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Fällt Japan wieder zurück in die Rezession?

Die Nachrichten, die uns aus der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, aus Japan, vor den Pfingstfeiertagen erreichen, sind alles andere als erfreulich. Die Nachrichtenagenturen vermeldeten nämlich, dass im ersten Quartal 2018 die längste Wachstumsphase der japanischen Wirtschaft ein abruptes Ende fand. Für die meisten – wie immer notorisch optimistisch gestimmten – Analysten kam diese Hiobsbotschaft – wie fast auch immer – völlig überraschend.

Japanisches BIP schrumpft

Fakt ist nämlich, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2018 auf das Jahr hochgerechnet um 0,6 Prozent geschrumpft ist. Das war dreimal so stark wie es die Volkswirte prognostiziert hatten. Damit kam der zuvor ausgerufene Japan-Boom zu einem jähen Ende. Acht Quartale wuchs die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ja zuvor.

Das war die längste Wachstumsphase seit Ende der 1980er Jahre. Und nun waren es schrumpfende Investitionen und Konsumausgaben, die für das Ende des Booms sorgten. Selbst die Exporte konnten diese Schwäche nicht mehr kompensieren. Auch diese fielen deutlich schwächer als prognostiziert aus.

Details offenbaren die aktuelle Schwäche Japans

Interessant ist auch, was hinter den eher schwachen Exporten Japans steckt. Die Ausfuhren stiegen von Januar bis März ja nur noch um 0,6 Prozent. Zum Vergleich, im Winterquartal des Jahres 2017 hatte es noch ein Wachstum von 2,2 Prozent gegeben. In den Berichten der japanischen Regierung ist zu lesen, dass für diese schwache Entwicklung vor allem sinkende Lieferungen von Handyteilen und Fabrikausrüstungen verantwortlich seien. Diese Teile würden hauptsächlich nach China, wo sie für den Export benötigt werden, geliefert. Dieses Geschäft sei jetzt aber gefährdet, wenn die US-Regierung weitere Zölle auf chinesische Exportprodukte verhängen sollte.

Ja, liebe Leser, damit aber nicht genug. Ferner wurde vor Pfingsten bekannt, dass in Japan die offiziell ausgewiesene Inflation deutlich unter dem Zielwert der Notenbank verharrt. Im April dieses Jahrs schwächte sich der Preisauftrieb überraschend stark ab.

Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sei im April nach Angaben der Regierung in Tokio nur um magere 0,7 Prozent gestiegen. Der Anstieg sei damit deutlich schwächer als von den meisten Volkswirten erwartet ausgefallen. Höchst beachtlich ist jedenfalls, dass die Notenbank zusammen mit der japanischen Regierung – Stichwort Abenomics – ja mit aller Macht versucht, die Teuerungsrate anzuheizen.

Das gelang selbst in der aktuellen Boomphase nur schwerlich; die Teuerungsrate ist kaum über die ein Prozent Marke gestiegen. Die offizielle Zielmarke der japanischen Notenbank liegt – wie bei der EZB – bei zwei Prozent. Unter dem Strich bleibt es trotz der extremen Geldpolitik beim schon seit Jahrzehnten anhaltenden deflationären Trend in Japan. Gut möglich, dass die Europäer, insbesondere auch Deutschland, in den kommenden Jahren dem japanischen Muster folgen werden.

Überwachung droht: Autoversicherer wollen auf Autodaten zugreifen

Die Meldungen zu immer neuen Datenschutz-Skandalen reißen nicht ab. Jetzt geht es um Planungen von Autoversicherern – die uns alle als Autofahrer angehen und die uns auch zeigen, zu was die Industrie schon heute fähig ist.

Wie bekannt wurde, hat die Allianz-Versicherung jetzt gefordert, dass Daten, die durch die aktuellen Automodelle an die Hersteller übermittelt werden, nicht allein in deren Händen bleiben sollten. Stattdessen sollen sie bei einem Treuhänder gesammelt werden, um damit auch den Versicherern und anderen Stellen über eine einfache Schnittstelle zur Verfügung zu stehen.

Nach Meinung der Allianz sollten diese Daten dazu verwendet werden, Unfälle aufzuklären. Deshalb würde es keinen Sinn machen, wenn diese Informationen nur im Fahrzeug oder beim Hersteller abrufbar wären. Doch was hier oberflächlich betrachtet sinnvoll erscheint, ist meiner Ansicht nach ein Skandal.

