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Richtige Prognose: Bitcoin verliert in einem Jahr 80 Prozent an Wert

Vor einem Jahr wurde der Anstieg der Kryptowährung Bitcoin in den Medien gefeiert. Während diese Währung im Dezember 2017 mit fast 20.000 Dollar pro Bitcoin ihren Höhepunkt erreichte, fiel sie kürzlich unter 4.000 Dollar pro Bitcoin. Damit hat der Bitcoin in einem Jahr einen Verlust von etwa 80 Prozent erlitten.

Als vor einem Jahr der Rekordstand markiert wurde, stand die Behauptung im Raum, dass diese Kryptowährung in absehbarer Zeit auf 100.000 Dollar pro Bitcoin steigen werde. Für mich war jedoch dieser Absturz schon damals vorhersehbar, denn ausnahmslos jede exponentielle Entwicklung endet in einem Crash. Und bereits der Anstieg des Bitcoins auf knapp 20.000 Dollar zeigte einen exponentiellen Verlauf.

Schon im Dezember 2017 habe ich vor dem Bitcoin-Crash gewarnt

Deshalb schrieb ich dazu im Dezember 2017 in meinem Info-Dienst „Crash-Investor“:

„Doch zeigt die exponentielle, also immer schnellere Entwicklung nach oben, deutlich, dass es sich dabei keineswegs um ein gesundes Wachstum handelt. Und dass auch beim Bitcoin offensichtlich die Bäume nicht in den Himmel wachsen, zeigen die letzten Tage. …

In der Natur endet jede exponentielle Entwicklung letztlich im Zusammenbruch, da nichts im begrenzten Raum unendlich wachsen kann. Letztlich ist auch das Finanzsystem nur eine Ableitung der Natur und damit gelten auch hier die Naturgesetze. Zwar kann eine Entwicklung für begrenzte Zeit exponentiell nach oben gehen, doch sie kann nicht dauerhaft stabil sein und sie wird an sich selbst zugrunde gehen.

Das gilt für die Aktienmärkte genauso wie für die explodierende Verschuldung oder hier der Kursentwicklung des Bitcoins. Erschwerend kommt in diesem Fall dazu, dass sich die Entwicklung nicht über Jahre oder Jahrzehnte erstreckte, sondern in Wochen oder sogar nur wenigen Tagen erfolgte. Mit einer Wertsteigerung von über 1.800 Prozent alleine in diesem Jahr gilt der Bitcoin jetzt schon als größte Blase der Geschichte und hat damit die Tulpenblase im 17. Jahrhundert in Holland bereits deutlich übertroffen, als am Ende Tulpenzwiebeln mit Gold aufgewogen wurden.“

Wie Sie sehen, habe ich recht behalten. Für Sie ist das ein weiterer Hinweis darauf, keinesfalls in irgendwelche Modeströmungen zu investieren. Sie sollten im Gegenteil gerade dann von solchen Anlageobjekten Abstand nehmen, wenn sie breit beworben werden und sich exponentiell entwickeln. Das endet letztlich meist im Desaster und im Vermögensverlust.

Viele Anlageformen wie Edelmetalle sind heute nicht in Mode. Sie sind aber genau deshalb für Sie von Interesse und werden langfristig eine weitaus höhere Rendite bringen, als irgendwelche hochgejubelten Modeinvestments.

Verbraucher legen mehr Geld für noch schlechtere Zeiten zurück

Der Aufschwung in Europa sei nach wie vor kräftig und intakt. Die politsch und geldpolitisch Verantwortlichen beschwören beinah täglich die Mär der scheinbar heilen Wirtschaftswelt in Europa. Leider, leider kann die harte Realität mit den Sirenengesängen der Verantwortlichen nicht mithalten.

Verbrauchervertrauen in Frankreich bricht massiv ein

Fakt ist, dass in Frankreich schon seit Wochen massive Unruhen vorherrschen. Angesichts der anhaltenden sog. „Gelbwesten-Proteste“ erwägt die französische Regierung sogar, den Ausnahmezustand auszurufen. Kein Wunder also, dass in einem solchen Umfeld nicht wirklich eine gute Verbraucherstimmung aufkommen kann. Reuters meldet, dass das Verbrauchervertrauen in Frankreich kurz vor Beginn der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts so schlecht wie seit über dreieinhalb Jahren nicht mehr sei.

