ja, sie lesen richtig, es sind 135 Billionen Dollar. Wahnsinn pur.

55 Billionen Dollar neue Schulden

Am Vorabend der Finanzkrise, also vor zehn Jahren, lag der Brutto-Schuldenstand bei „nur“ 80.000 Milliarden Dollar. Allein in den USA und in Europa sind jeweils 12.000 Milliarden Dollar neue Schulden gemacht worden. Den Schuldenvogel schießt aber das immer mächtiger werdende Reich der Mitte ab. Die Chinesen nahmen in den letzten zehn Jahren einen Riesen-Schluck aus der Schuldenpulle. 24.000 Milliarden Dollar neue Schulden in zehn Jahren sprechen für sich.

In den meisten Staaten ging es sowohl mit der Verschuldung der Länder wie auch der Haushalte und der Unternehmen nach oben. Extrem auffällig ist ferner, dass die Verschuldung – wie schon in der Vergangenheit – deutlich stärker zunahm als das nominale Bruttoinlandprodukt (BIP). Die Bruttoverschuldung der G-20-Länder beläuft sich aktuell auf 235 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung dieser Länder.

Ja, liebe Leser, machen wir uns nichts vor. Das Schuldenproblem ist bei weitem größer und gefährlicher als vor zehn Jahren. Und damit ist auch das Potential nach unten, die Fallhöhe größer geworden. Allzu viele Jahre werden sicherlich nicht mehr ins Land gehen, bis diese ultimative Mega-Schuldenblase platzen wird. Bleiben Sie bis auf weiteres angeschnallt!

Scheidender Bundesfinanzminister warnt vor neuer Finanzkrise

Erinnern Sie sich noch daran? Vor der Bundestagswahl sagte der scheidende Kassenwart des Bundes im Wahlkampf, dass das aktuelle Zinsniveau für die Euro-Staaten in Südeuropa nötig sei. Er merkte insofern ausdrücklich an, dass er die Geldpolitik der EZB nicht kritisiert.

Abschiedsinterview in der Financial Times

Höchst beachtlich ist aber, was Herr Dr. Schäuble nun im Oktober in seinem letzten Interview als Bundesfinanzminister mit der Financial Times zu sagen hatte. Interessant ist in dem Kontext auch, dass das Interview in der deutschen Medienwelt fast überhaupt keine Beachtung fand. Alles in allem ist hier zu konstatieren, dass sich Herr Schäuble mit Blick auf die aktuelle Lage sehr besorgt zeigte. Er ging sogar so weit, dass er eine explizite Warnung aussprach. Konkret warnt Dr. Schäuble vor einer neuen, globalen Finanzkrise.

Zentralbanken pumpen Billionen ins System

Konkret merkte der Minister im Interview an, dass die Zentralbanken weltweit Billionen an Dollars in das Finanzsystem gepumpt hätten. Folglich besteht die große Gefahr, dass sich deshalb neue Blasen bilden würden. Richtig ist, dass die sog. „Währungshüter“ seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008 mehr als 14.000 Milliarden Dollar mit sog. „Quantitative Easing-Programmen“ ins Finanzsystem geschleust haben.

Gleichzeitig sind weltweit die Zinsen auf ein extrem tiefes Niveau, das es in der Geschichte der Zivilisation so noch nie gab, abgesenkt worden. Dieser Exzess führt dazu, dass selbst konkursreife Städte wie Offenbach am Main sich mit negativen Zinsen refinanzieren können. Ja, die Stadt Offenbach macht „Gewinn“ mit der Aufnahme von Kassenkrediten. Kein Wunder, dass Herr Schäuble wirklich besorgt ist. So sagter er in dem Interview:

„Ökonomen auf der ganzen Welt sind besorgt über die erhöhten Risiken aus der Akkumulation von mehr und mehr Liquidität und das Wachstum der öffentlichen und privaten Schulden. Ich selbst bin auch besorgt darüber.“

Euro-Zone nicht über dem Berg

Ferner zeigte sich Herr Schäuble besorgt wegen akuter Gefahren für die Stabilität der Euro-Zone. Diese hätten ihren Ursprung in den faulen Krediten, insbesondere in den südeuropäischen Ländern. Folglich setzt sich Schäuble auch für die Fortführung der Austeritätspolitik in Südeuropa ein. Wörtlich merkte er an, dass das Wort Austerität nichts anderes als der angelsächsische Ausdruck für eine „solide Finanzpolitik“ sei.