Ständige Vernetzung moderner Autos sorgt für viele Probleme

Das eigentliche Problem liegt darin, dass neue Autos heute ständig mit dem Hersteller vernetzt sind und damit alle möglichen Daten und Bewegungsprofile gesammelt werden, ohne dass der Nutzer dem zugestimmt hätte. Mit diesen Daten lassen sich weitgehende Personenprofile entwickeln. Das wäre ein weiterer Schritt hin zum „gläsernen Bürger“, über den nahezu alles bekannt ist.

Hinzu kommt, dass bei neuen Fahrzeugen nicht nur Daten gesammelt werden, sondern diese Fahrzeuge auch von außen kontrolliert werden können. So ist es möglich, sie aus der Ferne zu deaktivieren oder die Elektronik zu manipulieren, ohne dass der Nutzer darauf Einfluss hätte. In einem Krisenfall könnte damit ein Großteil des neueren Fahrzeugbestandes „auf Knopfdruck“ lahmgelegt werden.

Mit alten Autos bleiben Sie auch im Krisenfall mobil

Da das eigene Auto in einer Krise ein wichtiges Instrument zur Mobilität ist, empfehle ich Ihnen, heute schon auf Autos zu verzichten, die mit dem Hersteller vernetzt sind. Alternative dazu ist ein älterer Zweitwagen ohne kontrollierbare Elektronik – am besten ein Wagen ohne Wegfahrsperre, wie sie seit Mitte der 1990er Jahre Standard wurde.

Solche Fahrzeuge lassen sich nicht von außen manipulieren und sammeln auch keine Daten über Sie, sondern erfüllen ihren einfachen Zweck, Sie von einem Ort zum anderen zu bringen. In einem Krisenfall mit stillgelegten Fahrzeugen kann so ein alter Wagen mit seiner noch vorhandenen Mobilität und den damit verbundenen Möglichkeiten „Gold“ wert sein.

EZB bleibt bei faktischen Nullzinsen – es geht auch gar nicht anders

Während in den USA die Zinsen durch die Notenbank schon angehoben wurden heißt es für die Euro-Zone: Alles beim alten. Die Zinsen in der Eurozone bleiben weiter unverändert. EZB Chef Mario Draghi erklärte zudem, dass die lockere Geldpolitik der europäischen Währungshüter bestimmt bis Ende des Jahres weitergeht.

Es ist aber auch gut möglich, dass erst irgendwann im Jahr 2019 eine Kursänderung bei der EZB, dann eben auch mit Zinsanhebungen, einsetzen wird. Aktuell legen die fast rekordhohen Aktienkurse doch nahe, dass sich die Wirtschaft in der Eurozone auf ein Rekordniveau befinden müsste. Doch dem ist nicht so. Vielmehr wächst mit jedem Tag von annähernd rekordhohen Ständen an den Börsen auch die Gefahr einer massiven Korrektur.

Wird sie morgen oder nächste Woche eintreten? Das kann ich Ihnen nicht genau beantworten. Was ich Ihnen aber sagen kann: Eine solche Diskrepanz zwischen realer wirtschaftliche Lage und der fast schon euphorischen Stimmung an den Finanzmärkten kann nicht ewig so gut gehen.

Vor allen Dingen fehlt in der Eurozone ein wichtiger Faktor, der die EZB antreiben könnte, die Zinsen anzuheben: Die deutlich ansteigende Inflation. Zwar sind die Inflationsraten schon Anfang 2017 einmal deutlich gestiegen. Aber dieser Anstieg war nicht nachhaltig.

Was wir hier gesehen haben im Januar, Februar und März war nur eine Anpassung der Inflationsraten im Vergleich zum Vorjahr. Damals wiederum notierte beispielsweise der Ölpreis rund 40 % unter dem aktuellen Niveau. Da war es nur schwer möglich, mittelfristig eine hohe Inflation zu etablieren. Doch genau das ist das Ziel der europäischen Währungshüter.

Deflation: Die unterschätzte Gefahr

Daher bleibe ich auch bei meiner Einschätzung: Ich sehe eine viel größere deflationäre Gefahr. Doch genau diese Gefahr haben die meisten Experten gar nicht auf dem Radar. Sie müssen dabei wissen: Die Folgen einer massiven Deflation sind sehr viel schlimmer als die Folgen einer Inflation – das vergessen leider viele Beobachter immer wieder.

