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Wir erleben derzeit die größte Spekulationsblase der Geschichte

Wenn die massive Blase platzt, die wir derzeit erleben, wird es dann einen der größten Crashs der Geschichte geben? Diese Frage ist nicht besonders einfach zu beantworten. Eins ist aber dennoch klar: Je größer die Finanzmärkte werden, desto größer wird auch dann der Crash ausfallen der hinterher eintreten wird.

Besonders massiv sind die Übertreibungen derzeit am US Aktienmarkt. Ausgehend von einem Stand von knapp 6.500 Punkten im März 2009 hat sich der Dow-Jones-Index bis jetzt nahezu vervierfacht. Und dieser Aufschwung am Aktienmarkt dauert jetzt schon deutlich länger als von den meisten Experten erwartet.

Wenn Märkte massiv steigen, müssen Sie auch wieder massiv fallen

Aber hier gilt eine ganz einfache Regel: Was so massiv steigt, muss auch wieder deutlich runterkommen. Das hat die Geschichte an den Finanzmärkten immer wieder unter Beweis gestellt. Also es lohnt sich an dieser Stelle auf jeden Fall einmal genauer hinzuschauen, was denn die ausschlaggebenden Faktoren waren, die den Aktienmarkt so massiv angeschoben haben.

Tatsächlich war gerade die lockere Geldpolitik der US-Notenbank eine der Triebfedern für den Aktienmarkt. Aber genau diese lockere Geldpolitik wird derzeit zurückgenommen. Insofern wird es jetzt wahrscheinlich, dass die Stimmung an den Finanzmärkten dreht.

Nun schreibe ich an dieser Stelle schon seit längerer Zeit von einer bevorstehenden Korrektur. Aber die Vorzeichen haben sich in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich verschlechtert. Dabei tauchen auch jetzt immer mehr prominente warnende Stimmen auf – vor allen Dingen in den USA. Erst vor wenigen Tagen äußerte sich der bekannte US-Investor Ron Paul zur aktuellen Marktlage. Seiner Einschätzung nach erleben wir derzeit die „größte Spekulationsblase der Menschheitsgeschichte. Und wenn diese Blase platzt, dann kann der Aktienmarkt sich halbieren.“

Tatsächlich ist in den USA so, dass genau dieser Verlust tatsächlich eine sinnvolle Größe ist. Denn erst nachdem sich der Aktienmarkt halbiert , würden US Aktien wieder ein attraktives Bewertungsniveau erreichen. So sind gerade die US-Aktien bei den gängigen Bewertungskennziffern komplett aus dem Ruder gelaufen. Das gilt für das Kurs-Umsatz-Verhältnis genauso wie für das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Bei beiden Kategorien haben viele US-Aktien Hochstände erreicht.

Massive Korrektur an den Märkten ist schon überfällig

Tatsächlich hat die Geschichte immer wieder gezeigt: Langfristig kehren diese Bewertungskennziffern immer wieder zum historischen Durchschnitt zurück. Da wir jetzt massive Überbewertungen an den Märkten beobachten, können Sie sich auf eine massive Korrektur der Aktienmärkte einstellen.

Bleibt noch die Frage: Wann kommt denn diese Korrektur? Das ist tatsächlich schwer zu sagen. Auch wenn sich die Vorzeichen verschlechtern, können Finanzmärkte längere Zeit irrationale Bewertungen aufrechterhalten. Insofern ist es wichtig für Sie, sich jetzt schon aktiv auf den kommenden Crash vorzubereiten.

USA: Kreditwachstum bei Verbrauchern legt massiv zu

Zur Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage schaue ich regelmäßig auf die Entwicklung bei den Verbraucherkrediten. Dahinter steckt eine klare Regel: Je höher das Kreditvolumen der Verbraucher ausfällt, desto sorgloser schätzen sie die aktuelle wirtschaftliche Situation. Tatsächlich ist es so, dass ich Kredite nur dann aufnehme, wenn ich davon überzeugt bin, sie zurückzahlen zu können.

Hier bringt der Blick in die Vereinigten Staaten wieder einmal erschreckende Ergebnisse. So sind in der vergangenen Woche aktuelle Statistiken der US-Notenbank veröffentlicht worden aus denen hervorgeht, dass die Verbraucherkredite in den USA massiv ansteigen.