Das Statistikamt Insee teilte mit, dass das Stimmungsbarometer um drei auf nur noch 92 Punkte gefallen sei. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 94 Zähler erwartet. Beachtlich ist auch, dass trotz des angeblichen starken Aufschwungs sich wieder mehr Franzosen vor einer höheren Arbeitslosigkeit sorgen würden. Gleichzeitig wächst die Angst vor künstlich durch den Staat verursachten höheren Energiekosten. Die „Geldwesten-Proteste“ richteten sich ursprünglich vor allem gegen Steuern auf Diesel und Benzin, die die Regierung im vergangenen Jahr eingeführt hatte.

Deutsche Verbraucher werden knausriger

Derweil trübt sich das Konsumklima nicht nur in Frankreich ein. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlichte ja jüngst die monatliche Kosumklima-Studie für Deutschland. Diese fiel für den Monat Dezember unerwartet schlecht aus. Sehr spannend ist auch der Blick auf die Hintergründe des Rückgangs. Die Deutschen seien mit Blick auf die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung pessimistischer geworden. Folglich seien auch die Erwartungen an das eigene Einkommen gefallen. Extrem beachtlich auch, dass die deutschen Verbraucher wieder mehr sparen wollen.

Trotz abgeschaffter Zinsen für Sparguthaben wird jetzt der GfK zufolge wieder mehr Geld für noch schlechtere Zeiten zurückgelegt. Herr Bürkl, Experte bei der GfK, merkte weiter an, dass nach fast zehn Jahren Aufschwung manche den Eindruck haben würden, es werde nie wieder einen Abschwung geben. Mit Blick auf die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei aber fast schon die Saat für einen Abschwung gelegt.

Ja, liebe Leser, die Saat für den neuen Abschwung ist gelegt. Und es wundert nicht, wenn aus dem deutschen Handel schon jetzt erste Berichte über einen schwachen Auftakt des Weihnachtsgeschäfts kommen. Es wäre wahrlich keine Überraschung, wenn Anfang des kommenden Jahres das statistische Bundesamt über ein deutlich unter den Erwartungen gebliebenes Jahresendgeschäft berichten würde.

Wirtschaftsdaten immer schwächer – genauso wie 2008 vor der Finanzkrise

Zu Beginn der neuen Woche feiern die Börsen eine Beruhigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Doch ich bin mir fast sicher: Das ist nur eine sehr kurzfristige Erholung, bis es zu einer erneuten Eskalation zwischen den beiden Ländern kommt.

Die Positionen von US-Präsident Trump sind nun einmal überhaupt nicht kalkulierbar. Daher sollten Sie auch auf ganz andere Dinge schauen – und zwar die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die verschlechtern sich nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch in den USA immer weiter.

Je genauer ich mir die aktuelle Entwicklung anschaue, desto mehr bekomme ich den Eindruck, das alles schon einmal erlebt zu haben – und zwar 2008. Auch damals zeigte sich eine solche Entwicklung wie wir sie in den vergangenen Monaten vor allem in den USA gesehen haben.

Gefährliche Warnsignale aus den USA

So hat es zuletzt deutlich Preisrückgänge bei US-Immobilien gegeben – genau wie 2008. Zusätzlich ist die Zahl der neu als arbeitslos gemeldeten US-Bürger in den vergangenen Wochen klar angestiegen und reicht vor wenigen Tagen den höchsten Stand seit 6 Monaten – genau eine solche Entwicklung gab es 2008 auch.

Und dann haben wir zuletzt noch einen massiven Absturz beim Ölpreis beobachtet, nach dem massiven Anstieg zuvor. Sie ahnen es: Auch das gab es genauso im Jahr 2008 vor dem Ausbruch der Finanzkrise.

Die bisher genannten Daten beziehen sich auf die USA. Doch auch in der Euro-Zone hat sich die Stimmung zuletzt deutlich verschlechtert. So ist das Verbraucher-Vertrauen hier in der Euro-Zone zuletzt 11 Monte in Folge gesunken. Hier spielen die Befürchtungen über ein erneutes Aufkommen der Euro-Krise eine Rolle. Und tatsächlich sind diese Sorgen begründet – denn mit Italien steht jetzt eines der größten Länder der Euro-Zone unter Druck.

