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Wirtschaftsnobelpreisträger warnt vor Kollaps am Aktienmarkt

Der Zenit, der seit dem März des Jahres 2009 vorherrschenden Dauer-Hausse an den Aktienmärkten scheint nun endlich erreicht bzw. überschritten zu sein. Auffällig ist, dass der deutsche Aktienmarkt mit Blick auf den Kursindex ja schon mehr als 20 Prozent verloren hat. Von einem Bullenmarkt kann hier also nicht mehr die Rede sein.

Selbst Standardwerte aus dem deutschen Leitindex sind seit Jahren auf Talfahrt. Allen voran sei da nochmals auf den monumentalen Kurskollaps der größten privaten Bank des Landes, der Deutschen Bank AG, hingewiesen. Hier ging es ja in den letzten Jahren von 90 Euro auf nur noch magere neun Euro bergab. Bitter aber wahr.

US-Aktienmarkt vor Kollaps

In Relation zum deutschen Markt haben sich die US-Aktien noch relativ gut gehalten. Hier stechen als Kurstreiber ja nach wie vor die hochkapitalisierten Tech-Aktien hervor. Wie auch immer, die Euphorie könnte aber auch hier bald vorbei sein. Jüngst wagte sich ein höchst angesehener Nobelpreisträger mit einer historischen Warnung aus der Deckung.

Das kommt ja extrem selten vor und sollte wahrlich sehr ernst genommen werden. Der US-amerikanische Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Shiller warnte nämlich jüngst vor einem massiven Einbruch der Vermögenspreise in den USA. In einem Interview sagte der Experte, dass ein Kollaps jederzeit möglich sei – sowohl an den Aktien – als auch an den Immobilienmärkten. Er betonte in dem Kontext, dass vor allem in den USA die Vermögenspreise auf einem “sehr hohen Niveau” seien.

Protektionismus als Gefahr für die Weltwirtschaft

Eine große Gefahr für die Weltwirtschaft sei der aggressive protektionistische Kurs von US-Präsident Donald Trump, so der Wirtschaftswissenschaftler. Herr Shiller kommentierte auch den Ausgang der jüngsten Kongresswahlen in den USA. Das Ergebnis sei in erster Linie Ausdruck einer unglaublichen Polarisierung des Landes. Es bestehe die Gefahr, dass ein in die Enge getriebener US-Präsident Donald Trump noch impulsiver und aggressiver regieren werde. Das könnte vor allem in Handelsfragen der Fall sein. Hier hätte der Kongress nur noch wenige Möglichkeiten Einfluss zu nehmen.

Ja, liebe Leser, die Warnung von Prof. Shiller hat es wahrlich in sich. Herr Shiller hatte ja bereits das Platzen der Internetblase kurz nach der Jahrtausendwende vorhergesehen und auch den Absturz der Immobilienpreise im Jahr 2007 prophezeit, der die Weltfinanzkrise ausgelöst hatte. Und nun ist er wieder aktiv geworden. Ja, der Megacrash wird kommen. Und mit jedem Tag ohne Kollaps vergrößert sich die Absturzhöhe….

Erneut schwache Daten vom deutschen Einzelhandel

In deutschen Landen läuft die Wirtschaft nicht mehr wirklich rund. Im Gegenteil. Immer öfter erreichen uns schlechte Nachrichten. Auffällig ist immer noch, dass das Gros der „Experten“ sich relativ überrascht von den unerwartet schwach ausfallenden Daten zeigt. Anders formuliert, die Erwartungshaltung ist immer noch relativ hoch. Anpassungen nach unten haben anscheinend bis dato noch nicht stattgefunden.

Größter Umsatzrückgang seit Juni 2013

Derweil ist noch immer von angeblich spendablen Konsumenten die Rede, die die deutsche Binnenkonjunktur stützen würden. So liest es sich zumindest ab und an immer noch. Die harten Fakten belegen aber, dass der Kaufrausch der Verbraucher wohl eher Hoffnung als Realität ist. In der vergangenen Woche meldete die Agentur Reuters, dass der Umsatz der deutschen Einzelhändler im September dieses Jahres so stark wie seit gut fünf Jahren nicht mehr zurückgegangen sei. Seit Juni 2013 gab es keinen so schwachen Monat mehr.

