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Crash-Gefahr: Ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland

Die Vermögensverteilung in unserem Land läuft immer mehr aus dem Ruder – mit massiven Folgen für uns alle. Wie eine neue Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben hat, besaßen im untersuchten Jahr 2014 die reichsten 45 Haushalte in Deutschland 214 Milliarden Euro Vermögen. Das ist genauso viel wie die ärmere Bevölkerungshälfte im Land zusammen besitzt. Dabei wurden erstmals die vorliegenden Daten über die Vermögensverteilung durch weitere Angaben aus Ranglisten der reichsten Personen ergänzt.

Generell ist es schwierig, die Vermögen von Superreichen zu schätzen, da diese naturgemäß darüber keine Auskunft geben und oft erhebliche Teile des Vermögens im Ausland oder in Steueroasen verstecken. Die neue Studie dürfte dabei nur die „Spitze des Eisberges“ erfasst haben und die Vermögensverteilung in Deutschland in Wirklichkeit noch erheblich ungerechter ausfallen, als das bisher schon vermutet wurde.

Gerechte Vermögensverteilung sichert gesellschaftliche Stabilität

Dabei ist eine gerechte Vermögensverteilung extrem wichtig für die Stabilität von Gesellschaften. Das zeigt Ihnen auch der Blick zurück in die Geschichte: Für Sie ist das wichtig, weil die Konzentration von Vermögen in immer weniger Händen ein deutliches Indiz dafür ist, dass das System bald kollabieren wird. Vor allen großen Crashs – wie der Weltwirtschaftskrise von 1930 oder dem Gründerkrach von 1873 – erreichte die Vermögenskonzentration jeweils ein Maximum. Der Mittelstand löste sich, ähnlich wie heute, immer mehr auf und die Masse der Menschen verarmte.

In solchen Phasen haben sich massive gesellschaftliche Veränderungen vollzogen. Genau das erwarte ich auch jetzt wieder. Dabei gerät das Vermögen von vielen Bürgern in Gefahr – vor allem denen, die sich heute noch in Sicherheit wiegen.

Die drastische Vermögenskonzentration in Deutschland ist ein weiteres Indiz dafür, dass es bald zu einem Crash kommen wird. Dann werden wir eine neue Finanzkrise erleben, allerdings diesmal völlig unkontrollierbar und erheblich schärfer als die hinter uns liegenden. Deshalb sollten Sie sich gerade jetzt richtig aufstellen und Ihr Vermögen aktiv vor dem unweigerlich kommenden Zusammenbruch schützen.

Das tun Sie durch eine breite Streuung und vor allem auch mit Fremdwährungen und ausgesuchten Edelmetallen. Achten Sie dabei aber auch auf eine ausgewogene Gewichtung. Nur wenn Sie Ihr Vermögen in verschiedene Anlageklassen streuen, verringern Sie das Risiko bei einer kommenden Krise.

Eurokrise: Griechen verlieren mehr als ein Drittel ihrer Vermögen

Die Wirtschaft in Europa befindet sich in einem breiten und robusten Aufschwung. Und selbst Krisenländer im Süden des Kontinents würden sich momentan erholen und aus der Krise herauswachsen. So oder so ähnlich wird es massenmedial beinahe täglich verbreitet. Es ist schon wahrlich brisant, ja eigentlich skandalös, dass über die Spätfolgen der extremen Krise in Griechenland nichts bzw. bestenfalls kaum was berichtet wird.

Griechischer Fiskus mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

Neulich war eine Meldung zu lesen, die wahrlich unfassbar ist. Fakt ist demnach, dass der griechische Staat, genauer gesagt die Finanzverwaltung der Hellenischen Republik gegen mehr als eine Million Bürger des Krisenlandes mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wegen unbeglichenen Verbindlichkeiten vorgeht. Dabei handelt es sich um einen neuen Rekordstand. 2016 ging der griechische Fiskus „nur“ gegen knapp 840.000 Bürger des Landes mit Zwangsmaßnahmen vor; ein Jahr zuvor, sprich 2015, waren es fast 700.000 Personen.