Ja, liebe Leser, zum Abschied als Finanzminister zeigt sich Herr Schäuble sehr besorgt. Zweifelsohne, die Sorge ist vollumfänglich berechtigt. Daher ist es schon extrem verwunderlich, dass das Treiben an den Aktienmärkten mit Blick auf die Volaltilität aktuell von einer historischen Sorglosigkeit geprägt ist. Noch.

Völlig übertriebener Optimismus ist eine große Gefahr

Der Optimismus an den Finanzmärkten ist fast mit Händen zu greifen. Fast täglich erreichen die Indizes rund um den Globus neue Rekordstände. Das gilt sowohl für die etablierten Aktienmärkte wie die USA oder auch bei uns in Deutschland. Das gilt auch für andere Regionen der Welt. Ja man könnte fast sagen, der Optimismus kennt keine Grenzen.

Das stützen auch erst einmal Zahlen aus den Vereinigten Staaten wo es um die Einschätzung der aktuellen Stimmungslage ging. Hier haben die US-Verbraucher zuletzt eine so gute Stimmung vermeldet wie seit 2004 nicht mehr. Zusätzlich sind die US-Investoren so zuversichtlich wie noch nie, dass die Steigerungen am Aktienmarkt in den kommenden 12 Monaten weiter anhalten werden.

Solche Umfragen mögen für viele Experten weitere Indikatoren dafür sein, dass es schlicht und einfach weiter nach oben gegangen wird. Doch ich sehe solche Ergebnisse immer als Warnsignal an. Das liegt schlicht und einfach daran, dass ein grenzenloser Optimismus zumeist dann auch vorherrscht, wenn der massive Absturz kurz bevorsteht.

Bewertung der Finanzmärkte ist viel zu hoch

Und genau über die vielen Warnsignale die derzeit ebenfalls bestehen, habe ich an dieser Stelle in den vergangenen Monaten oft berichtet. Hierbei beziehe ich mich meistens auf die Bewertung der Aktienmärkte, die meiner Einschätzung nach komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Doch das wird von vielen Aktienmarktexperten nicht gesehen. Hier werden gutgläubige Aktienkäufer weiterhin mit optimistischen Prognosen versorgt, damit Spekulationsblasen weitergetrieben werden können.

Dabei muss Ihnen eins dabei klar sein: Wir befinden uns jetzt in der abschließenden Phase der größten Schuldenblase der Menschheitsgeschichte. Ein solches Experiment hat es noch nicht gegeben und der Ausgang ist offen. Dabei verdichten sich die Zeichen, dass die Krise schon bald bevorsteht.

Wichtig für Sie ist dabei eine Tatsache: Das exakte Datum der kommenden Krise ist gar nicht so entscheidend. Ob es nun 2018, 2019 oder später zur nächsten großen Finanzkrise kommt, spielt eben nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig für Sie ist es sich schon jetzt aktiv gegen kommende Krise zu wappnen. Denn die kommt auf jeden Fall. Die Voraussetzungen für das Aufkommen einer neuen Finanzkrise sind so massiv, dass der Ausbruch an sich gar nicht mehr verhindert werden kann. Genau diese Hintergedanken sollen sie haben, wenn es bei ihnen um den aktiven Vermögens Schutz geht.

Bankgeheimnis: Darum ist es nicht länger sicher

Seit Ende Juni 2017 ist das neue „Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz“ in Kraft.

Darin ist festgelegt, dass die Finanzbehörden auf alle Konten jederzeit Zugriff haben und diese auch ohne jeden Verdacht oder Anlass überwachen dürfen.