Ein Hauptmerkmal einer Deflation ist der Mangel an Geld. Genau dieser gefährdet auch die Vermögen der meisten Investoren. Bei der Inflation gibt es zu viel Geld. Daher frage ich Sie: Was ist denn wohl schlimmer – zu viel Geld oder zu wenig Geld? Die Antwort ist klar: Es ist der Geldmangel der zu massiven Verwerfungen führt. Daher kommt auch Ihrer persönlichen Absicherung eine so große Bedeutung zu – wie Sie die am besten aufbauen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

Deutsche Industrie leidet unter rückläufigen Auftragseingängen

Nun spricht es sich auch im breiten „Mainstream“ herum, dass sich in deutschen Landen die konjunkturelle Dynamik merklich abschwächt. Lange hat es gedauert. Immerhin sieht das Gros der Beobachter immer noch einen anhaltenden Aufschwung, wenn auch keinen XXL-Aufschwung mehr.

Auftragsschwund bei der deutschen Industrie

In der vergangenen Woche gab es eine weitere Hiobsbotschaft für die Optimisten unter den Auguren. Selbst die Agentur Reuters merkte an, dass für die ansonsten so erfolgsverwöhnte deutsche Industrie die Luft immer dünner werde. Die deutsche Industrie verbuchte im März wegen der sinkenden Auslandsnachfrage den dritten Monat in Folge weniger Aufträge. Das ist schon ein Wort! Zuletzt gab es eine so lange Flaute im Sommer 2015. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, dass die Bestellungen um 0,9 Prozent geringer als im Vormonat ausfielen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet.

Wachstumszenit überschritten

Interessant waren auch die Kommentare der Volkswirte auf diese negative Überraschung. Für Thomas Gitzel, den Chefvolkswirt der VP Bank, bedeutet der Rückgang jedenfalls eine herbe Schlappe. Wörtlich sagte er laut Reuters: „Das tut schon richtig weh.“ Alexander Krüger, Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, merkte an, dass sich nun bestätigen würde, dass der Wachstumszenit überschritten sei.

Mit Blick auf die Details zum Auftragsschwund fällt auf, dass die Inlandsnachfrage zwar weiter um 1,5 Prozent im März gewachsen sei. Die Aufträge aus dem Ausland, allen voran aus den Ländern der Eurozone, brachen jedoch um 2,6 Prozent ein. Konkret wurden deutlich weniger Investitionsgüter wie Maschinen geordert.

Ja, liebe Leser, auffällig ist ferner, dass weder das Ministerium in Berlin noch die befragten Ökonomen ein abruptes Ende des deutschen Aufschwungs erwarten. Trotz des leichten Dämpfers bei den Aufträgen im ersten Quartal dürfte die Industriekonjunktur aufwärtsgerichtet bleiben, so lautet der offiziell verkündete Tenor des Bundeswirtschaftsministeriums. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die deutsche Politik schlafwandlerisch und gänzlich unvorbereitet in die kommende Krise stolpert.

Wie auch immer, noch ist Zeit, sich optimal und bestmöglich auf die kommende Anpassungskrise vorzubereiten. Noch ist es dafür nicht zu spät. Fraglich ist, ob es noch sinnvoll ist, noch allzu lange dem Treiben zuzuschauen. Nach wie vor gilt die eherne Regel: „if there is panic, panic first.“ Und da fällt es dann auch nicht groß ins Gewicht, wenn man etwas zu früh agiert hat. Lieber zu früh als zu spät…

Bullen feiern die „Rückkehr der Hausse“

„Der Bullenmarkt ist zurück“ – so oder so ähnlich steht es in den aktuellen Schlagzeilen der meisten Börsenmedien. Anscheinend sind die Turbulenzen von Anfang Februar bei den meisten Investoren schon wieder vergessen, ja abgehakt.

Rückkehr der Sorglosigkeit

Naja, im Bärenlager wird ja jetzt schon wieder intensiv über die Rückkehr der Sorglosigkeit diskutiert. Während im Februar der auch als Angstindikator angesehene Volatilitätsindex VIX in der Spitze von unter 10 auf über 50 hochschnellte, scheint er sich nun wieder auf den Weg in Richtung zehn zu machen. Daran sieht man schon sehr deutlich, dass die Investoren aktuell scheinbar wieder völlig angstfrei agieren.

