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Fachwelt kritisiert mögliche Großbankenfusion in Deutschland

Seit vielen Jahren gelten die Aktien der beiden deutschen Grobanken als reine Kapitalvernichtungsmaschinen. Wir haben an der Stelle ja schon des öfteren darauf hingewiesen, dass die Aktionäre der Deutschen Bank und der Commerzbank in den vergangenen Jahren extreme Kursverluste hinnehmen mussten. An der Stelle sei vielleicht betont, dass der deutsche Staat selbst am Kursdesaster der Commerzbank leidet.

Fakt ist ja, dass in der Finanzkrise die Bundesrepublik Deutschland bei der Commerzbank-Aktie eingestiegen ist. Der Kurs lag damals bei sage und schreibe 26,00 Euro. Aktuell siecht das Papier bei um die sieben Euro vor sich hin. Allein daran kann man erkennen, welche Verlustmaschine diese Aktie in den letzten Jahren war.

Finanzminister als treibende Kraft im Hintergrund

Extrem pikant und interessant ist nun, dass ausgerechnet Bundesfinanzminister Scholz von der SPD und sein umtriebiger Staatssekretär Kukies (ehemaliger Goldman Sachs-Banker!!!) als die treibenden Kräfte hinter den Fusionsverhandlungen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank gelten. Das ist in nahezu allen relevanten Hintergrundberichten jedenfalls zu lesen. Offenbar ist der politische Wille, der politische Druck relativ groß, hier mit einer neuen Großbank relativ rasch Fakten zu schaffen. Für viele Beobachter ist indes rätselhaft, warum ausgerechnet die Politik im Hintergrund derart antreibt.

Fachwelt mit vernichtender Kritik

Auffällig ist gleichzeitig, dass es aus der geneigten Fachwelt massive Kritik an dem Vorhaben gibt. Und zwar nahezu einhellig. Professor Schiereck von der TU Darmstadt merkte dem Deutschlandfunk gegenüber an, dass keines der beiden Institute momentan so aufgestellt sei, dass es Sinn machen würde, in diese Fusion hineinzugehen. Klaus Nieding, Vizepräsident der DSW, der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, erachtet diese Fusionsidee für wirtschaftlich völlig unsinnig. Es würde ja kein internationaler Champion entstehen durch diese Fusion, sondern es würde nach wie vor nur ein nationaler Champion bleiben.

Von Seiten der Gewerkschaften kam massive Kritik angesichts eines zu erwartenden gigantischen Abbaus von bis zu 40.000 Stellen. Selbst die deutschen Wirtschaftsweisen sehen eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank kritisch. Sie warnten bei der Vorstellung ihrer Wachstumsprognose vor Risiken für die Steuerzahler. In dem Kontext verwiesen sie darauf, dass der Zusammenschluss eine Bank schaffen würde, die so groß wäre, dass sie im Fall einer Schieflage vom Staat gerettet werden müsste.

Ja, liebe Leser, hinter vorgehaltener Hand sprechen viele Beobachter von einer Notfusion. Prof. Schiereck merkte hier ja an, dass die Devise in der Berliner Politik sei, dass bei einer verschlechterten Wirtschaftslage der Staat eher eine große fusionierte Bank retten könne als gleich zwei. Unter dem Strich wird es wohl am Ende des Tages wieder mal auf eine für den Steuerbürger extrem teure Bankenrettung bzw. -verstaatlichung hinauslaufen. Selbstverständlich alternativlos.

Krisensignale: Die Einschläge kommen näher

Nun kommen auch die Mainstreammedien nicht mehr darum eins anzuerkennen: Die weltweite Wirtschaft befindet sich auf dem Rückzug. Es ist doch sehr schwer zu verneinen, denn die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Was wir derzeit erleben, hat es seit der letzten Finanzkrise nicht mehr gegeben. Ob Industrieproduktion in China oder auch Exporte in Deutschland: Überall zeigt sich eine klare Schwäche.

Dann stellt sich immer die Frage: Was kommt als Nächstes? Werden wir nur eine einfache Rezession erleben oder steht die nächste massive Finanzkrise direkt vor uns, die die Ereignisse des Jahres 2008 noch in den Schatten stellen wird?