Dazu können nicht nur der Kontostand, sondern auch alle Geldbewegungen kontrolliert werden.

Im Gegensatz zu früher, müssen die Finanzbehörden jetzt nicht mehr dem Steuerzahler die Gelegenheit geben, strittige Fragen aufzuklären, bevor sie das Konto überwachen.

Vielmehr ist jetzt die generelle Kontoüberwachung erlaubt und das Bankgeheimnis wird schlicht und einfach ausgehebelt.

Terrorbekämpfung als Vorwand zur Überwachung

Als Vorwand für dieses Gesetz dient wieder einmal der angebliche Kampf gegen den Terror und die Geldwäsche.

So wie ich es sehe, schafft sich der Staat mit diesen Maßnahmen die Möglichkeit, das Vermögen von jedem Einzelnen jederzeit genau zu überwachen.

Im nächsten Finanzcrash werden gewaltige Gelder zur Bekämpfung der Krise benötigt.

Da sind dann nicht nur die Kosten für das Auffangen sogenannter systemrelevanter Banken, die in Schieflage kommen, sondern auch die Lasten zur Rettung des Euros vom Steuerzahler zu tragen.

Anders als in der Finanzkrise von 2008 wird diesmal nicht mehr der Staat die Krise aus dem Steuersäckel bekämpfen, sondern das Vermögen der Bürger wird dazu direkt herangezogen.

Kontenüberwachung, um in einer Krise die privaten Konten zu belasten

Meiner Ansicht nach dient die ab sofort ohne Einschränkungen mögliche Kontenüberwachung nur dazu, hier schon im Vorfeld durch konkrete Vermögenserfassung die Voraussetzungen zu schaffen, um dann in einer Krise Gelder direkt von den Konten der Bürger abzubuchen.

Das sind keine Schauermärchen, sondern das wurde alles schon praktiziert.

Als Italien im Jahr 1992 – nachdem der Euro-Vorgänger ECU gescheitert war – aus dem Währungsverbund ausscheiden musste, zog die italienische Regierung über Nacht unangekündigt von allen Girokonten bei italienischen Banken 6 Promille des aktuellen Kontostands ein.

Deshalb ist es ratsam, Ihr Vermögen vor dem Zugriff des Staates zu schützen.

Das tun Sie, indem Sie einen Teil davon in Edelmetalle investieren, die Sie ausschließlich in physischer Form und anonym kaufen.

Das ist nach wie vor bis zu einem Betrag von unter 10.000 Euro in den Niederlassungen der großen Edelmetallhändler wie Degussa und pro aurum möglich.

Auch Ihre Fremdwährungen sollten Sie zu einem Drittel in bar halten und sich auch einen Bargeldvorrat in Euro anlegen, mit dem Sie mindestens zwei Monate lang Ihren derzeitigen Lebensstandard finanzieren können.

Ex-Chefökonom der BIZ warnt vor platzender Mega-Blase

Die Aktienmärkte, allen voran in den USA, kennen derzeit nur noch eine Richtung. Und zwar nach oben. Auffällig ist, dass darüber hinaus auch noch die Schwankungsintensität, die Volatilität, im historischen Vergleich extrem gering ist. Sorglosigkeit und Euphorie herrschen vor; immer höhere Kursziele werden ausgerufen.

Die ersten Super-Bullen sehen den Dow Jones bis zum Jahresende schon bei sage und schreibe 25.000! Und mit Blick auf den deutschen Leitindex wird von den Optimisten immer häufiger die 20.000 Punkte-Marke als mittel- bis langfristiges Kursziel genannt.

Ex-BIZ-Chefvolkswirt warnt

Und bei dieser Stimmungslage wagt sich der Kanadier William White, ehemals Chefökonom der mächtigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in einem Interview mit erstaunlichen Aussagen in die Öffentlichkeit. Herr White warnt vor einer Krise, die gefährlicher als die Finanzkrise von 2008 sei. Tenor seiner Aussage ist, dass im aktuellen Umfeld die Zentralbanken die Probleme nicht mehr lösen könnten. Die aktuelle Lage sei White zufolge bedrohlicher als 2007. Sie ähnele Herrn White zufolge gleichzeitig auch sehr dem Jahr 2008.