Beliebte Tech-Aktien

Angstfrei agieren heißt jedenfalls, dass die berühmt-berüchtigten hochkapitalisierten US-Tech-Werte wie Amazon oder Netflix derzeit wieder ganz oben auf den Kauflisten der Investoren stehen. Kein Wunder, dass die Amazon-Aktie wieder deutlich über 1.600 US Dollar notiert und Netflix bei knapp 330 US Dollar. Atemberaubend hohe Bewertungen mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von über 200 scheinen die Investoren weder zu interessieren noch abzuschrecken.

Da spielt es auch keine Rolle, dass Amazon oder Netflix keinen müden Cent an Dividende an die Anteilseigner auskehren. Nach wie vor schauen die Bullen nur auf den reinen Aktienkurs und hier lautet wohl immer noch die Devise: „the sky ist the limit“. Irre, aber noch wahr.

Wie lange geht das noch gut?

Damit stellt sich wieder die Frage, wie lange dieser spekulative Irrwitz noch gutgehen kann und wird. Einige Auguren meinen ja, dass die Bullen alles daransetzen werden, diesen Bullenmarkt zum längsten der Geschichte zu machen. Sollte dem der Fall sein, dürften sich die Bären wohl bis Ende August gedulden müssen, ehe sie wieder aus den „Höhlen“ herauskommen sollten.

Ja, liebe Leser, nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass sich die Bären schon relativ rasch wieder zurückmelden werden. Derzeit ist die beste aller Welten an den Aktienmärkten eingepreist. Noch werden von den Investoren wahnwitzig hohe Bewertungen wie auch mannigfaltige Risiken, allen voran geopolitischer Natur, vollends ignoriert.

Es wäre also nicht überraschend, wenn es schon in den nächsten Wochen wieder so turbulent wie Anfang Februar dieses Jahres zugehen wird. Und angesichts der Risiken und der krassen Überbewertung wäre es auch nicht wirklich verwunderlich, wenn der Absturz im Februar insofern nur ein klitzekleiner Vorgeschmack auf den kommenden, unabänderlichen Crash wäre.

Crash-Risiko: Deutsche bei Geldanlage risikoorientiert

Lange Zeit galten die deutschen Anleger als sehr konservativ. Die Sicherheit kam immer an erster Stelle – risikoreiche Anlagen wie Aktien spielten nur eine kleine Rolle. Doch die jahrelangen Zuwächse auch an den Aktienmärkten führen jetzt zu einem Umdenken – mit fatalen Folgen im Falle des Crashs.

Wie jetzt eine Umfrage des Flossbach Research Institute in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK ergab, sind die Deutschen bei der Geldanlage sehr risikoorientiert. Auf die Frage, wie ein Betrag von 100.000 Euro in fünf vorgegebene Anlageprodukte angelegt werden solle, wussten 37 Prozent nicht, was sie tun sollten. 27 Prozent würden in Immobilienfonds, 18 Prozent in Aktienfonds und 12 Prozent in Bundesanleihen investieren.

Bei der Frage, wie sie 10.000 Euro für 10 Jahre anlegen würden, setzen 33 Prozent auf Gold, 29 Prozent würden es auf dem Bankkonto lassen und 15 Prozent in Aktien investieren. Mit dem Wort „Aktie“ verbindet die Mehrheit von 42 Prozent den Begriff „Risiko“ und nur 9 Prozent den Begriff „Gewinn“.

Weder Aktien-noch Immobilienfonds sind empfehlenswert

Mir zeigen diese Ergebnisse, dass die Deutschen die Gefahr einer neuen Finanzkrise durchaus realistisch sehen. Von den vorgegebenen Finanzanlageprodukten wie Immobilienfonds oder Aktienfonds ist auch meiner Meinung nach keines wirklich empfehlenswert. Immobilien stürzen in einer Krise genauso ab wie Aktienfonds, weil die Fondsmanager mit großer Wahrscheinlichkeit nicht richtig auf Krisen reagieren.

Das zeigen etliche Beispiele aus der Vergangenheit. Da haben viele Fondsmanager viel zu spät die eigenen Positionen aufgelöst und sehr große Verluste für die Kunden realisieren müssen. Für mich ist aber klar: Bei der nächsten Finanzkrise wird zuerst der Aktienmarkt betroffen sein. Dramatische Verluste wie beim Platzen der Internetblase im Jahr 2000 werden auf uns zukommen.