Allein im Mai ging es mit den Krediten um 24,6 Mrd. Dollar nach oben. Die Zahl an sich klingt schon massiv. Sehr viel eindrucksvoller wird diese Zahl noch, wenn man diesen Anstieg mit den Erwartungen der Analysten vergleicht. Stellen Sie sich vor: Die Analysten hatten im Vorfeld nur einen Anstieg um 12,4 Mrd. Dollar erwartet. Regelrecht schwindlig kann einem werden, wenn es um die Gesamtschulden der US-Verbraucher geht. Die haben nun einen Stand von 3,9 Billionen Dollar erreicht.

Private Schulden laufen in den USA aus dem Ruder

Nun gibt es natürlich auch Experten, die diese Daten positiv deuten. Hier heißt es dann gerne, dass die gute Konjunkturlage in den USA die US-Verbraucher eben auch dazu verleitet, mehr Kredite aufzunehmen und damit die Wirtschaft weiter anzutreiben.

Das klingt logisch – ist aber vor allen Dingen nicht nachhaltig. Sie müssen eins dabei wissen: Schon seit 28 Monaten in Folge haben die US-Verbraucher mehr Geld ausgegeben, als sie durch Löhne verdient haben. So etwas kann nicht ewig gut gehen. Tatsächlich ist es heute schon so, dass 22 % aller US Verbraucher ihre monatlichen Rechnungen nicht komplett bezahlen könnten. Ein sehr einfacher Weg in den USA ist es, einfach neue Kreditkarten Spiel zu bringen um Schulden von allen Kreditkarten zu bezahlen. Aber auch diese Strategie lässt sich nicht ewig durchhalten.

Die Lage in den USA in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verschlechtert. Laut einer aktuellen Statistik lagen die durchschnittlichen Schulden eines US-Arbeiters im Jahr 1980 bei dem knapp Zweifachen seines Gehalts. Heute ist dieser Wert auf das 5-fache angestiegen – und das bei deutlich angehobenen Löhnen.

An dieser Auflistung erkennen Sie sehr schnell, wie groß die persönlichen Probleme mit Verbraucherkrediten werden können. Daher hier mein Ratschlag: Verzichten Sie wenn immer es möglich ist auf private Konsumschulden. Besser ist es tatsächlich den Konsum einzuschränken und sich das zu gönnen, was auch möglich ist und ansonsten für Anschaffungen Geld zur Seite zu legen und die dann komplett zu tätigen.

USA wollen weltweit Ölexporte aus dem Iran unterbinden

US Präsident Donald Trump ist an vielen Schauplätzen aktiv. Verliert man fast den Überblick. In dieser Woche stand natürlich eine Einstellung zur Zukunft der NATO im Fokus. Hier fordert er von Deutschland und anderen hat einen deutlich größeren Einsatz. Es geht schlicht um höhere Zahlungen für den NATO Haushalt.

Das Dokument davon hat sich im Hintergrund die Lage rund um den Iran weiter verschlechtert. Wie das US-Außenministerium bekannt gab, planen die USA nach dem Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran, strikte Sanktionen gegen das Land zu verhängen.

Vor allem sollen jetzt sogar alle Ölexporte aus dem Iran weltweit unterbunden und damit dem Iran seine Haupteinnahmequelle genommen werden. Dabei geht die Trump-Administration sogar soweit, dass sie allen Staaten, die sich nicht an diesem Embargo beteiligen, mit Strafmaßnahmen droht. Hier sehen Sie einmalmehr, wie stark die Machtposition der Stadt immer noch ist und wie groß das Krisenpotenzial der Zeit ist.

Doch wenn die USA dem Iran seine größte Einnahmequelle nehmen, dann entziehen sie diesem Land praktisch die Existenzgrundlage, was unabsehbare Konsequenzen haben könnte. Es erinnert an die Wirtschaftssanktionen, welche die USA im Sommer 1941 gegen Japan verhängten und die dann unmittelbar zu den militärischen Angriffen Japans auf den Marinestützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii führten und damit den Krieg Japans gegen die USA auslösten.

Massive Handelsboykotte gefährden die Sicherheit in vielen Ländern

Solche umfassenden Handelsboykotte sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die vergleichsweise ruhige Weltlage von heute schon bald ein Ende haben könnte. Und wie am Anfang ist das nur ein Krisenherd bei dem die USA im Fokus stehen. US-Präsident Trump wirbelt die Weltordnung massiv durcheinander.