Gigantische Blase

Damals wurde ja aus der US-Immobilienkrise eine handfeste Weltfinanzkrise. Jetzt sei laut Herrn White allerdings mehr als nur ein Markt in einer Blase: Anleihen, Aktien, Immobilien – fast alle Anlageklassen befinden sich in einer Übertreibung. Normalerweise sei schon eine Übertreibung in nur einer Anlageklasse Grund zur Sorge.

Und nun würden wir uns in einer Mega-Blase befinden. Und diese Super-Blase limitiere auch die weitere Handlungsfähigkeit der Zentralbanken. Die Notenbanken könnten dieses Liquiditätsproblem nicht mehr lösen. Es gehe letztlich um die Frage, wie mit der Restrukturierung von Schulden, ja mit Insolvenzen umzugehen sei. Das sei aber nicht die Aufgabe und Kompetenz der Notenbanken.

Politik in der Pflicht

Und damit ist laut Herrn White der große Schulden-Ball wieder in den Händen der politischen Entscheidungsträger. Es sei letztlich Aufgabe und Kernkompetenz der Politik, wie regulatorisch mit  der Restrukturierung umzugehen sei. Anders formuliert, die Politik kommt am Ende des Tages nicht um Schuldenschnitte bzw. Bankenrettungen herum.

Ja, liebe Leser, Herr White wagt es als einer der ganz wenigen Stimmen, Wasser in den Euphorie-Wein zu gießen. Es wäre mehr als nur fahrlässig, die weisen Worte des ehemaligen Chefvolkswirts der mächtigsten Bank der Welt zu ignorieren. Wir sollten alle sehr besorgt sein und hoffen, dass die Politiker in der kommenden Mega-Krise halbwegs weise Entscheidungen treffen werden.

Schweizer Franken: Wichtige Fluchtwährung für die Krise

Bei der Betrachtung der Devisenmärkte schauen die meisten Investoren nur auf den Euro oder den US-Dollar. Das halte ich für einen Fehler. Beide Währungen leiden unter massiven Problemen. Schon seit etlichen Jahren propagiere ich auch den Einsatz von Fremdwährungen – die eben außerhalb dieser beiden gängigen Währungen liegen.

Insofern ist es immer wieder wichtig zu schauen, was denn beispielsweise der Schweizer Franken macht. Zuletzt hatte der Franken im Verhältnis zum Euro etwas an Wert verloren. Aber dennoch greift die Notenbank derzeit wieder aktiv am Markt ein, um den Wechselkurs positiv zu beeinflussen. Es ist auch gut möglich, dass die Währungshüter unserer südlichen Nachbarn wieder eine feste Obergrenze beim Wechselkurs einführen. Das hat es schon häufiger gegeben.

Obergrenze beim Franken war nicht zu halten – das gilt auch für die Zukunft

Die Entscheidung darüber liegt bei der Schweizer Notenbank. Bekanntlich legte die Schweizer Nationalbank 2012 eine Kursobergrenze zum Euro von 1,20 Franken pro Euro ein. Hintergrund damals war die massive Aufwertung des Schweizer Frankens und die daraus erwachsenden zunehmenden Export-Schwierigkeiten der Schweizer Wirtschaft. Doch schon damals prognostizierte ich, dass diese Obergrenze nicht halten wird, und empfahl weiterhin in den Schweizer Franken zu investieren.

Angang 2015 kam es dann überraschend zur Aufgabe dieser willkürlichen Beschränkung der Kursentwicklung zwischen Franken und Euro. Die Folge davon war eine nahezu explosionsartige Aufwertung des Schweizer Frankens um etwa zwanzig Prozent. Daran sehen Sie, dass es vollkommen gleichgültig ist, was die Schweizer Notenbank macht. Eine große Fluchtbewegung von Kapital aus dem Euro in den Schweizer Franken kann sie nicht dauerhaft unterbinden.