Nach Angaben von Bloomberg Economics hat gerade auch die Weltwirtschaft zuletzt massiv an Dynamik verloren. So ist die weltweite Wirtschaftsleistung zuletzt im Vergleich zum Vorquartal wohl nur noch mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2,1 % angestiegen. Im Sommer 2018 lag hier die Vergleichszahlen noch bei rund 4 %.

Der Optimismus aus dem Jahr 2018 ist verflogen

Vom enormen Optimismus der ersten Jahreshälfte 2018 ist nicht mehr viel übriggeblieben. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Das Pendel ist herumgeschlagen und der Pessimismus macht sich breit in der Wirtschaft. Noch zeigt sich das nicht in massiv sinkenden Kursen an den Finanzmärkten. Doch für mich ist das nur eine Frage der Zeit, bis es hier klare Signale geben wird.

Das ist doch eine logische Konsequenz. Immer mehr Unternehmen werden die eigenen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2019 nicht mehr erreichen können. Ein Beispiel dafür lieferte erst Anfang der Woche der Automobilzulieferer Leoni. Das Unternehmen hatte zunächst vor wenigen Wochen schon schwache Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 präsentiert. Die damals aufgestellte Prognose 2019 wurde die jetzt wenige Wochen schon wieder einkassiert. Das hat den Abwärtstrend der Aktie weiter vorangetrieben. Auf Jahressicht steht jetzt ein Minus von 68 Prozent zu Buche. Und das ist nur ein Beispiel für einen ehemaligen Start der Deutschen Börsenszene.

Und eins muss Ihnen klar sein: Sollte es zum Crash kommen, werden die Auswirkungen deutlich stärker sein, als alles was Sie bisher erlebt haben. Der Grund dafür ist einfach. Die globalen Schulden sind explodiert. Noch zur Jahrtausendwende betrug der globale Schuldenstand ungefähr 80 Billionen Dollar. Als die US-Immobilienkrise im Jahr 2006 startete, hatte sich der globale Schuldenstand schon um 56 Prozent auf 125 Billionen Dollar gesteigert. Jetzt haben wir einen globalen Schuldenstand von 250 Billionen Dollar.

Mega-Schulden werden massive Folgen haben

Eins kann ich Ihnen sagen: Diese massive Schuldenblase wird sich nicht in geordneten Bahnen auflösen. Wir werden einen Megacrash erleben, der das Finanzsystem so wie wir es kennen in seinem Fundament erschüttern wird. Daher ist es so wichtig, dass sie sich aktiv vor diesem Crash schützen.

Japanische Notenbank hält an ultra-lockerer Geldpolitik fest

Liebe Leser,

die Sorge, ja die Angst vor „japanischen Verhältnissen“ treibt viele Ökonomen auch in Europa um. Viele sehen jetzt schon Parallelen zwischen der Entwicklung Nippons und der Eurozone. Tatsache ist, dass die geldpolitisch Verantwortlichen in Japan seit mehr als zwei Jahrzehnten an ihrer ultra-expansiven Geldpolitik festhalten. Mit Nullzinspolitik und dem Kauf von Anleihen und Aktien-ETFs versuchen die Japaner ja die deflationäre Krise zu bekämpfen. Der Erfolg ist bis dato wohlwollend formuliert sehr mäßig.

Konjunkturabkühlung trifft auch Japan

Weltweit schwächt sich ja aktuell die Konjunktur stark ab. Das trifft auch die alternde Export-Nation Japan hart. “Die Exporte haben zuletzt einige Schwächen gezeigt”, so laut Reuters die offizielle Aussage der Bank of Japan in der vergangenen Woche. Die Eintrübung der Weltkonjunktur wirke sich auch auf die japanischen Unternehmen aus.