Vor allem steigt durch die neuen massiven Sanktionen gegen den Iran die Gefahr von massiven Terrorangriffen, die dann auch das Finanzsystem erschüttern werden. Schon bisher stand der Iran im Verdacht, weltweite Terroranschläge zu organisieren und zu finanzieren.

Das ist ein weiterer Grund dafür, warum ich nicht nur dazu rate, sich umfassend finanziell abzusichern, sondern auch empfehle, weitergehende materielle Vorsorge zu treffen. Das bedeutet, dass Sie auch für den Fall von Terror- und Kriegsereignissen beispielsweise genug Lebensmittel und Wasser zuhause lagern sollten, um einige Wochen ohne Versorgungskette überbrücken zu können.

Unser Finanzsystem steht vor der nächsten Krise

Es bleibt dabei: Das was wir aktuell erleben ist kein unendlich weiterlaufender Aufschwung der Wirtschaft und Finanzmärkte ohne erkennbare Crashgefahr. Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass wir etwas ganz anderes erleben: Die letzten Zuckungen eines tatsächlich übersättigten und damit sterbenden Systems. In letzter Konsequenz wird doch dieses System nur noch mit künstlichen Maßnahmen am Leben erhalten.

Besonders erschreckend finde ich dabei die immer wieder auftauchenden Jubelmeldungen in den Medien. Wirtschaftsminister Peter Altmaier behauptete sogar noch Ende März, dass sich dieser Boom mindestens 15 bis 20 Jahre so fortsetzen werde.

Solche Aussagen stehen in völligen Kontrast zur realen Entwicklung und sind ein Indiz dafür, dass es eben nicht so weitergehen wird wie derzeit. Es erinnert an den Präsidentschaftskandidaten Herbert Hoover der im Jahr 1928 behauptete, dass der Boom der 1920 er Jahre ewig weitergehen und die Armut komplett verschwinden lassen würde. Was kam war aber kein fortgesetzter Boom, sondern die Weltwirtschaftskrise und später daraus folgend der Zweite Weltkrieg.

Aktuelle Euphorie ist sehr gefährlich

Eins muss Ihnen klar sein: Es ist gerade ein Signal für einen Crash, dass es eben kurz davor nur noch sehr euphorische Meldungen gibt. Mich erinnert die aktuelle Euphorie exakt an die unbeschwerte zeit kurz vor der Finanzkrise 2008 – das ist immerhin auch schon wieder 10 Jahre ehr.

Auch damals tauchten immer neue Meldungen über einen ewigen Aufschwung auf. Doch Sie und ich wissen was dann kam. Es folgte die weltweite Finanzkrise 2008/2009 die fast zur Kernschmelze des Finanzsystems geführt hätte.

Viele Investoren haben in dieser Krise sehr viel Geld verloren – auch weil sie den Beteuerungen vieler Börsen-Experten geglaubt hatten. Die hatten die Finanzmärkte als Einbahnstraße nach oben ohne Korrekturgefahr propagiert und so viele Anleger fast ungeschützt in instabile Aktien und andere völlig überteuerte Analgen getrieben.

Und wenn jetzt Politiker massive Aufschwungphasen propagieren, kommt bei mir da doch eine weitere Erinnerung auf. Dieses Mal geht es um die Zeit vor der großen Weltwirtschaftskrise in den späten 1920er Jahren. Tatsächlich waren es die „Goldenden 20er Jahre“ – doch als der Traum platzte erlebten viele Menschen die hässliche Seite des vorherigen Aufschwungs.

Auch damals kannte die Euphorie kaum Grenzen. Noch kurz vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise behauptete etwa der in seiner Zeit sehr anerkannte Ökonom Irving Fisher, dass trotz der schon vorhandenen Kurseinbrüche die Kurse in einigen Wochen wieder höher stehen werden.

Damit lag er komplett falsch und was folgte war die Weltwirtschaftskrise. Durch die Auswüchse der Globalisierung werden heute die Folgen der nächsten Krise und den folgenden Crash sehr viel größer sein. Hier kann ich nur an Sie appellieren, Ihr Vermögen aktiv zu schützen.

Über die neue Verlierergeneration in Deutschland

Seit Jahren explodieren insbesondere in den gefragten Ballungsräumen Deutschlands die Preise für Wohnimmobilien. Gerade in gefragten Städten wie München wird für viele Normalverdiener das schlichte Wohnen angesichts von „normalen“ Monatskaltmieten von 1.200 Euro und mehr für eine 60 Quadratmeterwohnung zum puren Luxus.