Das sind schon Dimensionen, die wohl historisch einmal sind. Wir reden hier über gut neun Prozent der griechischen Bevölkerung, gegen die der Staat mit aller fiskalischen Härte vorgeht. Wahnsinn! Wenn man diese Zahlen auf Deutschland projizieren würde, hieße das, dass die deutschen Finanzbehörden gegen gut 7,5 Millionen Bürger mit diversen Vollstreckungsmaßnahmen vorgehen würden. Das sind schon Zustände, die nur im Zusammenhang mit einer extremen Krise auftreten können. Und extrem war bzw. ist die Krise für die Bürger in Griechenland immer noch.

Ja, liebe Leser, die Krise und deren Folgen für die Bürger sind historisch einmalig. Extrem hart, extrem bitter. Jüngst veröffentlichte die Marktforschungsgesellschaft New World Wealth in Zusammenarbeit mit Visual Capitalist einen Bericht, in dem das Ausmaß der deflationären Wirtschaftskrise Griechenlands beziffert wurde. Und das ist mehr als nur beachtlich. Fakt ist demnach, dass die Griechen in den letzten zehn Jahren mehr als ein Drittel ihrer Privatvermögen verloren haben. Dem Bericht zufolge sollen es exakt 37 Prozent gewesen sein.

Im übrigen sind Venezuela und Griechenland die beiden Länder, die innerhalb des letzten Jahrzehnts den größten Verlust privaten Reichtums auf der Welt erlitten haben. Die Menschen in Venezuela haben fast die Hälfte ihrer Vermögen verloren.

Diese Zahlen zeigen ganz klar, dass die Krise alles andere als ausgestanden, geschweige denn überwunden ist. Es wird Jahre, ja Jahrzehnte dauern, bis sich die Griechen wieder halbwegs erholen können. Wenn überhaupt. Und es wird noch sehr, sehr lange dauern, ehe wir das wahre Ende der Krise in Europa ausrufen können. Lassen Sie sich nicht von den Aufschwung-Parolen einschläfern!

Eurokrise – EZB bleibt bis auf weiteres im Krisenmodus

Die Notenbanker in Frankfurt freuen sich über einen breit angelegten Aufschwung in der über viele Jahre hinweg krisengeplagten Eurozone. Das ist der Grundtenor, der in diesen Februar-Tagen durch die Finanzmedien geistert. Der Aufschwung werde weitergehen, selbst die Turbulenzen an den Aktienmärkten könnten der Erholung nichts anhaben. Naja, offen gestanden ist das wohl eher Wunschdenken und berühmt-berüchtigtes Pfeifen im Walde.

EZB bleibt im Krisenmodus

Fakt ist jedenfalls, dass die EZB bis auf weiteres voll im Mega-Krisenmodus bleibt. Nach wie vor liegt der Einlagenzins ja bei Minus 0,4 Prozent. Die großangelegten Anleihenkäufe gehen ja noch bis mindestens bis zum Herbst diesen Jahres weiter. Und Herr Draghi sagt ja bei seinen Pressekonferenzen immer wieder, dass diese Käufe noch bis ad infinitum verlängert werden könnten, wenn die Kriterien für einen nachhaltigen Anstieg der Teuerung in der Eurozone nicht erfüllt werden.

Der Chefvolkswirt der EZB, Herr Praet, bestätigte dies erst in der vergangenen Woche und betonte, dass die EZB erst dann ihre Anleihenkäufe beenden werde, wenn die Inflation stärker anzieht. Wörtlich sagte er laut Reuters in Frankfurt am Main: „Wir benötigen Geduld, denn es braucht Zeit, bis sich Preisdruck aufbaut”. Im selben Atemzug stellte er klar, dass der von der EZB gewünschte Preisdruck aktuell noch nicht existieren würde.