Einmal mehr lagen die Schätzungen der Ökonomen im Vorfeld der Bekanntgabe grob daneben. Laut Reuters hatten diese mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten aber im September 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 2,6 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Auch nominal (also nicht preisbereinigt) wurde mit -0,7 Prozent weniger umgesetzt als im September 2017.

Umsatz mit Bekleidung und Schuhen bricht ein

Mit Blick auf die Details ist festzuhalten, dass es fast in allen Detailhandelssegmenten schlecht lief. So setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im September 2018 preisbereinigt um drei Prozent und nominal 0,8 Prozent weniger um als im September 2017. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 2,9 Prozent und nominal um 0,8 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Destatis meldete weiter, dass der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln im September ebenfalls deutlich zur Schwäche neigt. Hier fiel auf, dass die Umsätze mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren real um 9,6 Prozent und nominal um 9,4 Prozent zurückgingen. Das ist schon gewaltig und wohl zum Teil auch den vorherrschenden spätsommerlichen Temperaturen geschuldet.

Ja, liebe Leser, nichtsdestotrotz kann von einem Boom, einer robusten Handelskonjunktur nicht gesprochen werden. Bleibt am Ende für die Händler nur zu hoffen, dass das wichtige Jahresendgeschäft zumindest etwas besser ausfällt als der September. Dennoch sollte man aber alles andere als überrascht sein, wenn im neuen Jahr eher maue Zahlen über ein doch nicht so wie erwartet starkes Weihnachtsgeschäft veröffentlicht werden sollten.

Schwere Baisse am chinesischen Aktienmarkt

China wird ja immer wieder und oft als die kommende Weltwirtschaftsmacht bezeichnet. Eigentlich, ja eigentlich sollte demzufolge der Aktienmarkt des Reichs der Mitte haussieren. Und das schon seit vielen Jahren angesichts der öffentlich vermeldeten starken Wachstumsraten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Dem ist aber nicht so. Seit Jahren steht es nicht wirklich gut um den chinesischen Aktienmarkt. Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an.

Hoch im Oktober 2007

Fakt ist, dass die chinesischen Aktien, genauer gesagt der Shanghai Composite, bereits vor mehr als elf Jahren, im Oktober 2007 bei einem Stand von fast 6.100 sein Allzeihoch erreichte. Jetzt, im November 2018, dümpelt der Index bei Ständen deutlich unter 2.700 vor sich hin. Anders formuliert, wer vor elf Jahren massiv in chinesische Aktien investierte, klagt über heftige Verluste.

In dem Kontext kann getrost von elf verlorenen Jahren gesprochen werden. Ein Kursrückgang von mehr als 55 Prozent in der Zeit spricht wahrlich für sich. Zugegeben, nach dem Einbruch 2008 auf unter 2.000 ging es bis in den Sommer 2015 hinein zwischenzeitlich wieder stark nach oben. Und zwar auf Stände über 5.000.

Abwärtstrend seit 2015

Seit 2015 geht es aber wieder bergab mit den chinesischen Aktien. Seit dem Zwischenhoch haben sich die Notierungen fast halbiert. Bitter, aber leider wahr. Interessant ist auch, dass diese Tarnkappen-Baisse fast niemand auf der Rechnung hat bzw. medial diskutiert. Spannend wird sein, wie es nun mit den chinesischen Aktien weitergehen wird. Angesichts der bestehenden strukturellen Probleme wie der Überschuldung wäre es nicht überraschend, wenn der chinesische Aktienmarkt auch weiter tendenziell schwach bleiben würde.

Ja, liebe Leser, der Blick auf den Aktienmarkt des Reichs der Mitte belegt eindeutig, dass auch in China  die Bäume nicht ewig in den Himmel wachsen können. Der chinesische Markt hat schon einen Großteil dessen hinter sich gebracht, was insbesondere dem extrem teuren US-Aktienmarkt noch bevorsteht. Anders formuliert, noch immer ist die Absturzgefahr und -höhe der westlichen Aktienmärkte immens hoch.

