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Blase am US-Aktienmarkt wird immer größer

Das dritte Quartal 2017 endete mit neuen Rekordhochs am US-Aktienmarkt. Am letzten Handelstag des Quartals ging der marktbreite S&P 500 mit einem neuen Allzeithoch bei 2.519 Punkten aus dem Handel. Selbst US-Präsident Donald Trump feierte diesen neuen Rekord mit einem Tweet.

Kaum noch kritische Stimmen

Angesichts dieser Euphorie sind gegenwärtig kaum mehr kritische Stimmen zu hören. Fast alle Marktbeobachter erwarten weiter steigende Notierungen an den US-Aktienmärkten. Just jetzt ist es der bekannte Wirtschaftsprofessor Robert Shiller, der vor einer Überbewertung der US-Aktien warnt. Herr Shiller bezieht sich bei der Warnung auf das von ihm selbst entwickelte sog. Shiller-KGV. Dabei wird das aktuelle Kursniveau einer Aktie, einer Branche oder eines Marktes ins Verhältnis zu den Unternehmensgewinnen der vergangenen zehn Jahre gesetzt.

Extrem hohes Shiller-KGV

Aktuell weist das Shiller-KGV mit Blick auf den US-Aktienmarkt einen im historischen Vergleich extrem hohen Wert von über 30 aus. Laut Shiller liegt hier der historische Durchschnittswert bei 16,8. Noch schwerer wiegt, dass zwischen 1881 und heute das Shiller KGV nur zwei Mal über 30 lag.

Und zwar unmittelbar vor den großen Börsencrashs in den Jahren 1929 und 1997-2002. Der Yale-Professor merkt weiter an, dass ein so hoher Wert häufig in den Monaten vor historischen Bärenmärkten vorlag. Das könne folglich als Hinweis auf eine möglicherweise herannahende Baisse gewertet werden.

Weitere Argumente für fallende Kurse

Höchst interessant und brisant ist auch, dass der Nobelpreisträger nicht nur auf das Shiller-KGV als Argument für eine aufziehende Baisse hinweist. Er führt in seinem Artikel noch zwei weitere Punkte, die vor dem Beginn eines Bärenmarktes in der Vergangenheit auffällig waren, auf. Das wären zum einen ein starkes Gewinnwachstum und zum anderen die aktuell geringe Volatilität.

Die Kombination aller drei Indikatoren, sprich hohes Shiller-KGV, starkes Gewinnwachstum und geringe Volatilität, sollten Prof. Shiller zufolge die Investoren aktuell äußerst vorsichtig stimmen. Herr Shiller räumt zwar ein, dass der exakte Beginn des kommenden Bärenmarktes nicht zweifelsfrei prognostizierbar sei. Angesichts der aktuellen Situation und der Erfahrungen aus der Vergangenheit sei Shiller zufolge jetzt höchste Wachsamkeit angesagt.

Ja, liebe Leser, mit jedem Tag neuer Rekorde am Aktienmärkt wird die potentielle Fallhöhe immer höher. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es angesichts dieser Rekord-Überbewertung noch lange munter nach oben gehen wird. Gut möglich, dass wir schon in den kommenden Wochen und Monaten den Beginn eines epischen Bärenmarkts sehen werden. Schnallen Sie sich jetzt schon an!

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