Gigantisches Anleihenkaufprogramm

Zur Erinnerung sei hier angemerkt, dass die EZB, genauer gesagt die Notenbanken des Eurosystems, ja seit März 2015 ein historisch einmaliges Kaufprogramm für Anleihen betreiben. Wir reden hier über ein Volumen von gewaltigen 2,55 Billionen Euro. Und wir haben hier schon erwähnt, dass die selbst ernannten Währungshüter auch Anleihen von angeschlagenen Unternehmen kaufen.

Das Beispiel des deutsch-südafrikanischen Möbelkonzerns Steinhoff läßt grüßen. Wahnsinn, aber leider traurige Wahrheit. Das alles geschieht, weil die EZB mit aller Gewalt die offiziell ausgewiesene Inflationsrate für die Eurozone bei knapp zwei Prozent haben will. Aktuell liegt diese immer noch bei nur 1,3 Prozent.

Ja, liebe Leser, der ganze „Stimulus-Zirkus“ findet ja in einer Zeit statt, die von einer angeblich robusten Erholung geprägt ist. Da fragt sich der geneigte Beobachter, was die Notenbanker machen werden, wenn im Geleitzug der Turbulenzen an den Finanzmärkten eine handfeste Weltrezession entsteht.

Höchst beachtlich ist insofern, was jüngst EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau in dem Kontext anmerkte. Er sagte, dass das Risiko bestehen würde, dass die Geldpolitik mit der nächsten Rezession im Euroraum überfordert sei. Naja, die Notenbanker sind ja schon jetzt – in der angeblich besten aller Welten – hoffnungslos überfordert, oder?

Der US-Aktienmarkt ist immer noch irrational überbewertet

Der 5. Februar des Jahres 2018 wird sicherlich in die Börsengeschichte eingehen. Der viel beachtete Dow Jones Index rauschte binnen 15 Minuten um 800 Punkte in die Tiefe. Unglaublich, aber wahr. In der Spitze büßte das Leitbarometer knapp 1.600 Punkte ein. Dabei handelte es sich um den größten Punktverlust in der über 130-jährigen Geschichte des altehrwürdigen Kursbarometers.

Am Ende des Handelstages ging der Dow dann mit einem Verlust von sage und schreibe 1.175 Zählern bzw. 4,6 Prozent aus dem Handel. Das ist schon gewaltig, wenn man bedenkt, dass der Index ja schon am Freitag zuvor 666 Punkte Federn lassen musste. In den ersten drei Handelstagen des Monats Februar beläuft sich der Verlust an reiner Marktkapitalisierung damit auf mehr als eine Billion Dollar. Das ist schon eine gewaltige Summe!

Volatilität schnellt nach oben

Höchst beachtlich auch, dass an jenem Crash-Montag die Volatilität, gemessen am VIX, in den USA um gut 155 Prozent hochschoss. In der Spitze wurde bei diesem Index ein Wert von fast 39 erreicht. Sie erinnern sich, dass wir ja im Dezember 2017 zeitweise bei diesem Index, der auch gern als Panikindex bezeichnet wird, ein Niveau von teilweise unter zehn hatten.

Viele professionelle Investoren und Hedge-Fonds wetteten ja auf einen Verfall der Volatilität. Und diese Wetten gingen just an jenem Montag schief. Schon jetzt ist zu lesen, dass einige Hedge-Fonds wohl aufgrund gigantischer Verluste wegen dieser fehlgeschlagenen Wette aufgeben müssen und liquidiert werden. Diese im ganzen Ausmaß noch nicht bezifferbaren Verluste sollten auch keinesfalls unterschätzt werden.

Aktienmarkt bleibt überbewertet

Nichtsdestotrotz wurde in den Tagen nach dem Flash-Crash schon von Seiten der Bullen wieder zum Einstieg getrommelt. Jetzt sei es an der Zeit, wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen. Da kann und muss man nur vehement widersprechen. Fakt ist nämlich, dass trotz des aktuellen Rücksetzers insbesondere der US-Aktienmarkt alles andere als ein Schnäppchen ist. Im Gegenteil.