Da ist die Investition in Gold oder sogar das Stehenlassen des Betrages auf dem Konto oft noch die bessere Alternative. Die meisten zyklischen Aktien sind heute in der Tat in erster Linie ein Risiko und Gewinne werden gar keine bleiben, wenn erst einmal die nächste Finanzkrise zuschlägt.

Daher kann ich an dieser Stelle nur noch einmal wiederholen: Verteilen Sie Ihr Vermögen auf verschiedene Anlageklassen. Eine breite Streuung verhindert das massive Abrutschen.

Deutsche Einzelhändler melden viertes Umsatzminus in Folge

Noch immer wird ja in fast allen Medien vom anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland fabuliert. Robuste Konjunktur, rosige Zeiten oder gar Hochkonjunktur – mit diesen Stichwörtern sind die Schlagzeilen immer noch gefüllt.

Abschwung im Einzelhandel

Auffällig ist, dass über die aktuell schon wachsende Zahl an schlechten Nachrichten kaum – oder nur am Rande – berichtet wird. Anscheinend soll das Bild vom „heilen Aufschwung“ keinen Schaden nehmen. Wie auch immer, in den Kassen der deutschen Einzelhändler kommt die Hochkonjunktur jedenfalls nicht mehr wirklich an. Die deutschen Händler klagen nun schon den vierten Monat in Folge über ein Umsatzminus.

Das Statistische Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden teilte jedenfalls mit, dass die deutschen Einzelhändler im März diesen Jahres 0,6 Prozent weniger in den Kassen hatten als im Vormonat. Und das auch preisbereinigt (real). Dieses Minus kam auch für die Heerschar der Analysten extrem überraschend daher. Von der Agentur Reuters im Vorfeld befragten Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Blick auf die Details

Spannend fällt insbesondere der Blick auf die Details aus. Nach oben ging es jedenfalls mit den Umsätzen des Lebensmittelhandels. Bei Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren betrug das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahresmonat gut sechs Prozent. Das ist schon ein Wort. Sehr schwach entwickeln sich indes die Umsätze mit Nicht-Lebensmitteln.

Diese entwickelten sich selbst im Vorjahresvergleich mit Minus 1,6 Prozent negativ. Besonders herbe Einbussen verzeichneten dabei die Händler mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf. In dem Segment lag das reale Minus im Vergleich zum März 2018 bei gewaltigen 4,8 Prozent. Auch bei Büchern und Schmuck verbuchten die Händler massive Umsatzrückgänge. Hier lag das Minus real bei 4,2 Prozent.

Ja, liebe Leser, schließlich sei noch erwähnt, dass selbst mit Blick auf den Internethandel die Zuwachsraten sich mehr denn je abschwächen. Hier lag das Plus im Vergleich zum März 2017 bei nur noch mageren 1,7 Prozent. Die Goldgräberzeiten mit prozentual zweistelligen Zuwachsraten sind wohl auch hier vorbei. Unter dem Strich ist schon zu konstatieren, dass die März-Zahlen vom deutschen Einzelhandel sehr schwach ausfielen.

Beunruhigend schwach. In dem Kontext kann von einer Hochkonjunktur nicht mehr die Rede sein. Spannend ist jedenfalls die Frage, wann selbst die Auguren im „mainstream“ eine mögliche Rezession thematisieren werden. Das wird aber wahrscheinlich noch einige Zeit dauern, ehe dies der Fall sein wird…

Deutschlands niedriges Rentenniveau

Nachdem immer wieder behauptet wird, die Deutschen wären „reich“ und müssten deshalb für alle möglichen Probleme wie Eurorettung oder Flüchtlingskrise nahezu alleine einstehen, zeigt sich jetzt immer mehr, dass dem nicht so ist.

Nach einer Studie der EZB, sind die Deutschen, was das Vermögen angeht, sogar das Schlusslicht in Europa.

Im Schnitt haben die anderen Länder doppelt bis dreimal mehr Vermögen als der durchschnittliche Deutsche.

Diese Zahlen werden auch durch neue Studien aus anderen Quellen belegt. Ein Kritikpunkt gegenüber den Erhebungen der EZB war, dass die Altersrenten nicht in das Vermögen einbezogen worden seien.

Doch gerade da ist Deutschland ebenfalls wieder Schlusslicht.