Hier sehen Sie aber klar, wie wichtig es ist als Investor auch andere Währungen als den Euro oder den Dollar auf dem Radar zu haben. Der Währungssprung 2015 verdeutlicht auch, wie groß die Sprünge auch in diesem Segment sein können. Insofern sind Fremdwährungen erst einmal eine Absicherung – aber Sie bieten Ihnen auch Renditechancen, wenn Sie frühzeitig mit dabei sind.  Auch das sollte Ihnen klar sein.

OECD: Warum ein zu niedriges Lohnniveau gefährlich ist

Das verglichen mit der Produktivität zu niedrige Lohnniveau in Deutschland hat jetzt die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit (OECD) in einer Studie angemahnt.

Darin wird betont, dass das Lohnwachstum in Deutschland weiter verhalten ist und eine hohe Zahl älterer Arbeitnehmer und Zweitverdiener zunehmend gering entlohnte Stellen annehmen müssen.

Geringe Löhne und der Wegfall von Urlaubsgeld

Ähnliches ergibt auch eine Untersuchung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Einrichtung der Hans Böckler Stiftung.

Danach bekommt nicht einmal mehr die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland Urlaubsgeld.

Während früher das Urlaubsgeld ein wesentlicher Bestandteil der Lohn- und Gehaltszahlung war, ist es inzwischen in immer mehr Branchen komplett gestrichen worden, was reale Einkommenseinbußen bedeutet.

Der Aufschwung in Deutschland kommt nicht überall an

Daran sehen Sie, dass das Gerede von einem breiten „Aufschwung“ in Deutschland nur noch einer Minderheit zugutekommt.

Während die Stundenlöhne auch nur leicht stiegen, sind andere Leistungen wie Urlaubs- oder auch das Weihnachtsgeld zunehmend komplett entfallen.

In der Summe führte das dazu, dass seit den 1990er Jahren die Reallöhne – also die Löhne nach Abzug der Inflationsrate – in Deutschland praktisch gar nicht mehr gestiegen sind und erst jetzt wieder etwas zunehmen.

Das belegt, dass wir heute eben keinen richtigen Aufschwung haben.

Ein wirklicher Aufschwung würde vor allem die Löhne und Gehälter kräftig steigen lassen und damit der breiten Masse ermöglichen, mehr zu konsumieren, was dann die Wirtschaft ankurbeln würde.

Da dies nicht der Fall ist, steht dieser Aufschwung auf sehr tönernen Füßen. Er beruht nämlich überwiegend auf einer Ausweitung der Exporte.

Aufschwung auf der Grundlage von Exporten ist gefährlich

Mangels einer ausgeprägten Massenkaufkraft wird die derzeitige Wirtschaftsbelebung sehr schnell wieder zusammenbrechen, sobald die sie tragenden Impulse aus dem Exportbereich nachlassen oder ganz entfallen.

Genau das wird dann auch an der Aktienbörse zu einer massiven Korrektur der völlig überzogenen Aktienkurse führen.

Das heißt für Sie, dass selbst wenn es keinen direkten externen Schock gibt, dieser Aufschwung sich mangels Massenkaufkraft selbst wieder abwürgt.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Anteil an Aktien mit nur 25 Prozent begrenzt halten und vor allem auf keinen Fall in zyklische Papiere wie die der Automobilindustrie, der Chemischen Industrie oder der Banken investieren sollten.

Alarmsignal: Überraschender Rückgang bei den Baugenehmigungen

Der deutschen Wirtschaft geht es so gut wie nie. Der Super-Boom wird noch viele Jahre anhalten. So oder so ähnlich wird beinahe täglich über das deutsche Wirtschaftswunder 2.0 geschrieben. Und dann ist ja da noch der unheimliche Boom am deutschen Immobilienmarkt, der insbesondere in den Boom-Regionen wie München immer extremere Ausmaße annimmt.