Und schon die Krise in Griechenland hat gezeigt, wie massiv dabei die Stabilität der gesamten Euro-Zone gefährdet ist. Insofern ist es eben auch von großer Bedeutung, dass Ihnen die aktuelle Gefahr bewusst ist. Und dann kommt der Absicherung des Vermögens eine wichtige Rolle zu. Sie können davon ausgehen, dass bei der nächsten Euro-Krise zu massiven Abstürzen an den Börsen kommt. Und wenn Sie dann einseitig auf Aktien setzen, ist die Gefahr für das gesamte Vermögen einfach zu groß.

Daher kommt es auf eine breite Streuung an – und wie die im Idealfall aussieht, erkläre ich regelmäßig an dieser Stelle.

Banken-Crash: Deutsche Bank ist eine der systemrelevantesten Banken

Heute steht eine Aktie im Mittelpunkt, die einmal viel Gewicht an der Börse hatte- doch diese Zeiten sind schon lang vorbei. Erst vor wenigen Tagen erreichte die Aktie der Deutschen Bank mit einem Kurs von nur noch gut 8 Euro ein neues Rekordtief. Gemessen an ihrem Allzeit-Hoch bei über 91 Euro bedeutet das einen Wertverlust von 91 Prozent. Die Bank wackelt also immer mehr und ihr eventueller Crash könnte schon bald das weltweite Finanzsystem in den Abgrund ziehen – denn so wichtig ist die größte deutsche Bank dann doch noch.

Einer Veröffentlichung des Finanzstabilitätsrats (FSB) zufolge, gehört die Deutsche Bank neben der Citigroup, der JPMorgan Bank und der HSBC Bank zu den für die weltweite Finanzsicherheit am meisten relevanten Banken. Das bedeutet, dass ein Crash der Deutschen Bank das weltweite Finanzsystem in Turbulenzen stürzen würde.

Der FSB ist eine Institution, die im Auftrag der G-20- Staaten das weltweite Finanzsystem überwacht und Bankenrisiken bewertet. Problematisch ist dabei, dass gerade die Deutsche Bank schon seit einigen Jahren zunehmend in Probleme gerät. Kritisch ist die Deutsche Bank vor allem wegen ihres gewaltigen Volumens an Derivaten, also Finanzprodukten, die meist auf anderen Werten als Aktien basieren. Das Derivatevolumen der Bank beläuft sich auf 48 Billionen Euro. Das ist das 14-fache des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Deutschland.

Das größte Risiko weist das Derivate-Portfolio auf

Derivate sind oft kompliziert verschachtelte Wertpapiere mit häufig hohem spekulativen Charakter. Ändert sich nur ein Parameter – wie beispielsweise das Zinsniveau – unerwartet, dann ziehen solche Derivatspekulationen schnell Forderungsausfälle und Pleiten nach sich, die nicht mehr kontrollierbar sind.

Kommt es zu einer neuen Finanzkrise, dann können diese Derivate sehr schnell weitere Probleme nach sich ziehen und das Finanzsystem als Ganzes kommt in einem Dominoeffekt in Schieflage. Das erinnert an die Pleite der Lehman Bank 2008, welche zur Finanzkrise führte, die beinahe in einer „Kernschmelze“ des Finanzsystems endete. Ursache der Finanzkrise damals waren Kreditverbriefungen von wackeligen Immobilienkrediten.

Von den Banken gehen große Risiken aus

Sie sehen daran, dass die Risiken für das Finanzsystem keineswegs kleiner geworden sind, sondern im Gegenteil immer größer werden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis ein externer Auslöser, wie die Pleite einer Großbank, plötzliche Zinserhöhungen oder unerwartete militärische Konfrontationen zum Zusammenbruch des immer instabileren Kartenhauses führen.

Für Sie heißt das, dass Sie sich keinesfalls an der heutigen Spekulation an der Börse beteiligen, sondern im Gegenteil vermehrt auf die Sicherheit Ihres Vermögens achten sollten.

US-Ökonom warnt: „Nächste Krise wird schlimmer als 2008“

Jetzt wird es langsam ernst – denn die Crashgefahren nehmen immer weiter zu. Und aktuell verdichten sich auch die Vorzeichen, dass die kommende Krise sehr viel schlimmer ausfallen wird als die letzte große Finanzkrise 2008/2009.

