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9 Fakten zu 2018 – nicht nur an den Börsen ging es bergab

Heute möchte ich noch einmal auf das wirklich bemerkenswerte Jahr 2018 zurückblicken. Viele Experten hatten nach dem positiven Start – vor allem an den Finanzmärkten – schon fast den nicht enden wollenden Aufschwung ausgerufen.

Doch dann kam alles ganz anders und die Börsen rauschten weltweit nach unten. An der Wall Street war 2018 das schlechteste Jahr seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008. Aber auch außerhalb der Börse war viel los mit zahlreichen Naturkatastrophen wie verheerenden Erdbeben oder extremen Wetterlagen wie Waldbränden oder Überschwemmungen.

9 erschreckende Fakten zu 2018

Heute möchte ich Ihnen noch einmal 9 Fakten vorstellen, die Ihnen die brisante Lage, in der wir uns nach Ablauf des Jahres 2018 jetzt befinden noch einmal genau illustrieren werden:

  1. 13 Millionen Haushalte in den USA haben nicht jeden Tag genug zu essen. Mehr als 50 Millionen US-Bürger sind auf Unterstützung durch Lebensmittelmarken angewiesen.
  2. 62% aller Jobs in den USA bringen nicht genug ein, um einen Mittelklasse-Lebensstil zu bieten.
  3. Ein Drittel der Teenager in den USA hat in den vergangenen 12 Monaten kein Buch gelesen.
  4. Bis zum Jahr 2050 wird das Plastik in den Ozeanen weltweit das gleiche Gewicht haben wie alle dann noch lebenden Fische.
  5. 90% aller Seevögel weltweit haben heute schon Plastik im Magen. 1960 lag diese Quote erst bei 5%.
  6. In der letzten Handelswoche vor Weihnachten brach der Dow-Jones-Index um1.655 Punkte ein. Das war die schlechteste Woche an der Wall Street seit der Finanzkrise 2008.
  7. 2017 sprang der Dow-Jones-Index nur an 8 Handelstagen um mehr als 1% nach oben oder gab um mehr als 1% nach. 2018 waren es 64 Handelstage. Ganz klar: Die Volatilität ist an die Finanzmärkte zurückgekehrt.
  8. Laut einer Umfrage unter US-Managern erwarten 82% bis Ende 2020 eine erneute Rezession in den Vereinigten Staaten.
  9. Im abgelaufenen Jahr sind die Staatschulden in den USA um knapp 1,4 Billionen Dollar angestiegen. Die Gesamtsumme beträgt jetzt schon annähernd 22 Billionen Dollar und es geht immer weiter nach oben.

Anhand dieser Auflistung erkennen Sie schon, wie schwierig die Lage tatsächlich schon ist. Und vor allem die großen sozialen Differenzen in den USA haben das Potenzial für Unruhen in dem Land. Dazu trägt sicherlich auch ein Präsident bei, der das Land massiv gespalten hat. Schon heute sagen jeweils knapp 50% der Demokraten oder Republikaner, dass sie das andere politischer Lager „hassen“ würden. Das ist eine erschreckende Entwicklung, die mit dem zu erwartenden wirtschaftlichen Abschwung nichts Gutes erwarten lässt.

Mittelständler sorgen sich vor Rezession

Selbst in den ersten Tagen des neuen Jahres wird medial immer noch von der ach so guten konjunkturellen Lage in deutschen Landen berichtet. Interessant ist, dass die großen Gewitterwolken am Konjunkturhorizont kaum oder nur am Rande erwähnt werden.

Mittelstand befürchtet Rezession

Noch spannender ist derweil, dass sich führende Persönlichkeiten aus dem Herz der Deutschen Wirtschaft, dem Mittelstand, öffentlich zu Wort melden und Alarm schlagen. Herr Ohoven, Präsident des Mittelstandsverbands (BVMW), präsentierte jüngst die Ergebnisse der traditionellen Unternehmerumfrage zum Jahreswechsel. Heraus kam, dass die befragten Unternehmer mit einer gehörigen Portion Skepsis ins neue Jahr gehen.