Jüngst war es Nobelpreisträger Prof. Robert Shiller höchstpersönlich, der anmerkte, dass der US-Aktienmarkt im Vergleich zu 26 von ihm bewerteten Aktienmärkten anderer Länder am teuersten sei. Nur 1999 war der US-Aktienmarkt gemäß dem Shiller-KGV höher bewertet als aktuell. Selbst vor der deflationären Depression der 1930er-Jahre war der Markt nicht so teuer wie aktuell.

Ja, liebe Leser, das Chance-Risiko-Verhältnis spricht derzeit alles andere als für ein Engagement am Aktienmarkt. Ganz im Gegenteil. Lassen Sie sich bloß nicht zur vermeintlichen Schnäppchenjagd verführen!

Crash-Gefahr: Der deutsche Aufschwung hängt einseitig am Exportüberschuss

Deutschland ist eine Exportnation. Das ist aber auch eine große Gefahr – die von vielen Experten völlig unterschätzt wird. Lesen Sie heute, warum gerade die große Abhängigkeit von Exporten in Deutschland schon bald zu einem bösen Erwachsen führen könnte.

Und eins ist dabei für mich sicher: Dieses Szenario hat die Masse der Experten nicht auf dem Radar. Das macht die Gefahr noch größer, denn so kann es kaum einen wirksamen Schutz vor den möglichen Gefahren geben.

Vor allem das Ausland reagiert immer wieder kritisch, wenn es um das Thema Deutsche Exporte geht. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde jetzt erneut der einseitige Exportüberschuss Deutschlands kritisiert. Schon letztes Jahr bezeichnete der US-Präsident Donald Trump diesen als „sehr böse“. Hintergrund ist, dass der Exportüberschuss bei uns ein Handelsbilanzdefizit in anderen Ländern bewirkt und diese dadurch immer mehr in die Schuldenfalle geraten.

Deutscher Handelsüberschuss liegt schon bei 8% der Wirtschaftsleistung

Mit acht Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) bzw. über 250 Milliarden Euro im Jahr haben wir inzwischen den weltweit größten Handelsbilanzüberschuss aller Länder. Schon im Jahr 2011 hat die EU sechs Prozent vom BIP als absolutes Maximum für einen Exportüberschuss genannt. Selbst das Exportland China hat nur einen Exportüberschuss von zwei Prozent.

Das zeigt, dass der aktuelle Aufschwung in Deutschland einseitig am Export hängt. Doch damit verbunden ist auch eine enorme Gefahr für Deutschland. Bricht der Export zusammen, weil die Weltkonjunktur sich abkühlt, dann geraten wir sofort in eine schwere Krise. Noch schlimmer wird es, wenn die Verbindlichkeiten des Auslandes, die durch diesen enormen Handelsbilanzüberschuss entstanden sind, teilweise oder sogar ganz ausfallen.

Alleine seit der Euroeinführung 2002, haben sich hier über 2,4 Billionen Euro Auslandsverbindlichkeiten angesammelt. Bei Ausfall dieser Forderungen drohen eine große Pleitewelle exportabhängiger Unternehmen in Deutschland und eine dramatische Wirtschaftskrise.

Für Sie heißt das, dass Sie auf keinen Fall auf Kapitalanlagen bei exportorientierten Unternehmen setzen sollten. Dieser Aufschwung stellt ein Strohfeuer dar, der in einen Crash münden wird. Meiden Sie deshalb strikt Aktien von Unternehmen, die vom Export abhängig sind, wie z. B. die der Automobilindustrie. Setzen Sie ausschließlich auf Unternehmen, die Produkte herstellen, die auch in einer Krise noch benötigt werden.