Und die Wahrscheinlichkeit ist ebenfalls hoch, dass wir in zehn oder elf Jahren vom US-Aktienhoch des Jahres 2018, das seither nie mehr erreicht wurde, berichten werden. Es ist daher ratsam, weiterhin extrem vorsichtig zu agieren und konsequenten Vermögensschutz als oberste Priorität in diesen extrem unsicheren Zeiten anzusehen. Lassen Sie sich bloß nicht negativ von einem allfälligen Kurssturz an den westlichen Aktienmärkten überraschen!

Goldener Konjunkturherbst fällt 2018 aus

“Die weltweiten Unsicherheiten bremsen die deutsche Wirtschaft aus”, das waren die deutlichen Worte, das Fazit des Präsidenten des Ifo-Instituts, Prof. Clemens Fuest, als er den im Oktober stärker als erwartet rückläufigen Geschäftsklima-Index kommentierte.

Der XXL-Aufschwung ist beendet, nun droht eine längere Phase der Schwäche für die deutsche Wirtschaft. Reuters zufolge sieht der Wirtschaftsforscher insbesondere die von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte und den geplanten EU-Austritt Großbritanniens als Stimmungsbremser.

Warnlampen blinken auf

Fakt ist, dass der Ifo-Index im Oktober stärker als von den Experten erwartet von 103,7 auf 102,8 im September gefallen ist. Im Verarbeitenden Gewerbe fiel das Ifo-Stimmungsbarometer im Oktober besonders deutlich. Schlecht lief es hier vor allem in der Automobilbranche. Herr Wohlrabe, Experte vom Ifo-Institut, konstatierte, dass sich in der Autobranche Pessimismus breit machen würde.

Ferner seien die Erwartungen bei den Exporten deutlich gesunken. Kein Wunder also, dass Herr Kipar, Volkswirt von der BayernLB, anmerkt, dass nach den jüngsten Ifo-Daten die konjunkturellen Warnlampen noch einmal heller aufleuchten würden. Die Kombination aus Lage und Erwartungen deute auf eine Abschwächung der konjunkturellen Lage hin. Darüber hinaus betont laut Reuters der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, dass die Wachstumsprognosen für Deutschland und auch für den Euro-Raum womöglich noch weiter nach unten angepasst werden müssten.

Kein goldener Herbst in Sicht

Ja, liebe Leser, ein goldener konjunktureller Herbst ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Im Trommelwirbel der vielen Prognoseanpassungen der letzten Tage ging eine einschneidende Hiobsbotschaft regelrecht unter. Fakt ist, dass Ende des Jahres 2020 die letzte große Computerfabrik in Deutschland seine Pforten für immer schließen wird.

Das Fujitsu-Werk in Augsburg soll geschlossen werden; 1.500 Arbeitsplätze werden hier für immer verschwinden. Anders formuliert, nun zeigen sich auch am Arbeitsmarkt erste starke Gewitterwolken. Und hier stellt sich die Frage, ob die Autobranche in Deutschland auch künftig weiter so viele Menschen beschäftigen kann. Hier sind große Fragezeichen absolut angebracht.

Drastischer formuliert, die große Gefahr besteht, dass es in einigen Jahren heißen wird, dass in Deutschland die letzte große Autofabrik seine Pforten wird für immer schließen müssen. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die deutsche Wirtschaft vor schweren Zeiten steht. Die Bäume werden auf keinen Fall in den Himmel wachsen. Noch mag keiner der Experten von einer Rezession sprechen – aber die Gefahr ist auf jeden Fall vorhanden.

Börsen unter Druck – das ist erst der Anfang

Eins steht für mich fest: Diesen Oktober werden wir so schnell nicht vergessen. Das gilt vor allem für die Entwicklung an den Finanzmärkten. So hat der DAX in diesem Monat knapp 10% an Wert verloren. So etwas haben wir zuletzt zurzeit der Finanzkrise 2008 gesehen.

Und auch an der Wall Street kamen die Kurse deutlich zurück – und das kam tatsächlich sehr überraschend. So erreichten die US-Börsen Anfang des Monats noch neue Rekordkurse. Doch dann setze der Stimmungsumschwung ein. Jetzt haben auch die wichtigen US-Indizes massive Monatsverluste eingefahren wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr.