Anders formuliert, der Mittelstand befürchtet, dass Deutschland 2019 in die Rezession abgleiten könnte. Fakt ist jedenfalls, dass knapp 53 Prozent der vom BVMW befragten Unternehmer sich davor sorgen, dass Deutschland in den nächsten zwölf Monaten in die Rezession fallen könnte. Wachstum und Wohlstand stünden dem Verbandspräsident zufolge auf dem Spiel. Er forderte von den Verantwortlichen in der Politik in Berlin, endlich umzusteuern, um Wachstum und Wohlstand abzusichern. Nach dem Wechsel an der Spitze der Union müsse nun dem Mittelstandsverband zufolge zeitnah ein Politikwechsel der Großen Koalition erfolgen.

Zahlreiche Risikofaktoren belasten die deutschen Konjunkturaussichten

Beachtlich in dem Kontext ist auch, auf welche Risikofaktoren Herr Ohoven konkret abstellte. Er verwies zum einen darauf, dass sich das globale Wachstum abschwächen würde. Des weiteren warnte er vor einem drohenden harten Brexit. Zu allem Überfluss würden nun auch noch Handelssanktionen um sich greifen. Mit Blick auf Deutschland benannte er auch das Problem, dass der bisherige Wachstumsmotor, die Automobilindustrie, stottern würde. Außerdem dämpfe der anhaltende, massive Fachkräftemangel die Wachstumsaussichten.

Ja, liebe Leser, am Beginn des Jahres 2019 mögen zwar die Politiker in Berlin noch von einem Boom der Deutschen Wirtschaft träumen. Unter dem Strich ist der Abschwung realwirtschaftlich im Mittelstand wohl schon längst angekommen. Spannend ist auch, dass nun wohl auch die deutsche Politik aus dem Tiefschlaf zu erwachen scheint. Das Nachrichtemmagazin „Spiegel“ berichtete jüngst, dass sich hinter den Kulissen die höchste Beamtenriege im Finanzministerium um ein Notfallkonzept bemühen würde.

Das Konzept solle dann aus der Schublade gezogen werden, wenn die Rezession in deutschen Landen amtlich festgestellt wird. Bis dahin dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Sicher ist indes, dass für die Deutsche Wirtschaft die besten konjunkturellen Zeiten vorbei sind. Unabänderlich. Und sicher ist auch, dass es nur schwer vorstellbar ist, dass nach der allfälligen Anpassungsrezession es ähnlich rasant und dynamisch wie nach der Finanzkrise 2008/9 wieder nach oben geht – dafür ist die Fallhöhe jetzt zu groß.

Crash droht: In den USA steht massive Auflösung von Aktiendepots an

Immer wieder wird behauptet, Aktienkurse würden langfristig nur nach oben gehen und im Schnitt 8 Prozent im Jahr wachsen. Dass man diese Entwicklung so gerade nicht fortschreiben kann, dafür gibt es ein weiteres triftiges Argument: Ein Großteil der Aktien befindet sich in der Hand von Menschen, welche bald in Rente gehen werden.

Es handelt sich hier um die sogenannte „Babyboomer-Generation“, also die Nachkriegsgeneration, die bis Ende der 1960er-Jahre geboren wurde. In den USA hat diese Generation Aktien im Wert von 14 Billionen Dollar gekauft und in steuerbegünstigten Rentendepots angelegt. Dieses Aktienvolumen ist so gewaltig, dass man damit alle im DAX vertretenen Unternehmen 11 mal aufkaufen könnte.

Rentner in den USA werden gezwungen sein, Aktien zu verkaufen

Wenn jetzt diese Generation sukzessive in Rente geht, dann wird sie ihre Aktienbestände nach und nach auflösen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Denn im Gegensatz zu Deutschland, gibt es in den USA keine vergleichbare staatliche Altersversorgung. Es werden also in den nächsten Jahren weit mehr Aktien verkauft, als gekauft werden und das führt zu einem Einbruch bei den Aktienpreisen. Die nachfolgende Generation ist durch die in den 1970er-Jahren massiv gesunkenen Geburtenraten weitaus kleiner als die der „Babyboomer-Generation“ und kann hier keinen Ausgleich schaffen.

Sie sehen: Selbst wenn es keine neue Finanzkrise geben würde, steht der Aktienmarkt vor einem Riesenproblem. Es ist deshalb geradezu verantwortungslos, wenn heute Banken und Börsianer jungen Menschen den Einstieg in Aktien empfehlen, um sich damit für das Alter abzusichern.