Überraschend schlechte Entwicklung der deutschen Einzelhandelsumsätze

Der Einzelhandel gehe mit Rückenwind in das so wichtige Weihnachtsgeschäft. Fast 90 Prozent der Detailhändler rechnen mit besseren oder zumindest gleichbleibenden Umsatzerlösen. Das war der Grundtenor Ende 2017 mit Blick auf die Erwartungshaltung für das Weihnachtsgeschäft. Oft war damals auch zu lesen, dass das Weihnachtsgeschäft 2017 so gut wie noch nie ausfallen werde. Umsatzsteigerungen von drei Prozent und mehr wurden in den Raum gestellt bzw. zumindest für möglich gehalten. Ja, das war die große Hoffnung.

Enttäuschende Zahlen für den Dezember 2017

Ende Januar 2018 war es dann soweit. Das statistische Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden gab die amtlichen Fakten zu den Einzelhandelsumsätzen im Monat Dezember 2017 bekannt. Und selbst eher skeptische Zeitgenossen waren überrascht. Und zwar negativ. Fakt ist laut der ersten Veröffentlichung nämlich, dass die preisbereinigten Umsätze gegenüber dem Vormonat, sprich dem November 2017, saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent rückläufig waren.

Gegenüber dem Vorjahresmonat, sprich dem Dezember 2016, verringerten sich die realen Umsätze im Dezember 2017 ebenfalls um 1,9 Prozent. Das ist schon ein Wort angesichts der hohen Erwartungen, die keinesfalls erfüllt werden konnten. Zugegeben, im Dezember 2017 hatten die Geschäfte nur an 24 Verkaufstagen offen; im Dezember 2016 gab es 26 Verkaufstage, also zwei Tage mehr.

Deutlich schlechter als erwartet

Das war aber schon in den Schätzungen so bekannt und folglich wurde aufgrund der geringeren Zahl an Verkaufstagen im Konsens für den Dezember ein Umsatzminus von 0,5 Prozent erwartet. Unter dem Strich fiel das Minus mit 1,9 Prozent aber fast viermal so hoch aus wie die Volkswirte erwarteten. Extrem spannend ist dabei auch der Blick auf den in deutschen Landen ja schon seit Jahren boomenden Online-Handel.

Hier sei nur beiläufig erwähnt, dass der Internethandel ja nicht auf gesetzliche Öffnungszeiten, sprich auf die Zahl der Verkaufstage, angewiesen ist. Die Verbraucher konnten ja im Dezember 2017 wie im Dezember 2016 an 31 Tagen rund um die Uhr ihre Bestellungen vornehmen. Und selbst im Online-Handel konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Am Ende verbuchten die Internethändler ein Umsatzminus von sage und schreibe 0,7 Prozent.

Ja, liebe Leser, selbst der boomende Internethandel musste im Dezember 2017 einen herben Umsatzeinbruch in Deutschland hinnehmen. Das ist schon bezeichnend und alarmierend zugleich. Alle Welt spricht ja immer noch vom deutschen Wirtschaftswunder 2.0. Wohl gemerkt noch. Es wäre nicht überraschend, wenn demnächst wieder von Deutschland als „krankem Mann“ im Herzen von Europa die Rede ist.

Notenbank-Legende Alan Greenspan warnt vor zwei Blasen

Erinnern Sie sich noch an das „geflügelte Wort“ des „Magiers der Märkte“? Die älteren unter den Lesern werden sich sicher noch an die Wortschöpfung „irrationaler Überschwang“ von Alan Greenspan erinnern. Das war just zum Höhepunkt der Internetblase Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Greenspan warnt vor Blasen

Herr Greenspan war ja vom August 1987 bis Januar 2006 Vorsitzender der US-Notenbank. Seit dem Jahr 2008 berät er im Hintergrund den Hedge-Fonds des Starinvestors John Paulson. Und just jetzt ist es Greenspan höchstpersönlich, der einen Blasenalarm ausrief. In einem Interview mit dem Finanzsender Bloomberg brachte der einst mächtigste Notenbanker es auf den Punkt:

„Es gibt zwei Blasen. Wir haben eine Aktienmarkt- und Rentenmarktblase.“

Das sollte einen schon hellhörig stimmen, wenn niemand anders als der Magier der Märkte, Alan Greenspan, gleich vor zwei Blasen warnt. Bisher hat er sich ja immer nur relativ skeptisch zur Entwicklung am Bondmarkt geäußert. Erstaunlich ist da schon, dass er nach dem fulminanten Anstieg seit der Trump-Wahl nun auch den US-Aktienmarkt in einer Blase sieht.