Gut eine Million Haushalte in den 77 deutschen Großstädten müssen sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Etwa 1,3 Millionen Großstadt-Haushalte haben nach Abzug der Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze liegt. Das war das Ergebnis einer Studie der Humboldt-Universität Berlin.

Neue Verlierergeneration in Deutschland

Für viele ist schon die normale Mietzinszahlung eine hohe Hürde. Der Traum von den eigenen vier Wänden bleibt folglich nicht realisierbar. Fakt ist, dass sich immer weniger Berufseinsteiger oder junge Eltern in deutschen Ballungszentren ein Eigenheim leisten können. Das belegen auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Quote der 30- bis 40-jährigen Eigentümer eines Eigenheimes ging laut Daten des Mikrozensus von 30 Prozent im Jahr 2006 auf 27,4 Prozent im Jahr 2014 zurück. Im selben Zeitraum nahm indes die Eigentümerquote bei den über 65-Jährigen von 48 auf 55 Prozent zu.

Das Pestel-Institut, das Studien zur Wohnsituation in Deutschland veröffentlicht, spricht insofern schon von einer neuen Verlierergeneration. Besonders hart trifft es dabei die 25- bis 40-Jährigen. „Insbesondere die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten. Immer mehr von ihnen sind gezwungen, zur Miete zu wohnen. Dabei gehören gerade die Jobstarter und Familiengründer eigentlich zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Baunebenkosten zu hoch

Diese Altersgruppe ziehe vermehrt in die Städte, werde dort aber zu Beginn der Karriere und Familiengründung mit den aktuell hohen Immobilienpreisen konfrontiert. Gleichzeitig können viele noch nicht das nötige Eigenkapital aufbringen, um an einen günstigen Kredit zu kommen oder haben lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag vorzuweisen.

Die Kauf- und Baunebenkosten erweisen sich dabei als Hauptgrund, weshalb sich viele junge Familien den Traum der eigenen vier Wände nicht leisten können. Hintergrund ist ja, dass in deutschen Landen insbesondere die Baunebenkosten, die Grunderwerbssteuer, Gebühren für Makler, Notar und Grundbuchänderung usw, viel zu hoch sind. Wir reden hier von bis zu 15 Prozent des Kaufpreises, die mitunter nicht per Kredit finanziert werden können.

Ja, liebe Leser, das von der Regierung geplante Baukindergeld ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein und wird möglicherweise am Ende die Situation sogar noch verschlimmern, sprich verteuern. Wir bleiben dabei und raten von Immobilien-Investments ab – die Gefahr von Preisrückschlägen ist einfach zu hoch!

Griechen verharren weiter im Krisenmodus

Ende Juni dieses Jahres konstatierte der deutsche Bundesfinanzminister Scholz (SPD) im Deutschen Bundestag, dass Griechenland die Rettungsschirme nach acht Jahren verlassen werde und nun die Chance habe, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Das sei eine gute Nachricht. Herr Scholz betonte in der Rede weiter, dass sehr viele Reformen im Krisenland unternommen worden seien. Nun sei aber das Land wieder auf einem guten Weg. Das ist zumindest die Meinung von Herrn Scholz.

Griechen weiter sehr skeptisch

Ganz anders sieht die Lage aus, wenn man sich die jüngste „Global Consumer Confidence“ Erhebung von Nielsen in Sachen Griechenland ansieht. Gut sieben von zehn befragten Griechen erwarten demnach auch für das Jahr 2018 eine anhaltende Dauer-Rezession. Die Bürger zweifeln jedenfalls daran, dass das Land in den kommenden 12 Monaten aus der Krise herauskommt.

Der sogenannte „Verbrauchervertrauens-Index“ lag für Griechenland im ersten Quartal 2018 bei 61 Punkten und bleibt damit ungefähr auf dem ähnlich schwachen Niveau der beiden letzten Quartale des vergangenen Jahres. Die Griechen sind damit wesentlich pessimistischer als die anderen Europäer. Im europaweiten Schnitt lag der Index ja bei 86 Punkten.