Das schwache Börsenjahr 2018 war nur ein Vorgeschmack auf den nächsten Crash

Die im vergangenen Jahr kräftig eingebrochenen Aktienmärkte sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird. Für Sie heißt das, dass Sie gut daran tun, Ihren Anteil an Aktien strikt zu beschränken. Wer jetzt zu sehr auf Aktien setzt, ist dann viel zu anfällig für den kommenden Crash an den Aktienmärkten, der einmal mehr verheerend ausfallen wird.

Das liegt auch an der immer noch extremhohen Höhe der Indexstände und der Kurse vieler Aktien. Die sind durch die wirtschaftliche Lage überhaupt nicht mehr gerechtfertigt und daher wird der nächste Crash an den Aktienmärkten auch besonders heftig ausfallen.

Bankenkrise – Zehntgrößte Bank Italiens unter Zwangsverwaltung

Die Probleme im europäischen Bankensektor bleiben auch im Neuen Jahr 2019 bestehen. Einigen Instituten geht es wohl derart schlecht, dass die Bankenaufseher sofort nach dem Neujahrstag zur Tat schreiten mussten. Das ist schon ungewöhnlich und sagt eigentlich fast schon alles über die Dauer-Malaise aus.bank

Banca Carige unter Zwangsverwaltung

Fakt ist jedenfalls, dass die zehntgrößte Bank des großen Krisenlandes Italien, die Banca Carige, von der Bankenaufsicht der EZB unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Aus den diversen Berichten über den Vorgang ging hervor, dass es im Vorfeld dieser drakonischen Maßnahme nicht gelang, das Bankhaus mit Hilfe von diversen Kapitalinjektionen zu stabilisieren.

Hintergrund ist ja, dass die Bank seit dem Jahr 2014 mehrere schmerzhafte Kapitalerhöhungen mit einem Gesamtvolumen von sage und schreibe 2,2 Milliarden Euro hinter sich bringen musste. Beim jüngsten – tendenziell laschen – Bankenstresstest fiel dann das Institut erneut als „anfällig“ auf. Folglich war eine weitere Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu einer halben Milliarde Euro angedacht. Diese Kapitalerhöhung wollten die Anteilseigner aber nicht mehr stemmen. Unklar ist, wie es nun mit der Krisenbank aus Genua weitergehen wird.

Italienischer Einlagensicherungsfonds ist alarmiert

Unklar und unsicher ist ferner, ob die biederen italienischen Sparer ihre Einlagen auf ihren Sparkonten „ungeschoren“ behalten dürfen. Immerhin stehen dem italienischen Einlagensicherungsfonds (FTID) zufolge Guthaben im Volumen von fast 9,4 Milliarden Euro im Feuer. Unklar ist auch, ob diese hohe Summe von dem Fonds gestemmt werden kann. Nicht auszuschließen, dass an den Sparern der Bank mit Sitz in Genua ein Exempel statuiert wird. Drastischer formuliert, es ist durchaus möglich, dass die Guthaben per „haircut rasiert“ werden. Sicherlich, noch ist es nicht so weit; ausschließen sollte man aber wahrlich nichts mehr.

Ja, liebe Leser, die Bankenkrise in Europa ist alles andere als ausgestanden. Die Banken leiden unter chronischer Ertragsschwäche und haben immer noch einen Riesenberg an faulen Krediten als Altlast in den Büchern. Hier ist ja offiziell von einem Volumen von ca. 660 Milliarden Euro in Europa die Rede. Die italienischen Banken dürften ungefähr ein Viertel davon, sprich um die 165 Milliarden Euro, an faulen Krediten in den Bilanzen stehen haben.

Mit Blick auf die Lage in Deutschland ist anzumerken, dass unlängst die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, Frau Claudia Buch, öffentlich vor der Verwundbarkeit des deutschen Finanzsystems warnte. Es ist daher auch 2019 geboten, Bankaktien in Europa nicht einmal mit der Kneifzange anzufassen. Und als Sparer ist es wichtiger denn je, maximal die gesetzlich garantierten 100.000 Euro einem Geldhaus als Guthaben anzuvertrauen. Alles andere wäre fahrlässig.

US-Behörden genehmigen das Testament der Deutschen Bank

Erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie des größten Geldhauses der Republik ein neues Rekordtief. Die Aktie der Deutschen Bank fiel auf einen Stand von unter sieben Euro. Der seit vielen Jahren anhaltende Salami-Crash des Papiers setzt sich also fort. Ein Ende desselben ist indes weit und breit nicht in Sicht. Die Aktie ist und bleibt eine pure Kapitalvernichtungsmaschine.