Diese Ansicht setzt sich jetzt auch bei immer mehr Experten durch – und hat jetzt auch den Mainstream schon erreicht. So warnt jetzt auch der Ökonom Paul Krugman in den USA, der bislang nicht durch massive Krisenszenarien aufgefallen ist. Seiner Einschätzung nach sind wir vor allen Dingen auf die kommende Krise nur unzureichend vorbereitet.

Krugman warnt: „Die Zinsen sind immer noch nahe der Nulllinie in den USA und vielen Teilen der Welt. Die Finanzpolitik ist zudem nach der letzten Finanzkrise schlecht aufgestellt worden. Ich bin auch nicht wirklich zuversichtlich, dass dies schon bald besser werden könnte. Tatsächlich ist es doch so, dass es gute Gründe gibt, dass es in Zukunft sogar schlimmer werden wird.“

Die Bühne ist berietet für einen historischen Zusammenbruch

Fakt ist: Die Bühne ist bereitet für einen kommenden historischen Zusammenbruch. Wir leben in Zeiten der Alles-Blase. Ob Aktien, Anleihen oder Immobilien – alles ist aktuell deutlich überbewertet. Dabei müssen Sie eins wissen: Allein die Immobilienblase in den USA ist heute deutlich größer als 2008. Doch die reichte damals schon aus, um eine der größten Finanzkrisen der Geschichte auszulösen.

Sehr beunruhigend sind auch die immer weiter steigenden Unternehmensschulden. Stellen Sie sich vor: Seit der letzten Finanzkrise haben sich in den USA die Schulden der Unternehmen mehr als verdoppelt. Wenn nun das Zinsniveau ansteigen sollte – was in der kommenden Krise auf jeden Fall zu erwarten ist – werden viele Firmen mit den bestehenden Schulden Probleme bekommen. Hier lauert eine große Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte.

Zuletzt äußerten sich schon wieder so genannte Börsen-Experten und sagten, mit der Korrektur der vergangenen Wochen an den Börsen wäre das Schlimmste schon überstanden und die Börsen würden 2019 wieder durchstarten und neue Rekordkurse von 14.000 Punkten und mehr im DAX erreichen.

Hier kann ich nur sagen: So etwas sind Wunschträume, die sich aber schon bald in Luft auflösen werden. Die Basis vieler Unternehmen gibt schlicht und einfach keine höheren Kurse her. Die Gewinne werden kaum noch zulegen. Und damit fehlt dann schlicht und einfach die Basis für weiter steigende Kurse.

Eurokrise – IWF warnt vor Folgen der italienischen Finanzkrise

In jüngster Vergangenheit wird wieder ziemlich viel über das große Krisenland im Süden Europas, sprich über Italien berichtet. Zunächst ging es ja neben dem Haushaltsstreit Roms mit Brüssel auch um den EU-Bankenstresstest. Und in dem Kontext wurde bekannt, dass eine Bank aus Italien tatsächlich den Test nicht bestanden hat. Konkret handelt es sich um die Banca Carige, die durchgefallen ist. Das ist wohl die einzige Bank Europas, die als „anfällig“ eingestuft worden ist.

Einzahlung in den Bankenrettungsfonds

Wenig später wurde publik, dass urplötzlich fünf große Banken Italiens einen relativ hohen Betrag in den Bankenrettungsfonds des Landes einzahlen wollen. Es handelt sich insgesamt um 2,75 Milliarden Euro, welche Intesa Sanpaolo, UniCredit, Banco BPM, Ubi Banca und Banca Monte dei Paschi di Siena beisteuern. Damit sollen wohl tendenziell kleinere Banken mit Blick auf mögliche Schieflagen gestützt werden.

Vielleicht ist ja die Banca Carige dann auch mit unter den potentiellen Empfängern. Ausgestanden ist die Bankenkrise Italiens ja wahrlich nicht. Im Gegenteil, der jüngste Kurssturz am italienischen Rentenmarkt wird uns wohl noch länger beschäftigen, zumal die Banken des Krisenlands ja massiv in italienischen Staatspapieren investiert sind. Hier geht es um ein Volumen von um die 375 Milliarden Euro, das – im wahrsten Sinne – im Feuer steht.

Internationaler Währungsfonds (IWF) warnt vor den Folgen der Finanzprobleme

Wenig verwunderlich also, dass nun selbst der IWF vor den Auswirkungen der Finanzprobleme Italiens auf andere europäische Länder warnt. Die Ungewissheit über Italiens Finanzen sei beträchtlich, teilte der IWF in seiner Herbstprognose für Europa mit. Italiens Staatsfinanzen könnten weiter unter Druck geraten und damit andere Staaten anstecken, deren Wirtschaft schwächer und deren haushaltspolitische Handlungsfreiheit begrenzt sei.