Rentenniveau in Deutschland ist das niedrigste der EU

Beim Vergleich der zu erwartenden Rentenhöhe kommt Deutschland nach Feststellungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gerade einmal auf 58 Prozent des letzten Einkommens.

Der Schnitt auf Ebene aller OECD-Länder liegt jedoch bei 69 Prozent Rente im Vergleich zum letzten Einkommen.

Besonders gut schneiden hier die Italiener mit 75 Prozent, die Spanier mit 84 Prozent und die Griechen mit sogar 110 Prozent Rente verglichen mit dem früheren Einkommen ab.

Ursache dafür ist, dass in den meisten Ländern die letzten 5 bis 10 Jahre vor Renteneintritt, also die Jahre mit den meist besten Verdiensten im Erwerbsleben, als Berechnungsgrundlage für die Rente herangezogen werden.

Ungünstiges Anrechnungsverfahren

In Deutschland ist es dagegen ein Durchschnitt über das ganze Erwerbsleben, was erheblich schlechter für die spätere Rente ist. Noch drastischer wird es, wenn man die für die Rente nötigen Arbeitsjahre sieht.

In Deutschland muss im Schnitt 45 Jahre für die Rente gearbeitet werden, in Frankreich jedoch nur 41 Jahre, in Italien 40 Jahre und in Griechenland sogar nur 35 Jahre.

Hier wird wieder deutlich, wie sehr Erwerbstätige in Deutschland auch bei der Rente benachteiligt sind. Für Sie heißt das, dass Sie keinesfalls auf den Staat vertrauen dürfen.

Staatliches Rentensystem in Deutschland ist nicht vertrauenswürdig

Das staatliche System bei uns mit den höchsten Einkommenssteuern und Sozialabgaben für Angestellte aller Industrieländer ist dafür verantwortlich, dass es zu einem immer schlechter werdenden Verhältnis zwischen der Höhe des letzten Einkommens vor Rentenbeginn und der dann gezahlten Altersrente kommt.

Derzeit ist zudem nicht absehbar, dass sich daran grundlegend etwas ändert. Und das trotz der seit Jahren bekannten kritischen demografischen Situation.

Auch deshalb ist es unumgänglich, Ihr Vermögen vor dem nächsten Crash zu retten.

Nur Ihr eigenes Vermögen wird Sie dabei über Wasser halten, denn auf den Staat oder auch auf staatliche Leistungen wie die Rente wird im nächsten Crash kein Verlass sein.

Besonders wichtig sind hier Ihre Investments in Fremdwährungen und Edelmetalle, da Sie diese anonym erwerben können und der Staat sie in einer Krise nicht konfiszieren kann.

Teuerungsrate fällt im April auf nur noch 1,2 Prozent

Die Angst vor einer bald eintretenden galoppierenden Inflation ist insbesondere in deutschen Landen extrem groß. Unter dem Strich liefert die aktuelle Datenlage nicht wirklich Anlass zur Sorge insofern. Und zwar trotz der extremen Geldpolitik der Euro-Notenbank EZB.

Teuerungsrate rückläufig

Das Statistikamt Eurostat mit Sitz in Luxemburg meldete jüngst nämlich, dass einer ersten Schnellschätzung zufolge die jährliche Inflation im Euroraum im April 2018 auf nur noch 1,2 Prozent fiel. Im März lag diese noch bei 1,3 Prozent. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum erwarten die Statistiker von Eurostat, dass Energie (2,5%, gegenüber 2,0% im März) und Lebensmittel, Alkohol und Tabak (2,5%, gegenüber 2,1% im März) im April die höchste jährliche Teuerungsrate aufweisen; gefolgt von Dienstleistungen (1,0%, gegenüber 1,5% im März) und Industriegütern ohne Energie (0,3%, gegenüber 0,2% im März).

Zwei Prozent Teuerung nicht in Sicht

Unter dem Strich ist also das Ziel der Euro-Notenbank EZB, das ja bekanntlich bei knapp zwei Prozent für die gesamte Eurozone liegt, weit und breit nicht in Sicht. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die EZB über Wertpapierkäufe bereits fast 2,4 Billionen Euro in das Finanzsystem gepumpt. Selbst der mächtige Chefvolkswirt der EZB, Peter Praet, räumte jüngst ein, dass ein großes Ausmaß an geldpolitischem Anschub weiter notwendig sei.