US-Behörden genehmigen das Testament

Beachtlich ist in dem Kontext, dass massenmedial es schon als „gute Nachricht“ gewertet wird, wenn die verantwortlichen US-Behörden den Notfallabwicklungsplan der deutschen Großbank durchwinken. In der Vorweihnachtswoche haben die US-Notenbank Federal Reserve und der Einlagensicherungsfonds (FDIC) laut Handelsblatt den Notfallplan, sprich das Testament, der Deutschen Bank genehmigt.

Der Vollständigkeit halber sei an der Stelle erwähnt, dass nicht nur das Testament der Deutschen Bank abgesegnet wurde; sondern auch jene der beiden Großbanken aus der Schweiz, Credit Suisse und UBS, wie auch von der Barclays Bank aus Großbritannien. Zwar hätten die Notfallpläne einige Mängel, diese seien jedoch nicht schwerwiegend genug, um strengere Regeln oder härtere Auflagen rechtfertigen zu können.

Testamente seit 2012 verpflichtend

An der Stelle sei auch erwähnt, dass als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 (mit dem Untergang der Bank Lehman Brothers als Höhepunkt) die US-Behörden seit dem Jahr 2012 von den Geldhäusern, die systemrelevant sind, einen detaillierten Notfallplan verlangen. Anders formuliert, Banken, die allein durch ihre Größe eine Bedrohung für das Finanzsystem darstellen könnten, müssen höhere Kapitalanforderungen erfüllen und den Behörden einen genauen Plan für den Fall der Fälle vorlegen. Sie müssen also en detail darlegen können, wie sie sich im Fall einer möglichen Schieflage selbst abwickeln.

Ja, liebe Leser, die Zeiten ändern sich rasant, ja dramatisch. Mittlerweile wird es schon als Erfolg gefeiert, wenn die Behörden in den USA das Testament, den Notfallabwicklungsplan der Deutschen Bank absegnen. Das sagt schon sehr viel aus. Wir sollten uns auch auf den Fall der Fälle vorbereiten. Es wäre fahrlässig, mehr als die über die von der Einlagensicherung garantierten 100.000 Euro als Guthaben, sprich Forderung, zu halten.

Und wir sollten uns auch darauf vorbereiten, dass ein Untergang der Deutschen Bank nicht ohne verheerende Folgen bleiben wird. Sicherlich wollen wir den Teufel nicht an die Wand malen. Aber wir sollten wahrlich nicht überrascht sein, wenn eines nicht allzu fernen Tages über die „alternativlose“ Verstaatlichung der Deutschen Bank berichtet werden sollte…

Dramatische Verluste an den Börsen zum Abschluss 2018

Alle Jahre wieder freuen sich die Bullen auf die Jahresendrally. Meist ist diese Hoffnung ja auch berechtigt. Im Jahr 2018 ging die Rally aber in die andere Richtung. Und zwar mit einer Dynamik und Stärke, die schon beeindruckend war.

Dow Jones verliert in der Woche vor Weihnachten fast sieben Prozent

Tatsache ist jedenfalls, dass der altehrwürdige Dow Jones in der Vorweihnachtswoche fast sieben Prozent bzw. sage und schreibe 1.700 Punkte an Wert verlor. Einen derart herben Verlust auf Wochenbasis gab es zuletzt im Jahr 2011. Allein im Dezember verlor der US-Standardwerteindex damit rund zwölf Prozent. Ein derartig heftiger Kurssturz kann getrost als historischer Aderlaß bezeichnet werden. Höchst beachtlich auch, dass die zuvor gefeierten Börsenstars aus der Technologiebranche auch massiv unter Druck kamen.

Nasdaq100 büßt rund 13 Prozent ein

Stark Federn mussten allen voran die sog. FAANG-Aktien lassen. Die Aktien von Amazon, Apple, Netflix, Alphabet und Facebook verloren allein am Freitag vor Weihnachten zwischen 3,2 und 6,3 Prozent. Unter dem Strich ging es mit dem Nasdaq100 in der Woche vor den Festtagen um mehr als acht Prozent nach unten. Im Dezember beläuft sich das Minus damit auf knapp 13 Prozent. Höchst beachtlich insofern, dass der Analyst Mika Inkinen von der Großbank JPMorgan in dem Kontext  von einer “Kapitulation der Investoren” sprach.