Lage schlechter als Ende 2017

Sage und schreibe 74 Prozent der befragten Griechen sind demnach der Ansicht, dass das Land weiter in der Rezession ist. 78 Prozent nehmen sogar an, dass sich in Relation zu den letzten Quartalen 2017 die Lage sogar noch verschlechtert hat. Folglich erwarten drei Viertel der befragten Griechen kein Ende der Wirtschaftskrise in den kommenden zwölf Monaten. Das ist schon mehr als beachtlich. Laut Nielsen gibt es in Europa kein anderes Land, in dem sich die Bürger mehr um den Arbeitsplatz Sorgen machen würden als in Griechenland. Fast jeder dritte Grieche bangt weiter um seine Stelle.

Griechen schränken sich weiter ein

Kein Wunder also, dass der Erhebung zufolge 70 Prozent der Griechen weiter konstant alles daran setzen, die Ausgaben ihres Haushalts zu reduzieren. Konkret gehen 69 Prozent der Befragten dazu über, billigere Konsumprodukte zu erstehen. Ähnlich viele schränken sich im Freizeitverhalten ein. Und last but not least sparen 61 Prozent beim Kauf von Bekleidung.

Ja, liebe Leser, die historische einmalige Dauerkrise in Griechenland wird zwar von den offiziellen Euro-Politikern mittlerweile als beendet erklärt. Unter dem Strich ist es aber so, dass die Bevölkerung weiter unter der nicht enden wollenden Dauer-Malaise weiter leidet. Traurig, aber leider wahr.

Crash-Gefahr: Russland verkauft im Rekordmaßstab US-Anleihen

Liebe Leser,

wie das amerikanische Finanzministerium jetzt veröffentlichte, verkaufte Russland bis April US-Staatsanleihen in Höhe von 47 Milliarden Dollar und damit fast die Hälfte seines kompletten Bestandes von zuvor 96 Milliarden Dollar. Andere Länder wie China oder Japan trennten sich gleichfalls von US-Staatsanleihen.

Das ist ein klarer Trend, der aktuell an den Finanzmärkten erkennbar ist – und ich kann ihnen nur sagen: Dieser Trend wird massive Folgen haben. Doch je mehr US-Anleihen auf den Markt geworfen werden, umso stärker fällt auch deren Kurs und steigen die Zinsen, was weitere Verkäufe anderer Anleger nach sich zieht.

Insofern ist es extrem wichtig auch auf die Entwicklung des Anleihenmarktes zu schauen, wenn es darum geht die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten insgesamt einzuschätzen. Grundsätzlich sehen Sie hier, dass sich immer mehr Länder von US-Staatsanleihen und damit vom US-Dollar-System verabschieden wollen.

China und Russland wollen aktuelles Währungssystem zu ihren Gunsten verändern

Derzeit leben wir in einem fast schon global dominierten Währungssystem mit dem US-Dollar als Leitwährung. Doch dies ist nicht in Stein gemeißelt. Russland und China arbeiten ohnehin schon länger daran, den US-Dollar als Weltleitwährung abzulösen. Das wäre auch nur eine logische Fortsetzung des sich ohnehin schon verschiebenden Machtgefüges in der globalen Wirtschaft. Gerade China nimmt eine immer größere Rolle ein – und da wäre ein chinesisch geprägtes Währungssystem einfach ein logischer Schritt.

Vor allem China hortet seit Jahren große Mengen Gold, um dann nach einer neuen Finanzkrise den Gold-Yuan als neue Weltleitwährung zu präsentieren. Diese Vorbereitungen laufen noch im Hintergrund ab – doch die massiven Goldimporte in China zeigen ganz deutlich, dass dort in diesem Sektor sehr viel passiert.

Die jetzigen massiven Verkäufe von US-Staatsanleihen durch Russland deuten darauf hin, dass die nächste Finanzkrise nicht mehr weit ist. Das und der Handelskrieg, der sich jetzt weltweit ausgehend von den USA entfaltet, macht für mich immer deutlicher, dass der derzeitige Boom schon bald in einer Krise enden wird. Und diese Krise wird massiv ausfallen – auch weil eben die Schulden weltweit immer weiter steigen. Dazu hatte ich Ihnen ja gestern an dieser Stelle noch Zahlen präsentiert.