Tatsache ist, dass allein im Januar 2019 Japans Exporte um gewaltige 8,4 Prozent fielen. Die Exporte ins Reich der Mitte, nach China, fielen gar um mehr als 17 Prozent, was ein überdeutlicher Hinweis auf die Eintrübung der chinesischen Konjunktur ist. Wenig verwunderlich also, dass die japanische Notenbank angesichts der globalen Konjunkturabkühlung an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik unverändert festhält. Die Bank von Japan beließ bei der jüngsten geldpolitischen Sitzung ihr Ziel für den kurzfristigen Zinssatz bei minus 0,1 Prozent. Zugleich bekräftigte sie laut Reuters ihr Versprechen, die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen bei um die null Prozent zu halten.

Ja, liebe Leser, die Parallelen zwischen der Eurozone, Deutschland und Japan sind wahrlich kaum übersehbar. Es wäre fahrlässig, diese auch nur im Ansatz zu unterschätzen. Ein Blick auf die demografische Entwicklung Japans und der Europas genügt insofern fast. Vergreisung, genauer gesagt Schrumpfvergreisung ist jeweils das treffende Schlagwort. Hinzu kommen gravierende Probleme im Bankensektor, die sowohl in Japan als auch in Europa niemals richtig bereinigt worden sind.

Es droht die Japanifizierung der Kapitalmärkte

Andrew Bosomworth, Portfolio-Manager bei Pacific Investment Management Co sieht jedenfalls große Parallelen zwischen Japan und Europa. “Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich das, was vor zwei Jahrzehnten in Japan geschah, derzeit im Euroraum entwickelt”, sagte er jüngst gegenüber der Tageszeitung „Welt. Wahrscheinlich bedeute dies die Japanifizierung der Kapitalmärkte – niedrigere Renditen für einen längeren Zeitraum.

Vielleicht für immer. Anders formuliert, weit und breit ist eine Zinswende nicht in Sicht. Die Notenbanken werden noch über Jahre, ja Jahrzehnte damit beschäftigt sein, gegen hartnäckig anhaltende deflationäre Tendenzen anzukämpfen. Und am Ende wird der Erfolg – wie in den letzten 20 Jahren in Japan – bestenfalls sehr, sehr mäßig sein.

Herzlichst Ihr
Günter Hannich

Krisenwarnung: IWF untersucht Goldwährung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat jetzt in einer neuen Studie die historische Bedeutung des Goldstandards als Währungsgrundlage untersucht, was auch praktische Relevanz für Sie heute hat. Goldstandard bedeutet, dass das von einer Notenbank herausgegebene Bargeld in einem bestimmten Verhältnis mit Gold bei der Notenbank hinterlegt sein musste. Die Notenbank kann dabei nur dann weiteres Bargeld emittieren, wenn sie auch entsprechende Mengen an Gold eingelagert hat. Andererseits bedeutet der Goldstandard auch, dass man das im Umlauf befindliche Bargeld bei der Notenbank gegen Gold eintauschen kann.

Wie der IWF jetzt herausfand, war gerade dieser Goldstandard, der in Deutschland nach der Reichsgründung im Jahr 1871 eingeführt wurde, für die lange Depression ab dem Jahr 1873 verantwortlich. Nach dem Crash 1873 dauerte es bis zum Jahr 1896, bis wieder das wirtschaftliche Niveau der Vorkrisenzeit erreicht wurde. Nach Erkenntnissen des IWF hat gerade der Goldstandard dazu geführt, dass ganz Europa in eine Deflation und Abwärtsspirale gezogen wurde.

Goldstandard fördert sogar die Deflation

Das bestätigt meine Erkenntnisse, wonach der Goldstandard zwar sehr gut eine Inflation verhindert, jedoch gerade die viel gefährlichere Deflation fördert. Mit einer Goldbindung werden die Handlungsmöglichkeiten der Währungspolitik eingeschränkt und die Notenbank kann in Krisenzeiten durch die feste Goldbindung nicht flexibel reagieren.

Dazu kommt, dass dann die Wirtschaft auf zufällige Goldfunde und die wenigen Goldförderländer angewiesen ist. Ähnliches wie in der Krise Ende des 19. Jahrhunderts ereignete sich auch in der Weltwirtschaftskrise. Nachdem Mitte der 1920er Jahre der vor dem 1. Weltkrieg geltende weltweite Goldstandard wieder eingeführt wurde, dauerte es nur bis 1929, bis u. a. auch deshalb die Weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde.

