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Dollarcrash: USA mit größtem Handelsbilanzminus seit 2008

Wie das amerikanische Handelsministerium jetzt bekanntgab, wiesen die USA im zweiten Quartal 2017 mit über 123 Milliarden Dollar das größte Handelsbilanzdefizit seit der Finanzkrise 2008 auf. Das bedeutet, dass die USA in diesem Zeitraum um 123 Milliarden Dollar mehr Waren importierten, als sie exportierten. Automatisch ist mit solch einem Defizit eine weiter steigende Auslandsverschuldung verbunden, da das Defizit überwiegend durch Kredite finanziert wird.

Nun schieben die USA dieses Defizit schon seit längerer Zeit vor sich ehr – aber es kann nicht ewig weitergehen – das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Die USA müssen die eigene Wirtschaft stärken, damit wieder mehr Exporte möglich sind – dumm nur, dass viele US-Produkte auf dem Weltmarkt nicht besonders hoch angesehen sind. Ein gutes Beispiel ist hier die Automobilindustrie. Die großen nicht mehr zeitgemäßen US-Fahrzeuge werden auf dem Heimatmarkt gut verkauft. Doch im Ausland habe sogar etliche US-Marken ihre Aktivitäten komplett eingestellt.

Dollar verliert an Bedeutung – Status als Weltleitwährung in Gefahr

Grundsätzlich sehen Sie an dieser Entwicklung im Devisenbereich, dass nicht nur der Euro mit seiner internen Verschuldung Probleme hat, sondern auch die „Weltleitwährung“ US-Dollar zunehmend in die Klemme kommt. Die Geschichte zeigt jedoch deutlich, dass jedes langfristige Handelsbilanzdefizit früher oder später zu einem Crash der Währung führt.

Gleichzeitig sehen Sie daran, dass der Dollar im Kurs deutlich überbewertet ist. Der aktuell hohe Dollarkurs lässt sich nur deshalb halten, weil nach wie vor Rohstoffe, und hier vor allem Öl, in Dollar gehandelt werden. Doch dieses Monopol des Dollars als „Petrodollar“ zu fungieren, wird immer stärker untergraben.

Zuletzt hatte China angekündigt, schon bald Öl außerhalb des Dollars über eine eigene Ölbörse handeln zu wollen. Damit wird zusammen mit dem enormen Leistungsbilanzdefizit die Luft für den Dollar immer dünner und ein Devisencrash zunehmend wahrscheinlicher. Das ist der Grund, warum ich Ihnen keinesfalls den US-Dollar als Alternative für den Euro empfehlen kann. Deshalb rate ich bei den Fremdwährungen zu Valuten, die unabhängig von Dollar und Euro sind. Nur so können die Fremdwährungen auch tatsächlich stabil sein.

Dabei ist die Auswahl in diesem Segment nicht besonders groß. Viele Währungen wie der kanadische Dollar oder der australische Dollar fallen als Alternativen weg. Hier ist die Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen zu groß. Das macht diese Fremdwährungen zu anfällig. Welche Fremdwährungen dennoch attraktiv sind, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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