Für Sie heißt es jetzt einmal mehr: Sichern Sie sich aktiv gegen die kommende Finanzkrise ab. Wie das am besten geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

Herzlichst Ihr
Günter Hannich

Der globale Schuldenberg wächst ungebremst weiter

Das globale Schuldenmachen kennt keine Grenzen mehr. Neue Zahlen, die ich Ihnen gleich vorstellen werde, zeigen Ihnen nur eins: Die Staaten werden immer größere Probleme bekommen die Schulden überhaupt noch zurückzahlen zu können. Ein Verlierer dieser Entwicklung steht auch schon fest. Das sind wir alle als Steuerzahler. Nur durch langfristig steigende Steuern wird es überhaupt noch möglich sein, die massiven aus dem Ruder gelaufenen Schulden irgendwie noch weiter im Griff zu behalten.

Schulden auf Rekordstand – und es geht einfach immer weiter

Laut des Institutes for International Finance haben die globalen Schulden bis Ende 2017 ein Rekordniveau von 237 Billionen Dollar erreicht. Sicherlich können Sie diese Zahl nicht wirklich fassen. Mir ging es ähnlich. Aber was sagen Sie zu folgender Einordnung: Diese Zahl entspricht 336% der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Und wer sind die aktuellen Treiber bei den Schulden? Auch hierzu liefern die aktuellen Daten Hinweise. Es sind vor allem die aufstrebenden Nationen zu denen zum Beispiel China und Indien gehören.

Ein ganz wichtiger Faktor bei der Einschätzung der aktuellen Schuldenlage ist die Rolle der Notenbanken. Die Währungshüter sorgen spätestens seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 dafür, dass die Stabilität der Finanzmärkte teuer erkauft wird. Immer wieder neue Schulden und ein Zinsniveau nahe der Nulllinie halten das System derzeit noch stabil. Doch für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis das brüchige Fundament dem Druck nicht mehr standhalten wird.

Immer wieder stoße ich in diesen Tagen auf Meldungen und Äußerungen von Börsenexperten, die einen Crash derzeit für ausgeschlossen halten. Eine solche Einschätzung ist deren gutes Recht. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Jahre 2000 und 2007. Auch damals wagten sich viele Experten in die Öffentlichkeit und prophezeiten einen Fortbestand des Wachstums an den Börsen.

Wir alle wissen was damals kam. Die Börsen stürzten in beiden Fällen massiv ab. Genau das erwarte ich jetzt auch wieder, wenn die globale Schuldenblase platzt. Und wie ich an dieser Stelle schon häufiger geschrieben habe: Es ist für mich keine Frage des ob, sondern nur noch eine Frage des Wann diese Blase tatsächlich platzen wird. Dabei werden die Folgen heftiger sein als bei den früheren Crash – schlicht und einfach weil die Schulden auch deutlich größer sind.

Stärkster Einbruch der Einzelhandelsumsätze seit 2011

Noch im März diesen Jahres war es der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der der deutschen Wirtschaft noch für „mindestens 15 bis 20 Jahre“ einen anhaltenden Aufschwung mit einem jährlichen Wachstum von zwei bis 2,5 Prozent zutraute. Jetzt, im Sommer 2018, mehren sich die Anzeichen, dass der seit 2010 anhaltende Aufschwung zu Ende geht.

Schockiernd schlechte Daten vom Einzelhandel

Im Kontext mit dem XXL-Aufschwung ist ja immer wieder von einer starken Konsumnachfrage der ausgabefreudigen Verbraucher als wichtiger Stütze der Konjunktur die Rede. Angesichts derartiger Rahmenbedingungen müssten eigentlich die Kassen der Händler klingeln. Dem ist aber leider ganz und gar nicht der Fall. Im Gegenteil. Reuters meldete am vergangenen Freitag, dass die deutschen Einzelhändler im Mai den größten Umsatzrückgang seit sieben Jahren zu verzeichnen hatten.

Unter dem Strich landeten1,7 Prozent weniger Geld in den Kassen als im Vormonat. Preisbereinigt (real) gab es ein Minus von 2,1 Prozent, das viermal größer ausfiel als von Ökonomen erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat setzten die Einzelhändler nominal nur karge 0,2 Prozent mehr um.

Nur geringes Wachstum im Internethandel

Auffällig war auch, dass im Internet- und Versandhandel in Deutschland die Wachstumsraten sich zusehends abschwächen. Wir reden hier nur noch von einem Wachstum von 2,3 Prozent im Mai. Dagegen gingen die Umsätze im sonstigen Einzelhandel – zu dem etwa Waren- und Kaufhäuser zählen – um satte 5,5 Prozent zurück.