Doch handelt es sich hier nicht nur um eine historische Episode, sondern es hat auch praktische Konsequenz für Sie. Derzeit bauen China und Russland enorme Goldreserven auf. Offiziell besitzt China zwar nur knapp 2.000 Tonnen Gold, doch wurde schon in der dortigen Presse zugegeben, dass China mindestens 12.000 Tonnen Gold besitzt und diesen Bestand weiter ausbaut.

Meiner Ansicht nach bereitet sich China damit auf eine neue Finanzkrise vor und will nach Ausbruch der Krise den US-Dollar als Weltleitwährung durch einen goldgedeckten Yuan verdrängen. Das hätte zwar für die Weltwirtschaft – parallel zum deutschen Goldstandard von 1871 – katastrophale Auswirkungen, doch wird dieser Schritt wohl dennoch aus machtpolitischen Gründen gemacht werden.

Setzen Sie jetzt auf Edelmetalle

Das bedeutet für Sie, dass Sie als Anleger gerade jetzt in Edelmetalle investieren sollten, da diese dann bei diesem Szenario massiv aufgewertet werden. Außerdem sollten Sie sich auf eine Deflation gefasst machen, die jedem Goldstandard folgt.

USA: Auch die Regierungsschulden explodieren

Keine Frage: Das Brexit-Drama bringt fast jeden Tag neue Wendungen. Doch so langsam fällt es auch den kundigen Beobachtern – ob nun in London oder auch Brüssel – schwer, hier den Überblick zu behalten. Wenn sich bei diesem Krisenherd tatsächlich eine Lösung abzeichnet, werde ich den Brexit hier an dieser Stelle auch wieder aufgreifen.

Doch so lange schaue ich auf andere wichtige Regionen und die dort anwachsenden Probleme. Ein Beispiel ist hier ganz klar die USA. Über die Entwicklung der Schulden dort habe ich erst vor wenigen Tagen an dieser Stelle berichtet. Nur noch einmaleine Zahl, die Ihnen den Ernst der Lage vor Augen führt: So sind bis Ende 2018 die Kreditkartenschulden in den USA auf die Rekordsumme von 870 Mrd. Dollar angestiegen.

Aber das ist nur ein Aspekt des Themas. Auch das Haushaltsdefizit in den USA explodiert aktuell – auch dank der großzügigen Steuergeschenke von US-Präsident Donald Trump. Laut aktueller Zahlen aus dem Finanzministerium ist das Haushaltsdefizit der USA in den ersten vier Monaten des seit Oktober 2018 laufenden Budgetjahres auf 310 Mrd. Dollar angestiegen.

Im aktuellen Haushaltsjahr sind die Schulden schon um 77% angestiegen

Diese Zahl hilft Ihnen wenig – auch wenn es sich schon viel anhört. Doch jetzt wird es spannend: Im Vergleich zum Vorjahr ist das Defizit um enorme 77% angestiegen. Das ist nahezu unglaublich – entspricht aber der aktuellen Realität der Staatsfinanzen in den USA.

Und dabei steigen auch die Zinsausgaben für den Staat immer weiter an. Die Zinszahlungen haben in den ersten vier Monaten des Haushaltsjahres 192 Mrd. Dollar erreicht. Das waren immerhin 17 Mrd. oder rund 10% mehr als im Vorjahr. Wenn man diese Zahlen für die ersten vier Monate fortschreibt, wird die US-Regierung in diesem Jahr 575 Mrd. Dollar Zinsen zahlen. Das ist mehr als die Haushaltsdefizite der Jahre 2014 und 2015.

Und wenn man diese großen Summen auf die Wirtschaftsleistung der USA bezieht, wird Ihnen der Ernst der Lage bewusst: Diese Summe entspricht 2,7% der Wirtschaftsleistung und wird damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2011 erreichen.

Schuldenwachstum in den USA gefährdet die Stabilität des Finanzsystems

Eins ist für mich klar: Dieses massive Schuldenwachstum in den USA – ob nun bei den Privathaushalten, den Unternehmen und beim Staat wird nicht mehr lange gutgehen können. Und wenn es dann tatsächlich in den USA zu ernsthaften Verwerfungen kommen sollte, würde auch die EU und vor allem auch Deutschland massiv davon in Mitleidenschaft gezogen werden.