Nur so könne sich angeblich Preisdruck aufbauen, was dann die Inflationsentwicklung mittelfristig unterstütze. Praet mahnte daher zur Geduld. Hintergrund ist ja, dass die EZB weiter den Leitzins bei null Prozent belässt und immer noch jeden Monat Wertpapiere im Volumen von 30 Milliarden Euro kauft; und zwar noch mindestens bis Ende September dieses Jahres. Unklar ist aber, wie es danach weitergeht.

Inflationsprognose weiter unter zwei Prozent

Gut möglich, dass die EZB ihre extreme Geldpolitik samt Kaufprogrammen auch über den September 2018 hinaus weiter aufrechterhalten und verlängern wird. Interessant ist jedenfalls, dass selbst die Brüsseler EU-Kommission in ihren jüngsten Prognosen davon ausgeht, dass die Inflationsrate im laufenden und auch im nächsten Jahre mit 1,5 beziehungsweise 1,6 Prozent deutlich unter dem Ziel der EZB bleiben wird.

Und in der aktuell noch gültigen Prognose der Euro-Notenbank wird für das Jahr 2020 nur mit einem Anstieg der Teuerungsrate auf 1,7 Prozent in der Eurozone gerechnet. Neue Inflations- und Wirtschaftsprognosen der EZB-Volkswirte werden erst zur nächsten Zinssitzung am 14. Juni erwartet.

Ja, liebe Leser, von galoppierender Inflation kann wahrlich keine Rede sein. Im Gegenteil. Die Notenbanker sorgen sich insgeheim wohl immer noch vor den Gefahren einer deflationären Abwärtsspirale. Und damit liegen sie nicht wirklich falsch…

Rente unter Hartz IV-Niveau wird zur Realität für die Masse

Deutschland ist ohne Frage ein reiches Land – aber die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Das gilt nicht nur aktuell – diese Lage wird sich in der Zukunft sogar noch weiter verschärfen.

Wie aktuelle Berechnungen des Fernsehsenders WDR ergeben haben, wird im Jahr 2030 die Hälfte der Rentner ein Rentenniveau unter Hartz IV haben. Schuld daran seien die Rentenreformen in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren unter Bundeskanzler Schröder, welche das Rentenniveau immer mehr abschmelzen und die Bürger dazu zwingen wollten, privat vorzusorgen. Doch diese private Vorsorge mit der sogenannten „Riester-Rente“ (benannt nach dem seinerzeitigen Arbeitsminister Walter Riester) hätte sich laut WDR als Flopp erwiesen.

Altersarmut breitet sich auch – Viele Arbeitnehmer können gar nicht privat vorsorgen

Hinzu komme der steigende Anteil von Arbeitnehmern in prekären Arbeitsverhältnissen, die diesen wegen der geringen Verdienste keine Möglichkeit lassen, für das Alter vorzusorgen. Das entspricht genau meinen Erkenntnissen, dass sich sowohl das Vermögen, als auch das Einkommen auf immer weniger Menschen konzentriert und sich der Mittelstand schlicht auflöst.

Das jedoch bedeutet, dass nicht nur durch die demografische Katastrophe eine völlige Überalterung der Bevölkerung kommen wird, sondern dazu auch noch eine Massenarmut. Daran sehen Sie schon, dass allein deshalb die derzeit an der Aktienbörse herrschende Euphorie überhaupt nicht gerechtfertigt ist.

Wenn sich das Vermögen zunehmend in immer weniger Hände verschiebt, dann hat das sowohl drastische Auswirkungen auf den Konsum, als auch auf das Finanzsystem. Deshalb bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass der heutige Optimismus überhaupt nicht gerechtfertigt ist und uns selbst ohne Finanzcrash unweigerlich ein Desaster droht.

Die Prognosen zur weiteren Entwicklung bei den Rentnern ist da nur ein weiterer kleiner Beleg für den größeren Trend. Als Investor sind Sie daher gefordert etwas zu tun. Das bezieht sich vor allem auf die Absicherung Ihres Vermögens. Hier sollten Sie schnellstmöglich aktiv werden, damit Sie bei dem unweigerlich kommenden Crash gut aufgestellt sind.

Aus diesem Grund ist es für Sie wichtig, dass Sie sich heute schon strategisch auf den unweigerlich kommenden Niedergang des heutigen Finanzsystems vorbereiten. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und vor allem auf Fremdwährungen, Edelmetalle und einige ausgesuchte Aktien setzen, die frühere Krisen gut überstanden haben.