Fast jeden Tag kamen zuletzt neue Gewinnwarnungen für den deutschen Aktienmarkt. Hinzu kommen die vielen negativen Meldungen aus anderen Bereichen: Zwei Landtagswahlen in Bayern und jetzt in Hessen haben das Fortbestehen der Großen Koalition in Berlin zumindest in Frage gestellt. In den USA hat es allein in den vergangenen Tagen einige schreckliche Attentate gegeben.

Wenn sich jetzt die wirtschaftliche Lage noch verschlechtern sollte, kann es sehr schnell gehen mit einer umfassenden Krise. Dafür ist das Fundament des Finanzsystems einfach zu brüchig. Wir haben in den vergangenen Jahren das Aufkommen von massiven Spekulationsblasen erlebt.

Nahezu alle Anlageklassen haben massiv zugelegt – das birgt enorme gefahren

Und wo früher eben nur einzelne Anlageklassen betroffen waren, da sind es eben in den vergangenen Jahren nahezu alle Anlageklassen gewesen, die massiv an Wert zugelegt haben. Ob Aktien, Immobilien, Kunst, Antiquitäten oder auch Oldtimer. Überall sind die Preise explodiert. Jetzt erleben wir eine erste Korrektur bei den Aktien. Aber Sie können sicher sein, dass dies erst der Anfang ist.

Und gerade die kommenden Tage werden sehr spannend bleiben an den Finanzmärkten – vor allem auch mit Blick in die USA. Dort finden am 6. November die Zwischenwahlen statt. Und oft ist es so, dass der amtierende Präsident hier einen Dämpfer erhält. An sich ist das auch zu erwarten, bei der starken Polarisierung und Teilung der Gesellschaft die Donald Trump zuletzt forciert hat. Aber was ist in diesen Tagen schon normal in den USA?

Gut möglich, dass Trump gerade jetzt mehr Unterstützer an die Urnen bringen kann und die Kandidaten der Republikaner doch stärker als erwartet abschneiden? Wir werden das Ergebnis in wenigen Tagen sehen und ich bin mir sicher, dass diese Wahl auch die Börse direkt beeinflussen wird – in die eine oder andere Richtung.

Auf jeden Fall bleibt es spannend, ob jetzt der November eine Fortsetzung des Abwärtstrends bringen wird – oder wir doch noch die so oft zitierte Jahresendrallye sehen werden. Bei den vielen Risiken halte ich eine Fortsetzung des Abwärtstrends für wahrscheinlicher.

Crash-Gefahr: EU-Kommissar warnt vor frostigen Zeiten

Die Ruhe in der Euro-Zone könnte schon bald vorbei sein. Das zeigt sich auch bei aktuellen Äußerungen von verantwortlichen hochrangigen EU-Beamten. So hat jetzt EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger bei einer Konferenz zum EU-Haushalt vor düsteren Zeiten für die Wirtschaft gewarnt. Nach seinen Worten habe man noch im Sommer angenommen, dass die Zahl der Arbeitsplätze weiter steige und die Aktienbörsen auf hohem Niveau stabil blieben. Doch jetzt zeige sich, dass mit den aktuellen Börsenturbulenzen das „Ende der Party“ gekommen sei.

Seiner Ansicht nach liegen die besten Jahre hinter uns und man sollte sich ab dem Herbst 2018 auf frostige Zeiten einstellen – und das nicht nur wegen des bevorstehenden Winters. Als Gründe nannte er die zunehmende Unsicherheit in den Schwellenländern, den neuen überzogenen Haushalt in Italien und US-Sanktionen gegen den Iran, wodurch die Energiepreise nach oben getrieben würden.

Diesen Warnungen kann ich mich nur anschließen, denn all das sind Faktoren, die unsere gewohnte Stabilität in Europa gefährden können. Doch die Lage ist noch viel schlimmer, denn es geht nicht nur um einzelne Fehlentwicklungen, sondern darum, dass das ganze Finanzsystem auf tönernen Füßen steht. Unser System ist auf immer weiter wachsenden Schulden aufgebaut. Entsprechend steigt jedes Jahr die globale Gesamtverschuldung. Aktuell erreicht sie den Betrag von schwindelerregenden 247 Billionen Dollar.