Daher ist es für Sie jetzt extrem wichtig, aktiv zu werden. Noch haben Sie die Chance Ihr Vermögen aktiv abzusichern – vor dem kommenden Crash. Für mich ist es eben keine Frage, ob der Crash kommt. Für mich stellt sich nur noch die Frage, wann der Crash kommt. Nutzen Sie also die Zeit, die Sie jetzt noch haben und sichern Sie sich aktiv ab.

Eurokrise – Griechenland und Italien in der Dauerkrise

Selbst die Dauer-Optimisten werden gezwungenermaßen konzedieren, dass die Krise in Europa alles andere als ausgestanden ist. Fakt ist jedenfalls, dass aus den Krisenstaaten im Süden des Kontinents in jüngster Vergangenheit einmal mehr ernüchternde Nachrichten kamen. Beginnen wir an der Stelle mit den Griechen. In der offiziellen Tonalität der Eurokraten hieß es ja, dass das Land nun aus dem Gröbsten raus sei; die Griechen seien auf einen nachhaltigen und soliden Wachstumspfad zurückgekehrt. Man galt schon fast als Nestbeschmutzer, wenn man auf die immer noch vorhandenen massiven strukturellen Probleme auch nur leise hinwies.

Griechenland gerät aus der Wachstumsspur

In diesen Tagen meldet die Agentur Reuters jedenfalls, dass es mit dem soliden Wachstum in Hellas nicht mehr weit her ist. Im Gegenteil, Ende 2018 sei die griechische Wirtschaft aus der Wachstumsspur geraten. Das Statistikamt in Athen gab nämlich bekannt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Griechen zwischen Oktober und Dezember 2018 um 0,1 Prozent verringerte. Damit endete eine offiziell ausgewiesene Wachstumsphase, die immerhin ganze neun Quartale hinweg andauerte.

Und trotz dieser „Schönwetterphase“ vermochte es der griechische Staat nicht, den Schuldenberg auch nur in Nuancen abzutragen. Wohl gemerkt, wir reden hier über eine immer noch exorbitant hohe Staatsschuld in Höhe von 180 Prozent des BIPs. Zur Erinnerung, laut dem Vertrag von Maastricht sind ja nur 60 Prozent offiziell erlaubt.

Italien bleibt in der Dauerkrise

Ähnlich schlecht ist ja auch die Lage im großen Krisenstaat Italien. Der italienische Staat sitzt jedenfalls auf einem gigantischen Schuldenberg im Volumen von mehr als 2,3 Billionen Euro. Die Pro-Kopf-Staatsverschuldung liegt bei über 38.200 Euro; in Relation zum BIP beträgt die Staatschuld der Italiener knapp 132 Prozent. Erschwerend hinzu kommt, dass die italienische Wirtschaft ja schon seit vielen Jahren nur noch anämisch wächst. Im Schlussquartal 2018 kam es wie in Griechenland dazu, dass das BIP wieder mal rückläufig war. Und zwar um 0,1 Prozent.

Ja, liebe Leser, nach wie vor findet man in Griechenland und Italien einen absolut toxischen Schuldencocktail bei anhaltend schwacher realwirtschaftlicher Entwicklung vor. Gewiss ist indes, dass dieser „Cocktail“ mit „normaler Medizin“ nicht mehr kurierbar ist. Selbst hartgesottene Euro-Fetischisten müssen eingestehen, dass die strukturellen Probleme in den Krisenländern mit normalen Mitteln nicht mehr gelöst werden können. Die Eurokrise wird uns also noch viel länger beschäftigen als es die Euro-Optimisten wahrhaben wollen.

Euro-Crash: EU befürchtet Ansteckungsgefahr durch Italiens Haushalt

Um die Euro-Krise ist es zuletzt ruhig geworden. Hier könnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass alles rund läuft für die Gemeinschaftswährung. Doch dem ist natürlich nicht so. Das zeigt Ihnen der Blick nach Italien. Das Land ist hinsichtlich einer wirtschaftlichen Bedeutung immerhin die Nummer 3 in der EU nach Deutschland und Frankreich.