Ja, liebe Leser, zweifelsohne ist der US-Aktienmarkt seit der Wahl von Donald Trump zum 51. Präsidenten um fast 50 Prozent gestiegen. Das ist schon extrem gewesen. Interessant ist, dass Herr Trump im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos den Anstieg als seinen Erfolg feierte.

Im Gespräch mit dem Chef des Weltwirtschaftsforums, Dr. Schwab, sagte der US-Präsident, dass es ihm zu verdanken sei, dass der US-Aktienmarkt seit dem Herbst 2016 so haussiert. Er merkte in dem Kontext weiter an, dass die US-Indizes um fünfzig Prozent gefallen wären, wenn nicht er, sondern Hillary Clinton zur US-Präsidentin gewählt worden wäre.

Zweifelsohne ist der Begriff „irrationaler Überschwang“ auch jetzt auf die aktuelle Lage am US-Aktienmarkt angebracht. Und schon jetzt zeichnet sich ab, dass etwas Luft aus der Blase entschwindet. In der vergangenen Handelswoche verbuchten sowohl der Dow Jones wie auch der S&P 500 den größten Verlust auf Wochenbasis seit dem Jahr 2016. Immerhin ging es bei den Indizes um die vier Prozent nach unten.

Erwähnenswert ist da auch, dass der Dow Jones allein am Freitag mit einem Tagesminus von 666 Zählern bzw. 2,5 Prozent ins Wochenende ging. Gestern folgte dann mit über 1.400 Punkten der größte Tagesverlust aller Zeiten – gemessen an den Punkten. Aber, bis jetzt ist noch nicht wirklich viel passiert. Es ist noch reichlich Luft in der Blase!

Dem Aktienmarkt geht die Puste aus….

Plötzlich ging es rasend schnell. Noch am 23.1.2018 notierte das deutsche Leitbarometer bei fast 13.600. Am 2.2.2018 standen nachbörslich nur noch 12.695 Zähler auf der Tafel. Rumms. Binnen weniger Handelstage verlor der Index gut 900 Zähler bzw. fast sieben Prozent an Wert. Das ist schon ein Wort. Die schönen Januar-Gewinne haben sich damit in Luft aufgelöst. So schnell kann es gehen.

Dauermalaise der Versorger im Fokus

Und einmal mehr waren es die Versorger, die auf der Verliererliste ganz oben standen. Schon seit Jahren bescheren diese Aktien ihren Anteilseignern ja nur eines: herbe Verluste nämlich. So brach die RWE-Stammaktie am 2.2.2018 auf nur noch gut 15,5 Euro ein. Noch im Herbst 2017, genauer gesagt am 9.11.2017, notierte die Aktie des Energiekonzerns bei knapp 23,3 Euro. In wenigen Wochen stellte sich somit ein bitterer Verlust von mehr als einem Drittel ein.

Einst galten ja die deutschen Versorgeraktien als sog. „Witwen- und Waisenpapiere“, quasi als solide langfristige Kapitalanlage mit fast Anleihencharakter. Diese schönen Zeiten sind seit der Finanzkrise 2007/08 vorbei. Damals erreichte der Aktienkurs von RWE das historische Allzeithoch bei gut 100 Euro. Spätestens seit dem Jahr 2011, seit der Katastrophe von Fukushima und der deutschen Energiewende, ist es aber endgültig vorbei mit dem Status als „sicherer Hafen“. In der Spitze verlor die RWE-Aktie vom Hoch aus betrachtet gut 90 Prozent.