Auffällig war auch, dass im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln die Umsätze im Mai 2018 real 3,0 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat lagen. Erwähnenswert ist hier, dass es bei Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ein Minus von 3,6 Prozent in den Kassen der Händler gab.

Ja, liebe Leser, der XXL-Aufschwung in deutschen Landen ist vorüber. Auch wenn es vielleicht noch einige Politiker nicht wirklich wahrhaben wollen. Höchst interessant ist, dass selbst sog. „Wirtschaftsweise“ wie Herr Feld nun mit einer stärkeren Abkühlung rechnen. “In diesem Jahr könnte das Wachstum weniger als 1,8 Prozent betragen”, sagte Herr Feld dem Magazin “Focus”.

Auch für 2019 schraubte Feld die Erwartungen nach unten. Statt der bisher erwarteten 1,8 Prozent Wachstum könnten es nur noch 1,5 Prozent werden. Spannend ist auch, dass derzeit fast niemand den Beginn einer Rezession auf der Agenda hat. Und vielleicht noch mehr. Wehe, wehe, wenn aus dem XXL-Aufschwung am Ende ein von den sog. Experten völlig unerwarteter XXL-Abschwung wird…

Gewinnwarnungen lösen Kursstürze aus

Die Milchmädchen-Hausse am deutschen Aktienmarkt gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Der gelbe Logistikriese aus Bonn, die Deutsche Post, machte bei den großen Standardwerten ja mit einer gesenkten Prognose den Anfang. Dann folgte der Autobauer Daimler und sprach für das laufende Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung aus.

Die Aktie konnte sich seither nicht mehr fangen und ist vom Jahreshoch aus betrachtet damit fast 30 Prozent abgerutscht. Das ist schon ein Wort für einen so großen Wert wie Daimler. Fast 23 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung sind damit ausgelöscht. Damit nicht genug. In der vergangenen Woche gab es eine Flut an weiteren Gewinnwarnungen.

Flut an Gewinnwarnungen

Hier ist zum Beispiel der Autozulieferer ElringKlinger aus dem SDax zu erwähnen. Das Unternehmen senkte die Ergebnisprognose signifikant. Die Aktie brach auf nur noch knapp elf Euro ein. Im Sommer 2013 mussten Investoren noch um die 35 Euro für eine ElringKlinger-Aktie zahlen. Im MDax kam von Osram Licht eine scharfe Gewinnwarnung. Und zwar schon die zweite im Jahr 2018.

Das Vertrauen der Anleger ist nun völlig dahin. Anfang des Jahres kostete die Aktie noch knapp 80 Euro. In der vergangenen Woche stürzte das Papier auf nur noch gut 31 Euro ab. Vom Jahreshoch aus betrachtet beträgt der Verlust an Marktkapitalisierung um die fünf Milliarden Euro. Das ist wahrlich auch nicht zu vernachlässigen. Osram begründete die Prognoseabsenkung u.a. mit Handels- und Vertriebsbeschränkungen sowie Planungsrisiken bei Automobilherstellern.

Auch andere Branchen betroffen

Spannend ist, dass die Prognosesenkungen nicht nur aus dem Automobilsektor kommen. Am vergangenen Freitag brach nach einer Gewinnwarnung der Aktienkurs der Container-Reederei Hapag-Lloyd um mehr als ein Fünftel ein. Höhere Treibstoffkosten durch die in diesem Jahr stark gestiegenen Ölpreise und ein Anstieg der Charterraten wurden als Gründe für die Malaise genannt.

Sehr beachtlich ist auch, dass selbst an sich extrem konjunkturresistente Unternehmen wie der Optiker Fielmann am Donnerstag die Prognose senken mussten. Vor Steuern werde der Gewinn im ersten Halbjahr trotz gestiegener Brillenverkäufe voraussichtlich um sechs Prozent auf rund 116 Millionen Euro fallen. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinnanstieg erwartet. Die Aktie brach dann prozentual zweistellig ein, was bei der Fielmann-Aktie wahrlich nicht oft vorkommt.

Ja, liebe Leser, in den letzten Tagen und Wochen durften viele ehemalige Sparbuchanleger, die wegen der Nullzinspolitik von den Banken in den Aktienmarkt gelockt wurden, erfahren, dass Aktien immer noch eines sind: hochriskante Investments, bei denen im „worst case“ der Totalverlust droht. Bleiben Sie weiter extrem vorsichtig!