Und wie die EU-Kommission jetzt in ihrem Länder-Bericht veröffentlichte, erwartet sie für die Entwicklung in Italien durch den neuen Haushalt des Landes nichts Gutes. Der italienische Haushalt enthalte für dieses Jahr keinerlei Maßnahmen, welche das Wirtschaftswachstum des Landes steigern würden. Der Etat werde sogar negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Schulden, der Wirtschaft und des Defizits haben. Das berge eine Ansteckungsgefahr für ganz Europa in sich.

Im letzten Jahr gab es durch den Streit Italiens mit der EU über den Haushaltsplan erhebliche Verwerfungen auf dem Finanzmarkt. Erst nach einer Einigung beruhigte sich die Lage. Doch nach einer Absenkung der Wachstumsprognosen von 1,2 auf nur noch 0,2 Prozent in diesem Jahr, flammt der Streit jetzt erneut auf.

Der Warnung der EU schließt sich auch das ifo Institut an, das vor einem Teufelskreis warnt, in den das Land und möglicherweise die ganze EU geraten könnten. Der Streit um Italiens Haushalt gefährde nicht nur die italienischen Banken, sondern könne sich sogar auf die Bankensysteme anderer (EU-) Länder übertragen und habe damit das Potenzial, eine neue Finanzkrise auszulösen.

Extreme Liquidität der EZB hat Probleme nur verschoben – aber nicht gelöst

Sie sehen: Die Eurokrise von 2011 wurde genauso wenig gelöst, wie die Finanzkrise von 2008. Man hat nur durch extreme Liquiditätsmaßnahmen der EZB und der US-Notenbank Fed diese Krisen vorübergehend in die Zukunft verschoben. Doch das Grundproblem der Überschuldung wurde nie angegangen und flammt jetzt mit Italien wieder auf. Bei Italien geht es jedoch nicht um ein kleines Land wie Griechenland, sondern um das wirtschaftlich drittstärkste Land im Euroverbund.

Ein Crash in Italien hat damit unmittelbare Auswirkungen auf die Stabilität des Euro, und ggf. sogar auf seinen Bestand. Auf jeden Fall würde er erhebliche Turbulenzen für die Wirtschaft der Euro-Mitglieder und sehr wahrscheinlich auch darüber hinaus auslösen. Deshalb tun Sie gut daran, sich gerade jetzt aktiv auf einen Euro-Crash vorzubereiten.

Krisensignale aus den USA werden immer lauter

Der Blick in die USA ist wichtig – und zeigt vor allem wirtschaftlich immer wieder an, was uns in Europa auch bevorsteht. Die Vereinigten Staaten sind nun einmal die wichtigste Volkswirtschaft der Welt. Daher sollte es uns schon aufhorchen lassen, wenn aus Übersee nur noch schwache Wirtschaftsdaten kommen. Zudem steigen die Schulden weiter massiv an. Das ist eine explosive Mischung, bei der es meiner Einschätzung nach nicht mehr lange gutgehen wird.

Erst einmal zur wirtschaftlichen Lage. Laut aktueller Schätzungen der regionalen Notenbank in Atlanta wächst die US-Wirtschaft im 1. Quartal aktuell nur mit einer Jahresrate von 0,3%. Das ist nur noch knapp über einer Rezession. Zudem ist das ganz klar unter den Wachstumszielen der Währungshüter. Die geben 3% als jährliches Wachstumsziel heraus. Sollte sich die aktuelle Prognose in der Realität bestätigen, heißt das: Die US-Wirtschaft wächst nur ein Zehntel so stark wie sie wachsen sollte.

Und hinzu kommen jetzt noch die schwachen Konjunkturdaten. Hier nur ein Beispiel aus den vergangenen Tagen. So sind die Bauinvestitionen im Dezember 2018 allein im Vergleich zum November 2018 um 0,6% gefallen. Das ist ein klarer Negativtrend.