Konkrete Länder wurden dabei jedoch noch nicht genannt. Spannend sind da auch die Prognosen des IWF mit Blick auf die Entwicklung der Staatsverschuldung. Der IWF erwartet ein Haushaltsdefizit von 2,9 Prozent für das Jahr 2019 und sage und schreibe 3,1 Prozent im Jahr 2020, falls die Regierung in Rom weiter an den umstrittenen Budgetplänen festhält.

Ja, liebe Leser, die neue Regierung in Rom wird wohl in den kommenden Jahren das drei Prozent Kriterium aus dem Maastricht-Vertrag reißen. Einmal mehr dann eben. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die Eurokrise weder beendet noch gelöst ist. Die Finanzprobleme des großen Krisenlandes Italien sind aber so groß, dass sie selbst im „Mainstream“ nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden können. Gut möglich, dass schon im kommenden Jahr die Eurokrise weiter eskalieren wird…

Bundesbank warnt vor Verwundbarkeit des deutschen Finanzsystems

Noch immer ist die Reputation der Deutschen Bundesbank relativ gut. Sicherlich, der Ruf der Bundesbank war zu D-Mark-Zeiten fast schon legendär. Nichtsdestotrotz finden die Aussagen der Bundesbanker bis zum heutigen Tage international Gehör.

Verwundbarkeit des deutschen Finanzsystems

In der vergangenen Woche veröffentlichte die Bundesbank ihren jüngsten Bericht zur Finanzstabilität in Deutschland. Die Ökonomen der Bundesbank stellen darin fest, dass eine unerwartete starke Eintrübung der wirtschaftlichen Lage diese Verwundbarkeiten offenlegen und Ansteckungseffekte im Finanzsystem einen konjunkturellen Abschwung verstärken könnten. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios habe sich nach Auffassung der Bundesbank erhöht.

Aus Sicht der Bundesbanker seien die Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gestiegen. Die geopolitischen Risiken hätten zugenommen und Handelskonflikte könnten gerade die international verflochtene deutsche Wirtschaft empfindlich treffen. Immer noch unklar sei, wie das Vereinigte Königreich die EU verlassen werde. Sollten diese Abwärtsrisiken eintreten, könnten damit einhergehende negative Auswirkungen durch die bestehenden Verwundbarkeiten im Finanzsystem noch verstärkt werden.

Korrektur bei den Vermögenspreisen

Sehr spannend ist jedenfalls, was die Bundesbanker zu den möglichen Folgen eines scharfen Konjunktureinbruchs schreiben. Ein unerwartet starker Konjunktureinbruch dürfte nach Einschätzung der Bundesbank-Fachleute mit einer erheblichen Korrektur der Vermögenspreise verbunden sein.

Nach Einschätzung der Bundesbank seien die Bewertungen an den Vermögensmärkten weiterhin hoch. Ein starker konjunktureller Abschwung in Deutschland könnte dazu beitragen, dass die Preise für Immobilien, Aktien oder Anleihen fallen. Nach wie vor betonen die Bundesbanker, dass die Preise für Wohnimmobilien in deutschen Städten zwischen 15 und 30 Prozent überbewertet sind.

Ja, liebe Leser, diese Warnung kommt gerade noch zur rechten Zeit. Wir sollten diese sehr, sehr ernst nehmen. Fest steht, dass die Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland extrem groß sind. Gleichzeitig sind aber die Bewertungen für die diversen Vermögenspreise immer noch nicht wirklich an die aktuelle Risikolage angepasst. Anders formuliert: Uns droht eine massive deflationäre Abwärtsspirale und diese könnte über Jahre hinweg anhalten.

Erschwerend hinzu kommt nämlich, dass die deutschen Banken alles andere als unverwundbar sind und kaum auf einen heftigen Abschwung vorbereitet sind. Sehr interessant ist da, dass die Bundesbank davon ausgeht, dass sich zusätzliche Risiken für die Banken in Deutschland vor allem aus einer Überschätzung des Wertes von Sicherheiten für Immobilienkredite ergeben könnten. Es scheint so, als ob die Verantwortlichen in der Finanzwelt die Risiken immer noch massiv unterschätzen – und das kann gefährlich für uns alle werden.