Angesichts eines Zinsniveaus, das nach wie vor im historischen Vergleich auf einem Rekordtief verharrt, müsste es am Bau brummen wie nie. Selbst die politisch Verantwortlichen räumen ja ein, dass 400.000 Wohnungen – insbesondere in den Ballungsräumen – pro Jahr genehmigt und gebaut werden müssten.

Zahl der Genehmigungen sinkt

Kurz vor der deutschen Bundestagswahl vermeldeten die Statisiker des Bundesamts zu Wiesbaden, dass es mit Blick auf die Baugenehmigungen von Wohnungen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 alles andere als gut aussah. Und zwar trotz der scheinbar traumhaften Rahmenbedingungen mit faktisch abgeschafften Zinsen. Also, von Januar bis Juli 2017 wurden in Deutschland 6,6 % oder rund 14.200 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten sieben Monaten 2016.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, wurde von Januar bis Juli 2017 der Bau von insgesamt 199.400 Wohnungen genehmigt. Im Dreimonatsvergleich nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen von Mai bis Juli 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,8 % ab.

Blick auf die Details zeigt die Entwicklung

Interessant auch der Blick auf die Details. Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden hat in den ersten sieben Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 % beziehungsweise 6.900 Wohnungen abgenommen.

Die Baugenehmigungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern (–7,7 % beziehungsweise – 4.500 Wohnungen) und in Zweifamilienhäusern (– 1,0 % beziehungsweise –100 Wohnungen) tendierten auch nach unten. Und die genehmigten Wohnungen in Wohnheimen gingen mit fast 30 Prozent besonders drastisch zurück. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte.

Ja, liebe Leser, mit Blick auf die genehmigten Wohnungen in deutschen Landen kann von einem kommenden Bau-Boom nicht mehr gesprochen werden. Im Gegenteil. Es ist schon ein Alarmzeichen, wenn trotz abgeschaffter Zinsen und angeblich prosperierender Wirtschaft die Zahl der Baugenehmigungen stark rückläufig ist. Lassen Sie sich bloß nicht vom vorherrschenden Boom-Gerede zu überteuerten Immobilien-Investments, insbesondere in den hoffnungslos überteuerten Boom-Regionen Deutschlands, verführen – denn das kann teuer werden!

Aktiencrash droht: Nobelpreisträger warnt vor höchster Bewertung seit der Weltwirtschaftskrise

Der im Jahr 2013 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Ökonom Robert Shiller hat jetzt ganz deutlich vor einer drastischen Überbewertung der Aktienmärkte gewarnt. Nach seinen Untersuchungen zum zyklenbereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sind heute die meisten Aktienwerte extrem hoch bewertet und damit auf einem Niveau angelangt, wie es, relativ betrachtet, kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahren in den USA anzutreffen war.

Das niedrige Zinsniveau reicht seiner Ansicht nicht aus, um diese extreme Überbewertung der Aktien zu erklären. Shiller sagt, dass nur noch die sehr fragile Marktpsychologie die Kurse vor einem Crash wie 1929 bewahrt. Wie lange dieser Zustand noch aufrechterhalten werden kann, ist allerdings offen.

Das deckt sich auch mit meinen Untersuchungen. Bis in die 1980er Jahre bildeten die Aktienindizes wie der S&P500-Index das Wirtschaftswachstum in den USA ab und zeigten damit eine stabile Entwicklung an. Doch seit dieser Zeit geht die Schere zwischen der Steigerung der Aktienkurse und dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) immer weiter auseinander. Während das BIP in den USA letztes Jahr nur um 1,6 Prozent nach oben ging, stieg der S&P500 gleich um mehr als 17 Prozent an.

Börsen wachsen schneller als die Wirtschaft – das ist die Basis für den Crash

Und diese Tendenz haben wir bereits seit den 1990er Jahren. Damit gibt es also schon lange keine fundamentale Rechtfertigung mehr für die von einem Rekordhoch zum nächsten jagenden Börsen. Es handelt sich hier ganz eindeutig um eine Blase und sobald ein unvorhergesehenes Ereignis die Marktpsychologie beziehungsweise den Glauben an ewig weitersteigende Märkte erschüttert, wird es ganz massiv nach unten gehen.