Schulden explodieren und gefährden die Stabilität – nicht nur in der EU

Ein Vergleich macht diese Entwicklung besonders augenfällig. Und zwar das Wachstum des Anteils der Schulden am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Hat der Anteil am BIP noch im Jahr 2000 bei 230 Prozent gelegen, so sind es heute schon fast 320 Prozent. Mit anderen Worten: Die Schulden sind immer weniger durch eine Steigerung der Wirtschaftsleistung finanzierbar. Wenn jetzt noch im Zuge einer neuen Finanzkrise die Zinsen steigen, wird es eine ungeahnte Pleitewelle bei Staaten, Unternehmen und Privathaushalten geben, die dann eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen wird.

Es ist also keine Frage mehr, ob es so kommen wird, sondern nur noch wann es soweit ist. Dabei zeigt das jetzt von Oettinger benannte „Ende der Party“ ab Herbst 2018 deutlich, dass das ganze spekulative Kartenhaus schon bald zusammenstürzen wird. Für Sie heißt das, dass Sie sich gerade jetzt aktiv weiter absichern sollten. Das tun Sie durch eine breite Streuung Ihres Vermögens zu der auch Fremdwährungen und Edelmetalle gehören.

Wachsende Sorgen um die chinesische Wirtschaft

Schon seit Monaten gibt es ja zwischen den beiden Großmächten China und USA massive Handelsstreitigkeiten. Diese zeigen nun offensichtlich negative Wirkung. Reuters meldete, dass selbst die wachstumsverwöhnte Konjunktur des Reichs der Mitte langsam aber sicher zur Schwäche neigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe von Juli bis September dieses Jahres nur noch um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen können.

Das sei der Agentur zufolge der geringste Zuwachs seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Anfang 2009. Die Verantwortlichen im Reich der Mitte räumen mittlerweile offen ein, dass „von außen kommende Unsicherheiten“ das Wachstum beeinträchtigen würden. Man sei aber zuversichtlich, für das Gesamtjahr 2018 ein BIP-Wachstum in Höhe von 6,5 Prozent erreichen zu können.

Pessimistische Ökonomen

Interessant ist auch, dass Reuters zufolge selbst die eigentlich immer optimistischen Volkswirte mit Blick auf die Entwicklung Chinas zumindest vorsichtiger werden. China werde weiter Gegenwind bekommen, so der Tenor der „Experten“. Zum einen würden die US-Zölle belasten und zum anderen dürfe die schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern nicht unterschätzt werden.

Da ein Ende dieser Belastungen nicht in Sicht sei, werde sich das BIP-Wachstum wohl auch im kommenden Jahr drastisch verlangsamen. Hier erwarten die Volkswirte laut Reuters einen Rückgang auf für chinesische Verhältnisse magere 6 Prozent im Jahr 2019. Schon jetzt gehen die Experten davon aus, dass am Ende die Verantwortlichen, sprich Zentralbank und Regierung in Peking, massiv stützend eingreifen werden.

Schuldenberg nicht zu unterschätzen

Es wird der Regierung in Peking am Ende nichts anderes übrigbleiben, mit allen Mitteln die Konjunktur zu stützen. Fakt ist nämlich, dass das Reich der Mitte einen gigantischen Schuldenberg aufgetürmt hat. In jüngster Vergangenheit sprach die die Ratingagentur S&P Global Ratings von Kreditrisiken von „titanischem Ausmaß“. Das ist schon eine Formulierung, die man in der Schärfe nicht oft liest. Die lokale Regierung im Reich der Mitte allein würden unter einem Schuldenberg von sage und schreibe 5,8 Billionen Dollar leiden. Unglaublich, aber leider wohl wahr.

Ja, liebe Leser, es erhärtet sich der Eindruck, dass auch in China die Bäume nicht in den Himmel wachsen können. Die spannende Frage wird sein, ob die Schuldenberge in der Form bestehen bleiben können. Noch immer unterschätzen die meisten „Experten“ die Gefahr einer massiven Schuldendeflation in China. Wehe, wehe, wenn die chinesische Schuldenblase am Ende dann doch platzen wird…

Italien: Haushaltsärger gefährdet die Euro-Zone

Die nächste Euro-Krise steht vor der Tür. Dieses Mal wird sie nicht in Griechenland starten. Dieses Mal wird sie von Italien aus starten. Aktuell setzt die Regierung in Rom alles daran, die Stabilität der Eurozone infrage zu stellen. Der Ärger um den neuen Haushaltsentwurf ist dabei nur ein weiteres Zeichen für die eurofeindliche Haltung der aktuellen italienischen Regierung.