Bankaktien haben sich nie erholt

Ja, liebe Leser, von den Dauer-Optimisten wird die Aktienanlage ja immer noch als alternativlose Langfristanlage beworben. Allen voran die Banken treiben die Sparer ja derzeit in Aktieninvestments. Dividenden gelten ja mittlerweile als Zinsersatz.

All jene Optimisten sollten zunächst aber einmal auf die langfristige Kursentwicklung der beiden deutschen Großbanken, Commerzbank und Deutsche Bank, schauen, ehe sie arglose Sparer ins Risiko treiben. Die Finanzkrise 2007/08 ist ja nun schon seit zehn Jahren Geschichte. Eigentlich, ja eigentlich hätten sich auch die Aktienkurse der beiden Großbanken längst erholen müsssen. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil.

Autobauer vor dem Absturz?

Die Aktie der Deutschen Bank notierte 2007 bei über 90 Euro. Nach elf verlustreichen Jahren ist das Papier nicht einmal mehr 14 Euro wert. Noch schlimmer verlief der Zusammenbruch für die Aktionäre der Commerzbank. Das Papier kostete vor gut zehn Jahren umgerechnet fast 200 Euro. Von diesem Ausgangswert sind mittlerweile nur noch gut sieben Prozent übrig. Wir reden hier also über einen Kursverlust von 93 Prozent – und das bei einer deutschen Großbank.

Immobilien-Warnung: Grundsteuer wird sich massiv verteuern

Nun beschäftigt sich das Bundesverfassungsgericht mit der Grundsteuer, also der Steuer, die Eigentümer von Grundstücken und Immobilien in Deutschland zu zahlen haben. Anstoß dazu gab ein Beschluss des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2014, die Grundsteuer auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen. Insbesondere halten die obersten Finanzrichter die bisherige Grundsteuererhebung für verfassungswidrig, weil sich die tief greifenden Veränderungen im Gebäudebestand und auf dem Immobilienmarkt nicht in den Einheitswerten niedergeschlagen.

Bisher richtet sich die Grundsteuer nach den Einheitswerten von 1964 im Westen und 1935 im Osten. Diese Einheitswerte sind im Vergleich zu den realen Werten der Grundstücke und Immobilien viel zu niedrig und sollen deshalb erhöht werden.

Massiver Grundsteuer-Anstieg wird befürchtet

In Zukunft soll sich die Grundsteuer nach dem realen Wert richten, der bei Grundstücken aus dem letzten Verkauf in einer Gegend und bei Immobilien nach deren wirklichem Wert ermittelt werden soll. Damit werden sich für Grund- und Immobilienbesitzer massive Erhöhungen der Grundsteuer von bis zum 30- oder gar 50-fachen des jetzigen Betrags ergeben.

Zwar kann die Grundsteuer heut noch auf die Mieter umgelegt werden, allerdings gehe ich davon aus, dass diese Möglichkeit schon bald eingeschränkt wird, da Mieter in Deutschland oftmals heute schon kaum noch zahlungsfähig sind.

Das bestätigt meine Erwartung, dass gerade Immobilien in Zukunft massiv besteuert werden. Nichts ist dem Zugriff des Staates so schutzlos ausgeliefert wie gerade Immobilien und Grundstücke, da sie fest im Grundbuch eingetragen sind. Während Sie Geldvermögen ins Ausland transferieren oder sogar verstecken können, sind Sie bei Immobilien „immobil“ und auf Gedeih und Verderb an den Staat und dessen Wohlwollen gebunden.

Andere Krisenländer haben hohe Belastungen auf Immobilien schon eingeführt

Erfahrungen aus Krisenländern wie Griechenland zeigen, dass der Staat besonders in Krisenzeiten von dieser leichten Besteuerungsmöglichkeit massiven Gebrauch macht. Sie müssen dann mit kräftigen Abgaben rechnen. Zudem zeigt die jetzt drohende massive Erhöhung der Grundsteuern schon, wohin die Entwicklung geht.