Kreditkarten-Schulden auf Rekordniveau

Verschärft wird die schon angespannte Lage auch noch durch die weiter ausufernden Schulden. Die einfachste Form der Verschuldung in den USA sind noch immer die Kreditkarten. Mittlerweile gibt es 480 Millionen Kreditkarten in den USA. Das sind noch einmal rund 100 Millionen mehr als zum Beginn der letzten Rezession. Umgerechnet auf die Bevölkerung bedeutet das: Für jeden US-Bürger vom Baby bis zum Greis gibt es aktuell 1,5 Kreditkarten. In der Summe sind die ausstehenden Kredite zum Stichtag Ende 2018 auf die Rekordsumme von 870 Mrd. Dollar angestiegen.

Wenn man jetzt alle Verbraucherschulden in den USA zusammenfasst ergibt sich die unglaubliche Gesamtsumme von 13,5 Billionen Dollar. Gleichzeitig steigen auch die Unternehmensschulden stetig an. Dabei nimmt auch der Anteil der schwach bewerteten Unternehmensschulden weiter massiv zu. Das Volumen der schwach bewertetet BBB-Anleihen, die eine Stufe über dem Ramsch-Niveau angesiedelt sind, ist allein 2018 von 800 Mio. Dollar auf 2,7 Mrd. Dollar angestiegen.

Stellen Sie sich vor: Die Unternehmensschulden in den USA haben sich seit der letzten Finanzkrise mehr als verdoppelt. Genau dieser Faktor macht unser gesamtes Finanzsystem derzeit besonders anfällig für den nächsten Crash. Vor 10 Jahren konnten die Zentralbanken noch stützend eingreifen. Doch mit den jetzt ausufernden Schulden wird es bei der nächsten Krise nicht mehr möglich sein.

Das Kartenhaus wackelt schon und es fehlt nur noch ein Lufthauch, um es tatsächlich zum Einsturz zu bringen. Was dieser Lufthauch sein kann, ist schwer zu sagen. Aber wer seinen Wohlstand auf immer stärker steigenden Schulden aufbaut – sowie es die USA schon lange machen – darf sich nicht wundern, wenn dieses Kartenhaus dann eines Tages einfach einstürzt.

Zollstreit lastet immer heftiger auf chinesischer Wirtschaft

Über viele Jahre hinweg galt ja China, das Riesenreich der Mitte, als DIE Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft. Offiziell vermeldete die Volksrepublik ja immer Wachstumsraten, die für „westliche Verhältnisse“ in der Tat phänomenal hoch ausfielen. Es schien so, als ob nichts den Wachstums-Siegeszug der Chinesen stoppen oder verlangsamen könnte.

Trump macht Druck

Seit dem vergangenen Jahr sieht die Welt aber gänzlich anders aus. Die USA, allen voran Präsident Donald Trump, üben mit ihrer „neuen“ Zollpolitik massiv Druck auf die Chinesen aus. Die zwei größten Wirtschaftsmächte der Welt haben sich mittlerweile gegenseitig mit massiven Zöllen überzogen, was sich schon auch auf die gesamte Weltwirtschaft auswirkt. US-Präsident Donald Trump droht mit weiteren Zöllen, sollten die beiden Nationen sich nicht auf einen Deal einigen. Ob und wann es zu ebensolchem „Deal“ kommt, bleibt indes fraglich und ungewiss. Fakt ist allerdings, dass dieser Streit den chinesischen Wachstumsmotor immer stärker abwürgt.

Exportaufträge auf niedrigstem Stand seit der Finanzkrise

Reuters meldete in der vergangenen Woche, dass die chinesischen Exporteure angesichts des Handelsstreits mit den USA so wenig Aufträge wie seit der Finanzkrise nicht mehr erhielten. Das wies der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI), den das Statistikamt des Reichs der Mitte jüngst veröffentlichte, aus. Der Index sank im Februar auf 49,2 (Januar: 49,5) Punkte und lag damit so niedrig wie zuletzt vor drei Jahren.