Und tatsächlich setzt die italienische Regierung darauf, dass sich die EU einmal mehr als zahnloser Tiger zeigen wird. Die massive Kritik der EU an den Haushaltsplänen Italiens mit den stark steigenden Schulden ist eine Sache. Konkrete Sanktionen hat das Land aber so gut wie gar nicht zu befürchten.

Das haben die vergangenen Jahre in der EU immer wieder gezeigt. Etliche Länder haben dort gegen die Maastricht Kriterien bei der Neuaufnahme von Schulden verstoßen. Doch in der Folge gab es keine hohen Strafen gegen diese Länder. Das wäre an sich eine widersinnige Maßnahme gewesen. Länder die sowieso schon massive Schulden aufbauen, dann noch durch Strafzahlungen weiter unter Druck zu setzen.

EU wird Strafen gegen Italien wohl nicht umsetzen können

Doch grundsätzlich hat die EU die Möglichkeit solche Strafen auch tatsächlich umzusetzen. Doch da kommt ein altes Problem zu tragen, was bei der Größe der EU immer wichtigere Bedeutung bekommt. Solche Maßnahmen müssen einstimmig beschlossen werden. Genau dieser Einstimmigkeit ist im Kreis der mittlerweile 28 EU-Staaten kaum noch zu erreichen.

Genau das nutzt die italienische Regierung jetzt ganz klar aus. Das Land steht sowieso schon mit massiven Schulden unter Druck. Die Schuldenquote liegt bei mehr als 130 % und weist damit den zweithöchsten Wert innerhalb der Eurozone auf. Nur Griechenland weist derzeit eine noch höhere Schuldenquote auf.

Und eins muss Ihnen dabei immer bewusst sein: Schon das deutlich kleinere Griechenland hat die EU vor eine massive Bewährungsprobe gestellt und finanziell fast zum Einsturz gebracht. Eine komplette Rettung Italiens ist mit den aktuell vorhanden Hilfsmechanismen nicht mehr möglich. Insofern wird Italiens Zukunft auch über die Zukunft der EU entscheiden.

Genau hier sehe ich auch die große Gefahr für die weitere Entwicklung. Wenn also jetzt die italienische Regierung weiter den Kurs der Konfrontation sucht, steht die Stabilität der EU auf dem Spiel. Das ist sicherlich auch einer der Faktoren, der in diesen Tagen die Kurse an den Börsen weiter nach unten drückt. Immerhin hat der DAX heute im Tagesverlauf ein neues Zweijahrestief erreicht.

Nicht nur an der Wall Street sinken die Kurse

Dieser Oktober hat es in sich. Das gilt vor allen Dingen für die Finanzmärkte. Aufschlussreich ist dabei der Blick an die Wall Street. Wie Sie wissen, ist das die mit Abstand wichtigste Börse der Welt. Und in der vergangenen Woche ging es dort nach unten. Zu Beginn der Woche hatten sich die Kurse etwas beruhigt.

Aber dann setzte sich der Abwärtstrend weiter fort. Der maßgebliche Dow Jones Index hat jetzt schon 1.500 Punkte von seinem Hoch verloren. Noch ist es sicherlich zu früh von einer neuen Finanzkrise zu sprechen. Aber so eine Korrektur war schon lange überfällig. Und zum anderen hat die richtige Korrektur noch gar nicht begonnen.

Dafür gibt es einfach zu viele Belastungsfaktoren für die Finanzmärkte, die jetzt ihre volle Wirkung entfalten. Die aktuelle Entwicklung an den Börsen wird sicherlich auch Auswirkungen auf die Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten haben, die am 6. November stattfinden werden. Einige Beobachter in den USA werten die aktuellen Kursverluste als positiv für die Demokraten. Überhaupt wird es sehr spannend werden, inwieweit Präsident Trump und die Republikaner weiterhin Unterstützung erfahren.