In der Weltwirtschaftskrise verloren die Aktienmärkte vom Höchststand bis zum Tiefststand immerhin um über 90 Prozent an Wert. Für Sie heißt das, dass Sie sich bei Aktien auf jeden Fall zurückhalten und nicht auf die Massenpsychologie hereinfallen sollten. Die Masse der Aktien ist schlicht und einfach völlig überbewertet, denn die Kurse können gar nicht mehr durch die Gewinne der Unternehmen gerechtfertigt werden.

In solchen Phasen, wenn zudem die meisten Indizes noch auf Rekordständen notieren, wächst die Gefahr für eine massive Korrektur ständig an. Mit jedem Tag an dem Rekordkurse erreicht werden, wird ein klarer Absturz an den Börsen immer wahrscheinlicher. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt: Große Einbrüche folgten oft auf Phasen mit sehr großer Euphorie.

Dollarcrash: USA mit größtem Handelsbilanzminus seit 2008

Wie das amerikanische Handelsministerium jetzt bekanntgab, wiesen die USA im zweiten Quartal 2017 mit über 123 Milliarden Dollar das größte Handelsbilanzdefizit seit der Finanzkrise 2008 auf. Das bedeutet, dass die USA in diesem Zeitraum um 123 Milliarden Dollar mehr Waren importierten, als sie exportierten. Automatisch ist mit solch einem Defizit eine weiter steigende Auslandsverschuldung verbunden, da das Defizit überwiegend durch Kredite finanziert wird.

Nun schieben die USA dieses Defizit schon seit längerer Zeit vor sich ehr – aber es kann nicht ewig weitergehen – das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Die USA müssen die eigene Wirtschaft stärken, damit wieder mehr Exporte möglich sind – dumm nur, dass viele US-Produkte auf dem Weltmarkt nicht besonders hoch angesehen sind. Ein gutes Beispiel ist hier die Automobilindustrie. Die großen nicht mehr zeitgemäßen US-Fahrzeuge werden auf dem Heimatmarkt gut verkauft. Doch im Ausland habe sogar etliche US-Marken ihre Aktivitäten komplett eingestellt.

Dollar verliert an Bedeutung – Status als Weltleitwährung in Gefahr

Grundsätzlich sehen Sie an dieser Entwicklung im Devisenbereich, dass nicht nur der Euro mit seiner internen Verschuldung Probleme hat, sondern auch die „Weltleitwährung“ US-Dollar zunehmend in die Klemme kommt. Die Geschichte zeigt jedoch deutlich, dass jedes langfristige Handelsbilanzdefizit früher oder später zu einem Crash der Währung führt.

Gleichzeitig sehen Sie daran, dass der Dollar im Kurs deutlich überbewertet ist. Der aktuell hohe Dollarkurs lässt sich nur deshalb halten, weil nach wie vor Rohstoffe, und hier vor allem Öl, in Dollar gehandelt werden. Doch dieses Monopol des Dollars als „Petrodollar“ zu fungieren, wird immer stärker untergraben.

Zuletzt hatte China angekündigt, schon bald Öl außerhalb des Dollars über eine eigene Ölbörse handeln zu wollen. Damit wird zusammen mit dem enormen Leistungsbilanzdefizit die Luft für den Dollar immer dünner und ein Devisencrash zunehmend wahrscheinlicher. Das ist der Grund, warum ich Ihnen keinesfalls den US-Dollar als Alternative für den Euro empfehlen kann. Deshalb rate ich bei den Fremdwährungen zu Valuten, die unabhängig von Dollar und Euro sind. Nur so können die Fremdwährungen auch tatsächlich stabil sein.

Dabei ist die Auswahl in diesem Segment nicht besonders groß. Viele Währungen wie der kanadische Dollar oder der australische Dollar fallen als Alternativen weg. Hier ist die Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen zu groß. Das macht diese Fremdwährungen zu anfällig. Welche Fremdwährungen dennoch attraktiv sind, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.