Finanzcrash: EZB-Bankenwächter sehen faule Kredite als größtes Risiko

Die Zeiten der Ruhe in Europa und vielen Teilen der Welt sind vorbei. 10 Jahre nach der globalen Finanzkrise haben sich viele Faktoren verschlechtert. Damit wächst die Gefahr eines erneuten Crashs, der von den Ausmaßen her die globale Finanzkrise noch deutlich in den Schatten stellen wird.

Wie ernst die Lage jetzt schon ist, erkennen auch immer mehr Experten hier in Europa. Dabei ist die Bandbreite der Gefahren jetzt deutlich größer als noch vor einigen Jahren. Nach Auffassung der EZB-Bankenaufsicht sind faule Kredite im Euroraum und geopolitische Risiken die größten Bedrohungen für das Finanzsystem im nächsten Jahr.

Immer noch gibt es im Euroraum faule Kredite in Höhe von 657 Milliarden Euro – davon allein 159 Milliarden Euro in Italien. Also nahezu ein Viertel. Dazu kommen geopolitische Risiken, der Brexit und drohende Handelskriege. Diese Mischung ist tatsächlich wirklich gefährlich und eine solche Häufung von Risikofaktoren hat es schon lange Zeit nicht mehr gegeben.

Aktuell werden die Risiken immer größer

Ich sehe es ähnlich: Die Risiken für eine erneute Finanzkrise werden letztlich nicht kleiner, sondern im Gegenteil, immer größer. Die Finanzkrise von 2008 wurde nie gelöst und die faulen Schulden aus dieser Zeit werden in der nächsten Krise viele Banken endgültig zu Fall bringen. Die Probleme sind letztlich in einem System, das auf immer schneller zunehmender Verschuldung beruht, nicht lösbar.

Daher ist eine neue, noch viel größere Finanzkrise nur die logische Folge. Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie sich jetzt schon aktiv auf diesen unvermeidlichen Crash vorbereiten. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen.

Doch genau hier machen viele Anleger immer wieder einen großen Fehler: Sie verzichten auf die Streuung und setzen nahezu alles auf eine Karte. Das kann nicht gutgehen, wenn es dann zu einem Crash kommt. An sich ist es eine logische Sache, durch die Streuung des Vermögens das Risiko besser zu verteilen.

Sichern Sie sich jetzt schon aktiv vor dem kommenden Crash

Doch gerade die stetig steigenden Börsenkurse in viele Branchen haben etliche Anleger dazu verleitet, große Teile des Vermögens in Aktien zu investieren. Dabei zeigen aktuell auch viele deutsche Substanzwerte große Schwächen. Es bleibt eben dabei: Die Börse ist eben keine Einbahnstraße nach oben. Insofern kommt Ihrer persönlichen Absicherung eine ganz wichtige Rolle zu.

Wirtschaftsnobelpreisträger warnt vor Kollaps am Aktienmarkt

Der Zenit, der seit dem März des Jahres 2009 vorherrschenden Dauer-Hausse an den Aktienmärkten scheint nun endlich erreicht bzw. überschritten zu sein. Auffällig ist, dass der deutsche Aktienmarkt mit Blick auf den Kursindex ja schon mehr als 20 Prozent verloren hat. Von einem Bullenmarkt kann hier also nicht mehr die Rede sein.

Selbst Standardwerte aus dem deutschen Leitindex sind seit Jahren auf Talfahrt. Allen voran sei da nochmals auf den monumentalen Kurskollaps der größten privaten Bank des Landes, der Deutschen Bank AG, hingewiesen. Hier ging es ja in den letzten Jahren von 90 Euro auf nur noch magere neun Euro bergab. Bitter aber wahr.

US-Aktienmarkt vor Kollaps

In Relation zum deutschen Markt haben sich die US-Aktien noch relativ gut gehalten. Hier stechen als Kurstreiber ja nach wie vor die hochkapitalisierten Tech-Aktien hervor. Wie auch immer, die Euphorie könnte aber auch hier bald vorbei sein. Jüngst wagte sich ein höchst angesehener Nobelpreisträger mit einer historischen Warnung aus der Deckung.

