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Aktiencrash droht: Nobelpreisträger warnt vor höchster Bewertung seit der Weltwirtschaftskrise

Der im Jahr 2013 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Ökonom Robert Shiller hat jetzt ganz deutlich vor einer drastischen Überbewertung der Aktienmärkte gewarnt. Nach seinen Untersuchungen zum zyklenbereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sind heute die meisten Aktienwerte extrem hoch bewertet und damit auf einem Niveau angelangt, wie es, relativ betrachtet, kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahren in den USA anzutreffen war.

Das niedrige Zinsniveau reicht seiner Ansicht nicht aus, um diese extreme Überbewertung der Aktien zu erklären. Shiller sagt, dass nur noch die sehr fragile Marktpsychologie die Kurse vor einem Crash wie 1929 bewahrt. Wie lange dieser Zustand noch aufrechterhalten werden kann, ist allerdings offen.

Das deckt sich auch mit meinen Untersuchungen. Bis in die 1980er Jahre bildeten die Aktienindizes wie der S&P500-Index das Wirtschaftswachstum in den USA ab und zeigten damit eine stabile Entwicklung an. Doch seit dieser Zeit geht die Schere zwischen der Steigerung der Aktienkurse und dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) immer weiter auseinander. Während das BIP in den USA letztes Jahr nur um 1,6 Prozent nach oben ging, stieg der S&P500 gleich um mehr als 17 Prozent an.

Börsen wachsen schneller als die Wirtschaft – das ist die Basis für den Crash

Und diese Tendenz haben wir bereits seit den 1990er Jahren. Damit gibt es also schon lange keine fundamentale Rechtfertigung mehr für die von einem Rekordhoch zum nächsten jagenden Börsen. Es handelt sich hier ganz eindeutig um eine Blase und sobald ein unvorhergesehenes Ereignis die Marktpsychologie beziehungsweise den Glauben an ewig weitersteigende Märkte erschüttert, wird es ganz massiv nach unten gehen.

In der Weltwirtschaftskrise verloren die Aktienmärkte vom Höchststand bis zum Tiefststand immerhin um über 90 Prozent an Wert. Für Sie heißt das, dass Sie sich bei Aktien auf jeden Fall zurückhalten und nicht auf die Massenpsychologie hereinfallen sollten. Die Masse der Aktien ist schlicht und einfach völlig überbewertet, denn die Kurse können gar nicht mehr durch die Gewinne der Unternehmen gerechtfertigt werden.

In solchen Phasen, wenn zudem die meisten Indizes noch auf Rekordständen notieren, wächst die Gefahr für eine massive Korrektur ständig an. Mit jedem Tag an dem Rekordkurse erreicht werden, wird ein klarer Absturz an den Börsen immer wahrscheinlicher. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt: Große Einbrüche folgten oft auf Phasen mit sehr großer Euphorie.

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