Mittlerweile fällt der Index seit Mai 2018 und liegt inzwischen den dritten Monat in Folge unter der Marke von 50 Punkten. Zur Erinnerung, ab 50 Punkten wird Wachstum angezeigt. Der Handelsstreit belastet vor allem die Auslandsnachfrage chinesischer Firmen. So ging der PMI-Subindex für neuen Exportbestellungen auf 45,2 Punkte zurück. Das ist das tiefste Niveau seit zehn Jahren. Noch beachtlicher ist, dass das Teilbarometer für die Beschäftigungssituation auf einen verstärkten Stellenabbau der Industrieunternehmen hinweist. Iris Pang, Ökonomin von der niederländischen Großank ING, machte Reuters zufolge wenig Hoffnung auf ein Ende der Abschwächung Chinas, falls es beim Handelskrieg nicht wirklich zu einem längeren Burgfrieden kommen wird.

Ja, liebe Leser, der chinesische Wachstumsmotor ist ins Stottern geraten. Es gilt eben auch für China, dass die Bäume nicht ständig nur weiter wild in den Himmel wachsen können. Nicht auszuschließen ist in dem Kontext, dass die verlangsamende Wachstumslokomotive China die Weltwirtschaft an den Rand des Entgleisens bringen könnte. Und hier ist es ja gerade das Exportland Deutschland, das darunter besonders stark leiden könnte. Überraschend wäre dies wahrlich nicht.

Export-Crash: US-Strafzölle würden Autoexporte in die USA halbieren

Viele Krisenherde verschärfen sich immer weiter rund um den Globus. Ob Brexit oder drohender Handelskrieg zwischen den USA und der EU. Es ist viel los und ich bin mir sicher, dass wir keine ruhigen Zeiten vor uns haben.

Doch als wirtschaftlich starkes Land mit einer hohen Exportabhängigkeit ist Deutschland ein klares Opfer der kommenden Handelskriege. Ganz besonders stark wäre davon die deutsche Automobilindustrie betroffen. Einer Studie des ifo-Instituts zufolge würden US-Strafzölle von 25 Prozent auf deutsche Autos den Autoexport von Deutschland in die USA nahezu halbieren.

Deutsche Autoexporte wären massiv betroffen

Das würde die deutschen Autoexporte insgesamt um fast acht Prozent reduzieren und einen Verlust bei den Ausfuhren von über 18 Milliarden Euro pro Jahr bedeuten. Hintergrund ist das im letzten Jahr wieder kräftig gestiegene Handelsbilanzdefizit der USA, das ein neues 10-Jahreshoch erreichte. US-Präsident Trump kündigte an, dieses Defizit in jedem Fall reduzieren zu wollen, was nur mit Strafzöllen möglich sein wird.

Ihre Exporte können die USA kaum steigern, weil der Weltmarkt die dafür erforderlichen Warenvolumina gar nicht mehr aufnehmen kann. Wir leben in einer Zeit des Überflusses und gerade viele Waren aus den USA finden auf dem Weltmarkt keinen Platz mehr.

Daran sehen Sie, wie gefährlich die einseitige Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf Exporte ist. Deutschland ist inzwischen das mit Abstand von Exporten abhängigste Industrieland der Welt. Und genau das macht Deutschland auch so abhängig von der Lage der Weltkonjunktur.

Derzeit stehen erst einmal nur US-Strafzölle als mögliche Bedrohung für die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft im Raum. Aber wenn erst einmal eine handfeste neue Finanzkrise zu einem Einbruch bei den weltweiten Exporten führt, dann stehen in Deutschland ganz schnell buchstäblich die Räder still und das Land versinkt in einer Krise ungeahnten Ausmaßes.

Strafzölle besonders gefährlich für Deutschland als Exportnation

Doch genau diese Gefahren der großen Exportabhängigkeit sehen die die allerwenigsten experten. Aber diese Gefahr wird zu massiven Verschiebungen in Deutschland führen und daher ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig mit den Gefahren beschäftigen.

Deshalb ist es für Sie wichtig, sich auf eine ausgewachsene Krise vorzubereiten, welche den ganzen Finanzmarkt, aber vor allem den in Deutschland treffen wird. Eben deshalb rate ich Ihnen zu einer umfassenden Absicherung. Mit Fremdwährungen und Edelmetallen können Sie sich gut gegen den kommenden Sturm wappnen.