Angst vor Rezession geht um

Wenig verwunderlich auch, dass die Angst vor einer wirtschaftlichen Schwächephase immer größer wird. Herr Inkinen begründete den Kurssturz am Aktienmarkt mit der Angst der Anleger vor einer Rezession. Er verwies in dem Zusammenhang auf den US-Anleihemarkt, wo sich der Renditeabstand zwischen kurzlaufenden Papieren und solchen mit langen Laufzeiten immer mehr verringern würde.

Diese Tendenz habe sich nach der Dezember-Sitzung und Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed nochmals verschärft. Die Inversion der Zinskurve gilt ja immer noch als äußerst verlässlicher Indikator für eine bevorstehende Rezession. Immer öfter wird ja selbst massenmedial davon gesprochen, dass schon im Jahr 2020 die US-Wirtschaft in die Rezession fallen könnte.

Ja, liebe Leser, nach dem Schein-Boom der vergangenen Jahre wäre es völlig normal, wenn die Wirtschaft in den kommenden Jahren in eine lange Rezession fallen würde. Nach den Exzessen der Vorjahre wäre es folglich auch alles andere als überraschend, wenn die Baisse nach der historisch langen Hausse umso heftiger und länger anhalten wird. Stellen Sie sich jetzt schon darauf ein!

Der Tag der Abrechnung rückt näher

Das 4. Quartal hat einen enttäuschenden Verlauf genommen. Das gilt nicht nur für die Aktienmärkte. Das gilt auch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Und die Prognosen für 2019 sehen alles andere als rosig aus. Jetzt wird es immer deutlicher, dass auch die Konjunktur bei uns kräftig zurückgeht. Dieser scheinbare Boom der letzten Jahre kommt damit an eine Grenze und das wird sich auch schon bald am Finanzmarkt in einem neuen Crash ausdrücken.

Dass die rosigen Zeiten vorbei sind, ist nicht mehr nur eine Meinung von Pessimisten, sondern jetzt ganz offiziell von den Wirtschaftsweisen.

Wirtschaftsweise korrigieren erwartetes Wachstum kräftig nach unten

Im Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben die fünf Experten der sogenannten Wirtschaftsweisen die Wachstumserwartungen für Deutschland kräftig nach unten korrigiert.

Statt der bisher für 2018 erwarteten 2,3 Prozent Wirtschaftswachstum sind es jetzt nur noch 1,6 Prozent. Für nächstes Jahr erwarten die Experten nur noch 1,5 Prozent Wachstum, statt wie zuvor 1,8 Prozent.

Hintergrund ist ein Konjunktureinbruch im Sommer: Die Experten gehen davon aus, dass im dritten Quartal 2018 die Wirtschaftsleistung in Deutschland nicht nur weniger gewachsen, sondern sogar zurückgegangen ist. Damit geht nach deren Aussage die längste Aufschwungsphase der Nachkriegszeit zu Ende.

Der „Boom“ entpuppt sich als reine Spekulationsblase

Hier zeigt sich auch, dass wir eben keine stabile Konjunkturentwicklung haben, sondern im Gegenteil dieser scheinbare Boom nur durch Zinssenkungen der Notenbanken in den letzten Jahren befeuert wurde. Nur weil die Zinsen auf nahe Null sanken, ging das renditesuchende Kapital nach der Finanzkrise 2008 zunehmend in Aktienwerte und trieb damit die Börsen immer weiter auf völlig unrealistische Niveaus.

Mit dem Einbruch der realen Wirtschaft kommt jetzt jedoch der Tag der Abrechnung und wir werden einen Crash erleben, den es seit der Weltwirtschaftskrise der 1930 er Jahre nicht mehr gegeben hat. Die jetzigen kräftigen Einbrüche in der Großindustrie sollten für Sie ein ernstes Warnzeichen sein, dass es mit diesem instabilen Finanzsystem nicht mehr lange gutgehen wird.

Aber noch ist es nicht zu spät. Noch haben Sie es selbst in der Hand etwas zu tun. Und dazu gehört auf jeden Fall der persönliche Vermögens-Schutz. Wie das für Sie am besten praktisch umzusetzen ist, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

Crash droht: US-Handelsbilanzdefizit auf neuem 10-Jahreshoch

Auch wenn in den USA im laufenden Jahr die positiven Effekte der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump gewirkt haben, so muss ich doch feststellen: Die wirtschaftliche Stabilität der USA kommt immer stärker ins Wanken. Schuld daran ist das große Leistungsbilanzdefizit der USA. Nach Angaben des US-amerikanischen Handelsministeriums ist das US-Handelsbilanzdefizit mit 55,5 Milliarden US-Dollar im November auf ein neues 10-Jahreshoch geklettert. Alleine gegenüber China hat das Handelsbilanzdefizit mit über 43 Milliarden Dollar sogar ein neues Allzeithoch erreicht.