Nach einem Crash hindert den Staat dann niemand mehr daran, diese Steuern noch weiter zu erhöhen. Ein Weiterreichen an die Mieter wird dann unterbunden, da bei diesen schlicht schon heute nichts mehr zu holen ist. Außerdem ist Reichtum nach Angaben der Deutschen Bundesbank zumeist an Immobilien gebunden.

Deshalb rate ich Ihnen dringend: Halten Sie sich von der Immobilienspekulation fern. Außer dem Eigenheim sollten Sie alle Immobilieninvestments strikt meiden. Die Gefahr einer massiven Besteuerung ist viel zu groß. Zudem sind nach einer solchen Sonderbelastung für Immobilien diese faktisch kaum noch zu verkaufen, da sich dann niemand mehr so eine Belastung „ans Bein binden“ will. Spätestens dann drohen ein kräftiger Verfall der Immobilienpreise und ein Platzen der Immobilienblase.

Fast eine Billion Euro fauler Kredite in den EU-Bankbilanzen

Schon seit geraumer Zeit dominiert ja die positive Berichterstattung zur wirtschaftlichen Lage in Europa die „Agenda“. Es wird von einem stabilen, ja robusten Aufschwung gesprochen. Von Krise ist da nirgends mehr die Rede. Selbst die Lage der Banken verbessere sich, so der Grundtenor der Schlagzeilen.

EU-Kommission zur Lage der Banken

Gleich zu Beginn des Jahres wies die EU-Kommission darauf hin, dass sich per Ende des zweiten Quartals 2017 die Lage der Banken in der EU weiter verbessert habe. Die Quote der ausfallgefährdeten, sprich notleidenden Kredite sei abermals gesunken. Und zwar von 5,6 Prozent aller ausgereichten Kredite auf nur „noch“ 4,6 Prozent.

Fakt ist aber laut offiziellen Angaben der EU-Kommission, dass immer noch sage und schreibe 950 Milliarden Euro notleidende Kredite die Bankbilanzen belasten. Wohl gemerkt, dabei handelt es sich um amtliche Zahlen, die sicherlich extremst optimiert sind.

Krisenland Italien im Fokus

Höchst beachtlich auch, dass die EU-Kommission selbst mit Blick auf die Lage der Banken in Italien von einer Verbesserung spricht. Hier sei die Quote notleidender Kredite von 16,2 auf 12,2 Prozent gefallen. Leider gab Brüssel nicht bekannt, wie viele Milliarden hier im Feuer stehen. In diversen Berichten war zu lesen, dass selbst jetzt immer noch bis zu 300 Milliarden Euro an faulen Krediten in den Bilanzen der italienischen Geldinstitute schlummern.

Trotz der zahlreichen Rekapitalisierungen und Bankenrettungsmaßnahmen des italienischen Staats. Zwischen 2015 und 2017 musste der italienische Staat ja mit mehr als 30 Milliarden Euro die maroden Banken vor dem Zusammenbruch bewahren. Und selbst jetzt sollen noch bis zu 300 Milliarden Euro notleidend sein. Ein Wahnsinn!

Griechische Banken noch schlimmer dran

Und wenn es um die Euro-Krisenländer geht, darf auch Griechenland nicht vergessen werden. Hier ist es immer noch so, dass fast die Hälfte aller vergebenen Darlehen „faul“ sind. Das ist schon wahrlich bemerkenswert. Und hier geht es auch nicht um „peanuts“. Laut der griechischen Zentralbank reden wir hier über eine Summe von um die 103 Milliarden Euro. Die EZB mahnt ja die griechischen Banken an, bis zum Ende des Jahres 2019 den Bestand an faulen Krediten auf 38 Milliarden Euro zu verringern. Ob und wie das erreicht werden soll, bleibt fraglich.

Ja, liebe Leser, die EU-Kommission gibt offen zu, dass die Summe fauler Kredite in der EU bei fast einer Billion Euro liegt. Immer noch. Die Bankenkrise ist also keinesfalls beendet, geschweige denn gelöst.