Das kommt ja extrem selten vor und sollte wahrlich sehr ernst genommen werden. Der US-amerikanische Ökonomie-Nobelpreisträger Robert Shiller warnte nämlich jüngst vor einem massiven Einbruch der Vermögenspreise in den USA. In einem Interview sagte der Experte, dass ein Kollaps jederzeit möglich sei – sowohl an den Aktien – als auch an den Immobilienmärkten. Er betonte in dem Kontext, dass vor allem in den USA die Vermögenspreise auf einem “sehr hohen Niveau” seien.

Protektionismus als Gefahr für die Weltwirtschaft

Eine große Gefahr für die Weltwirtschaft sei der aggressive protektionistische Kurs von US-Präsident Donald Trump, so der Wirtschaftswissenschaftler. Herr Shiller kommentierte auch den Ausgang der jüngsten Kongresswahlen in den USA. Das Ergebnis sei in erster Linie Ausdruck einer unglaublichen Polarisierung des Landes. Es bestehe die Gefahr, dass ein in die Enge getriebener US-Präsident Donald Trump noch impulsiver und aggressiver regieren werde. Das könnte vor allem in Handelsfragen der Fall sein. Hier hätte der Kongress nur noch wenige Möglichkeiten Einfluss zu nehmen.

Ja, liebe Leser, die Warnung von Prof. Shiller hat es wahrlich in sich. Herr Shiller hatte ja bereits das Platzen der Internetblase kurz nach der Jahrtausendwende vorhergesehen und auch den Absturz der Immobilienpreise im Jahr 2007 prophezeit, der die Weltfinanzkrise ausgelöst hatte. Und nun ist er wieder aktiv geworden. Ja, der Megacrash wird kommen. Und mit jedem Tag ohne Kollaps vergrößert sich die Absturzhöhe….

Erneut schwache Daten vom deutschen Einzelhandel

In deutschen Landen läuft die Wirtschaft nicht mehr wirklich rund. Im Gegenteil. Immer öfter erreichen uns schlechte Nachrichten. Auffällig ist immer noch, dass das Gros der „Experten“ sich relativ überrascht von den unerwartet schwach ausfallenden Daten zeigt. Anders formuliert, die Erwartungshaltung ist immer noch relativ hoch. Anpassungen nach unten haben anscheinend bis dato noch nicht stattgefunden.

Größter Umsatzrückgang seit Juni 2013

Derweil ist noch immer von angeblich spendablen Konsumenten die Rede, die die deutsche Binnenkonjunktur stützen würden. So liest es sich zumindest ab und an immer noch. Die harten Fakten belegen aber, dass der Kaufrausch der Verbraucher wohl eher Hoffnung als Realität ist. In der vergangenen Woche meldete die Agentur Reuters, dass der Umsatz der deutschen Einzelhändler im September dieses Jahres so stark wie seit gut fünf Jahren nicht mehr zurückgegangen sei. Seit Juni 2013 gab es keinen so schwachen Monat mehr.

Einmal mehr lagen die Schätzungen der Ökonomen im Vorfeld der Bekanntgabe grob daneben. Laut Reuters hatten diese mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten aber im September 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 2,6 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Auch nominal (also nicht preisbereinigt) wurde mit -0,7 Prozent weniger umgesetzt als im September 2017.

Umsatz mit Bekleidung und Schuhen bricht ein

Mit Blick auf die Details ist festzuhalten, dass es fast in allen Detailhandelssegmenten schlecht lief. So setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im September 2018 preisbereinigt um drei Prozent und nominal 0,8 Prozent weniger um als im September 2017. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 2,9 Prozent und nominal um 0,8 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Destatis meldete weiter, dass der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln im September ebenfalls deutlich zur Schwäche neigt. Hier fiel auf, dass die Umsätze mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren real um 9,6 Prozent und nominal um 9,4 Prozent zurückgingen. Das ist schon gewaltig und wohl zum Teil auch den vorherrschenden spätsommerlichen Temperaturen geschuldet.

Ja, liebe Leser, nichtsdestotrotz kann von einem Boom, einer robusten Handelskonjunktur nicht gesprochen werden. Bleibt am Ende für die Händler nur zu hoffen, dass das wichtige Jahresendgeschäft zumindest etwas besser ausfällt als der September. Dennoch sollte man aber alles andere als überrascht sein, wenn im neuen Jahr eher maue Zahlen über ein doch nicht so wie erwartet starkes Weihnachtsgeschäft veröffentlicht werden sollten.