Dieses massive Ungleichgewicht bietet viel Sprengkraft für die weitere Entwicklung – und nicht nur in den USA, sondern für die gesamte Weltwirtschaft. In der Praxis bedeutet es, dass die USA um diese Beträge mehr importieren, als sie exportieren. Das bedeutet eine stark wachsende Auslandsverschuldung für das Land, weil diese vermehrten Importe nur über neue Schulden finanziert werden können.

Trumps Politik befeuert einen Handelskrieg

Genau diesem Trend wollte der amerikanische Präsident Donald Trump mit seiner Zollpolitik entgegenwirken, womit er bisher aber eindeutig gescheitert ist. Diese Entwicklung dürfte dafür sorgen, dass der US-Präsident bei den Handelsstreitigkeiten, vor allem mit China und Europa, kaum nachgeben wird. Er wird weiter neue Zölle erheben, um damit das Handelsbilanzdefizit zu senken. Doch ein daraus entstehender weltweiter Handelskrieg wird nur dazu führen, dass der ohnehin schwächelnden Weltkonjunktur endgültig der Rest geben wird.

Und bei der sprunghaften Amtsführung von US-Präsident Donald Trump kann sich die Lage hier sehr schnell massiv verschlechtern. Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass Sie keinesfalls davon ausgehen können, dass der Boom der letzten Jahre so weitergehen wird wie bisher. Vielmehr wird es zu gewaltigen Umwälzungen kommen, welche sich vor allem auf den Aktien- und den Anleihenmarkt auswirken werden.

Eins muss Ihnen dabei klar sein: Derzeit tauchen immer mehr Anzeichen für eine Verschlechterung der weltweiten wirtschaftlichen Lage auf. 2019 könnte dabei zu einem ganz wichtigen Jahr werden. Vor allem die noch immer ungelöste Brexit-Frage und die weiter bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und China und auch der EU sind sehr gefährlich.

Schützen Sie Ihr Vermögen

Für Sie bedeutet das: Sichern Sie jetzt Ihr Vermögen aktiv vor der kommenden Krise ab. Das tun Sie zu allererst mit einer breiten Streuung. Welche verschiedenen Anlageklassen zum optimalen Schutz dazu gehören, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

Deutsche Mittelständler blicken pessimistisch ins Jahr 2019

Massenmedial wird ja noch immer über die scheinbar gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft berichtet. Offiziell ist von einem „stetigen und breitangelegten Aufschwung“ die Rede. Es darf aber wahrlich bezweifelt werden, ob der „Aufschwung“ – so er denn überhaupt noch intakt ist – wirklich breitangelegt ist und bleibt.

Konjunkturwende im Mittelstand

Höchst interessant ist da der Blick auf eine bisher nicht veröffentlichte Studie zur Lage und zum Ausblick im deutschen Mittelstand. Jüngst berichtete die Tageszeitung „Welt“ über das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und der DZ BANK, für die rund 1.500 mittelständische Unternehmen befragt und zusätzlich sage und schreibe 2,2 Millionen (!!!) Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre ausgewertet wurden. Einen besseren und tieferen Einblick in die Breite des deutschen Mittelstands gibt es wohl kaum.

Folglich ist das Ergebnis der Studie wahrlich sehr ernst zu nehmen. Tenor ist demnach, dass die konjunkturelle Wende nach unten im Herz der deutschen Wirtschaft, im Mittelstand, angekommen ist. Die Geschäftserwartungen der Mittelständler haben sich der Untersuchung zufolge erheblich verschlechtert und seien erstmals seit dem Herbst 2015 wieder unter den langjährigen Durchschnitt gefallen.

Kleine Unternehmen besonders skeptisch

Besonders auffällig ist, dass kleinere Firmen außerordentlich skeptisch ins Neue Jahr blicken. Dabei handelt es sich um Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Die Hälfte von ihnen erwartet, dass sich die eigene Lage in den kommenden Monaten verschlechtern werde. Die Entwicklung gehe der Studie zufolge quer durch alle Branchen.