Chinas Börsen unter Druck

Fakt ist aber auch: Die Stimmung an den Börsen wird eben nicht nur in den USA gemacht. Dazu lohnt sich auch ein Blick nach China. Dort ist es mit den Kursen im Oktober schon um 12 % nach unten gegangen. Auf Sicht von 12 Monaten sackte der chinesische Aktienmarkt sogar schon um 26 % ab. Damit befinden sich chinesische Aktien in einem Bärenmarkt.

Das liegt auch in den zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstumsraten der Wirtschaft. Genau hier lohnt es sich tatsächlich genauer hinzuschauen. Sie müssen wissen, dass China mittlerweile ein so wichtiger Standort der Weltwirtschaft ist, dass die Schwächen dort massive Auswirkungen nicht nur auf die USA sondern auch auf unsere Konjunktur haben.

Daher gilt hier ganz klar: Die Schwäche in China hat auf jeden Fall das Potenzial auch bei uns die Kurse nach unten zu drücken. Daher gilt für Sie und Ihre Depots: Halten Sie den Aktienanteil insgesamt gering, denn das Risiko für weiter fallende Kurse bei Aktien ist immens hoch.

Mit einer breiten Streuung des Vermögens bauen Sie hier vor. So sollten eben auch Fremdwährungen oder auch Edelmetalle im Depot sein.

Crash-Gefahr: Zwei Drittel der europäischen Banken immer noch geschwächt

Die Finanzkrise liegt schon wieder 10 Jahre hinter uns – doch die Folgen sind bis heute noch spürbar. Das zeigt immer wieder beim Blick auf den Banken Sektor. Wie eine Studie der weltweit agierenden Beratungsgesellschaft Bain & Company zeigt, sind auch heute noch ganze zwei Drittel der europäischen Banken durch die Finanzkrise 2008 geschwächt. Bei 40 Prozent von ihnen hat die Studie ein schwaches Geschäftsmodell und schwache Bilanzen festgestellt und mehr als 25 Prozent der Institute sind sogar von der Pleite bedroht.

Diese Zahlen sind erst einmal erschreckend – denn ein gesunder Bankensektor ist eine Voraussetzung für eine stabile Wirtschaft. Daran sehen Sie, dass vor allem in Europa ein Großteil der Banken nach wie vor Probleme hat, und dass die Finanzkrise 2008 niemals wirklich gelöst, sondern nur durch die ständige Bereitstellung von Liquidität der Europäischen Zentralbank unter den Teppich gekehrt wurde.

In Italien und Spanien drohen neue Bankenkrisen

Speziell in den schwachen Euro-Staaten wie Italien und Spanien drohen sogar weiter Bankenkrisen. Insbesondere Italien könnte dafür der Auslöser sein, da die Haushaltspolitik der populistischen Regierung eine Abkehr von dem bisher restriktiven Konsolidierungskurs bedeutet. Trotz aller Warnungen der EU und des Internationalen Währungsfonds hat das italienische Parlament dieser Tage den neuen Haushalt verabschiedet, der eine deutliche Ausweitung der Neuverschuldung vorsieht.

Und genau zu diesem Haushalt kommt es jetzt zum Streit mit der EU. Noch ist nicht absehbar, welche Seite sich durchsetzen wird. Klar ist aber: Sollte Italien die Schulden wie jetzt geplant ausweiten, würde das die Stabilität des ganzen Landes gefährden. Schon heute weist Italien eine Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von mehr als 130% auf. Das ist der zweithöchste Wert innerhalb der Euro-Zone. Nur Griechenland hat noch immer höhere Schulden.

Bankenpleiten sind weiter möglich

Sobald es zu einer neuen Finanzkrise kommt, werden diese Probleme erneut hervortreten und es wird zu einer neuen Bankenpleitewelle speziell in Europa kommen. Das wird auch deutsche Banken über die enge Vernetzung des Bankenapparates in Probleme bringen.

Das ist ein Grund dafür, warum ich Ihnen dazu rate, sich nicht nur auf Banken zu verlassen. Setzen Sie deshalb bei Ihren Fremdwährungen auf ein Drittel Bargeld. Daneben sollten Sie auch einen so großen Bargeldvorrat in Euro haben, dass Sie damit im Fall von Bankenschließungen für mindestens zwei Monate die Ausgaben für Ihren derzeitigen Lebensstandard finanzieren können.