Höchst beachtlich ist in dem Kontext auch, dass der seit Jahren anhaltende Aufschwung im Baugewerbe wohl vorbei ist. Laut der Studie rechnen offensichtlich immer weniger mittelständische Bauunternehmen, dass der jahrelange Bauboom weitergehen werde. Am schlechtesten sei nach dem Dürresommer aber die Stimmung in der Landwirtschaft; gleich dahinter folgen Firmen aus der Ernährungs- und Tabakbranche.

Ja, liebe Leser, der Boom der deutschen Wirtschaft, insbesondere im Mittelstand, ist vorbei. Die konjunkturelle Wende dürfte spätestens im Neuen Jahr auch massenmedial „sichtbar“ werden. Und damit stellt sich die Frage, ob die Lage am Arbeitsmarkt von der Regierung weiter so rosig wie bisher dargestellt werden kann. Anders formuliert, es besteht im Jahr 2019 für all jene, die immer noch an ein ewiges breitangelegtes Wachstum glauben, gehöriges negatives Überraschungspotenzial. Seien Sie also alles andere als überrascht, wenn in den Nachrichten dann auch mal unerfreuliche Meldungen kommen werden…

Crash droht: HSBC-Studie zeigt Automobilindustrie vor einer Krise

Eine neue Branchenstudie der britischen HSBC-Bank zeigte jetzt, dass ein weiteres Wachstum der weltweiten Autoindustrie im nächsten Jahr kaum vorstellbar ist. Die HSBC-Analysten senkten deshalb die Kursziele für die größten Autohersteller wie Daimler, BMW, Renault und PSA.

Ähnlich äußerte sich auch der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Erstmals seit dem Jahr 1990 ist der Absatz von Autos in China eingebrochen. Damit stehen der Autoindustrie zwei schwere Jahre bevor. Auch für Deutschland, dem viertgrößten Automarkt der Welt, rechnet Dudenhöfer mit sinkenden Umsätzen.

Solch eine Meldung zeigt Ihnen, wie sehr die auf stetiges Wachstum angewiesene Autoindustrie in Wirklichkeit in der Krise steckt. Während die Branche noch im letzten Jahr neue Rekordproduktionen mit Wachstumsraten von 11 Prozent feierte, verdüstert sich jetzt der Himmel immer weiter. Das liegt nicht nur an den Betrugsskandalen bei der Abgasreinigung, sondern auch daran, dass kaum ein Markt so gesättigt ist, wie der für Autos.

Automarkt ist gesättigt – das wird zu einer massiven Krise führen

Jede Sekunde werden heute weltweit 2,6 Autos gebaut. Damit wird sich der globale Autobestand bis zum Jahr 2020 auf über 1,3 Milliarden vergrößert haben. Heute kommen in Deutschland auf 1.000 Einwohner – vom Baby bis zum Greis – schon 570 Autos. Mit anderen Worten: Besonders in Deutschland gibt es bald vor allem in den Städten kaum noch Platz für die Autoflut. Ein Wachstum wie bisher ist unter solchen Umständen selbst bei guter Konjunktur kaum noch möglich.

Dazu kommt, dass kaum eine Industrie so konjunkturabhängig ist wie gerade die Autoindustrie. In der Finanzkrise 2008/2009 war sie von einem dramatischen Umsatzeinbruch betroffen, was sich vor allem auch bei deren Aktienwerten zeigte. Vom Hoch im Oktober 2007 brachen beispielsweise die Aktien von Daimler bis Februar 2009 um 76 Prozent ein, die von BMW sackten um 56 Prozent ab und die Papiere von VW verloren 73 Prozent an Wert.

In der nächsten Finanzkrise wird Autobranche massiv leiden

Sie sehen daran, dass auch in der nächsten Finanzkrise die Automobilwerte zu den Hauptverlierern gehören werden. Im Gegensatz zu damals kommen jedoch diesmal noch ein weitgehend gesättigter Markt und der Abgas-Betrugsskandal dazu. Einschränkungen, die eine spätere Erholung der Aktien sehr stark beeinträchtigen werden. Investieren Sie deshalb auf keinen Fall in diese zyklischen Papiere.

Besser ist es, wenn Sie jetzt schon nur auf Unternehmen setzen, die auch für Krisenzeiten gut aufgestellt sind. Damit meine ich die Krisen-Gewinner-Unternehmen (KGU), auf die ich auch an dieser Stelle regelmäßig eingehe.