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Warnung: Immer mehr Reiche investieren in die Gesetzliche Rente

Nach Regierungsangaben investieren immer mehr Reiche jetzt ihr Geld in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Von den über 280.000 freiwillig Versicherten würden heute mit über 5.000 reichen Leuten dreimal mehr Versicherte freiwillig den Höchstbetrag einzahlen als noch im Jahr 2010. Hintergrund ist, dass seit dem Jahr 2010 auch nicht rentenversicherungspflichtige Personen wie Beamte oder gut verdienende Selbstständige ohne Wartezeit freiwillig Beiträge in die Rentenkasse einzahlen können.

Wegen der Niedrigzinsen versprechen sich diese durch die dann im Alter hohen Rentenauszahlungen eine gute Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Doch ich sehe das als gefährliche Milchmädchenrechnung an. Die Rentenkasse in Deutschland ist schon jetzt chronisch unterfinanziert. Zudem wurde sie in der Vergangenheit schon häufig für sachfremde Aufgaben nach Belieben der Politiker geplündert. So wurde beispielsweise die deutsche Wiedervereinigung zu nicht unwesentlichen Teilen zulasten der Rentenversicherung finanziert, obwohl dies eine ausschließlich gesamtgesellschaftliche Aufgabe war.

Folglich hätten dafür ausschließlich Steuermittel aufgewendet werden dürfen. Und auch die Mütterrente, müsste eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden und nicht ausschließlich auf Kosten der Beitragszahler in der Rentenversicherung gehen.

Schon jetzt fließen Milliarden an Staatsgeldern in die gesetzliche Rentenversicherung

Aufgrund der katastrophalen demografischen Entwicklung in Deutschland, mit der niedrigsten Geburtenrate der ganzen Welt, wird es zwangsläufig zu sinkenden Rentenleistungen kommen. Schon heute muss der Staat die Rentenkasse mit über 91 Milliarden Euro subventionieren. Bereits im Jahr 2021 soll nach Expertenaussage die 100-Milliarden-Grenze überschritten werden.

Es ist also fatal, die heutigen Rentenzahlungen in die Zukunft zu extrapolieren und sich damit eine hohe Rente ausrechnen zu wollen. Es bleibt ganz im Belieben der Politik, wie viel Rente ausgezahlt und wie hoch diese besteuert oder auf anderes Einkommen beziehungsweise Vermögen angerechnet wird, oder ob es gleich zu einer niedrig angesetzten Einheitsrente kommt, egal welche Beiträge eingezahlt wurden.

Deshalb rate ich Ihnen dringend davon ab, auf die Gesetzliche Rentenversicherung zu vertrauen oder dort noch freiwillig Geld einzuzahlen – Geld, auf das Sie dann keinen Einfluss mehr haben. Die einzig wirkliche und sichere Altersvorsorge ist die, welche Sie jederzeit unter Ihrer Kontrolle haben und bei der Sie nicht auf einen unzuverlässigen Dritten sowie dessen Wohlwollen angewiesen sind. Deshalb ist es für Sie deutlich besser, Ihr Geld aktiv abzusichern, statt in eine demografisch beeinflusste, von der Politik vollkommen abhängige Versicherungsform zu investieren.

Warum der „Fall Steinhoff“ uns alle betrifft

In der Börsenberichterstattung dreht sich derzeit alles um die Rekordjagd am US-Aktienmarkt. Inmitten der Euphorie kommt es nun in deutschen Landen bei einem Einzelwert zu einem epischen Absturz.

Fast 24 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung verschwunden

Und in dem Fall geht es wahrlich nicht um „Peanuts“. Es geht um gigantische Kapitalvernichtung, deren Ausmaß aktuell bei fast 24 Milliarden Euro liegt. Konkret geht es um den rapiden Zusammenbruch der Steinhoff-Aktie. Das Papier stand jüngst sogar kurz davor, in den deutschen Leitindex aufgenommen zu werden.

Jetzt musste das Unternehmen nach dem aufkommenden Verdacht von Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung kleinlaut einräumen, dass potentielle Investoren mit Investments in der Steinhoff-Aktie Vorsicht walten lassen sollten. Ja, das Unternehmen warnt quasi vor dem Kauf der eigenen Aktie. Das ist schon einmalig.

Kurssturz von über 6 auf 0,35 Euro

Krass ist auch der Absturz der Aktie. Im Sommer des vergangenen Jahres notierte das Papier des Möbelkonzerns (Steinhoff ist Mutterkonzern der Marke Poco) noch bei über sechs Euro. Jetzt, im Dezember 2017, fiel die Aktie bis auf 0,35 Euro. Und in dem Kontext sei angemerkt, dass es sich hier um keinen kleinen Nebenwert handelt. Bei Steinhoff stehen über 4,2 Milliarden Aktien aus. Unter dem Strich reden wir hier also um einen gigantischen Verlust bei der Marktkapitalisierung von fast 24 Milliarden Euro.

Aber nicht nur die Aktionäre von Steinhof leiden. Hinzu kommt, dass die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit des Steinhoff-Konzerns auf Ramschniveau abgestuft hat. Das bedeutet, dass die Ratingagentur große Bedenken hat, dass der Konzern seine Verbindlichkeiten bedienen kann. Und in dem Kontext kommen wir genau zu dem Punkt, an dem wir ALLE unter dem Steinhoff-Desaster leiden.

Anleihenkurs kollabiert

Fakt ist leider, dass nicht nur die Steinhoff-Aktie massiv einbrach. Auch bei den Anleihen des Unternehmens kam es zu einem extremen Einbruch. So notiert die Steinhoff-Anleihe mit einer Laufzeit bis zum Januar 2025 bei nur noch knapp 45 Prozent. Und jetzt kommen „wir alle“ ins Spiel.

Die EZB kauft ja im Rahmen ihrer extremen Geldpolitik auch Anleihen von Unternehmen auf, die mit einem „hochwertigem Rating“ versehen sind/waren. Ja, im Sommer diesen Jahres waren die Steinhoff-Anleihen ja noch relativ gut „bewertet“ und folglich kaufte auch die EZB Anleihen von Steinhoff auf. Und damit sind wir als haftende Steuerzahler mit im Verlust-Boot. Traurig, aber leider wahr.

Schwache Daten von der deutschen Konjunkturfront

In den Schlagzeilen dominieren in diesen vorweihnachtlichen Tagen des Jahres 2017 überaus optimistische Prognosen die Schlagzeilen. Die deutsche Wirtschaft strotze nur so vor Kraft und laufe heiß. Das ist der Grundtenor der Jubelarien. Ein Blick auf die harte Datenlage offenbart aber ein gänzlich anderes, ja differenziertes Bild der wahren Lage.

Umsatzrückgang im Oktober

Ende November veröffentlichte das Statistische Bundesamt die amtlichen Zahlen zur Entwicklung des Einzelhandels im Oktober. Fakt ist demnach, dass der Umsatz der deutschen Einzelhändler im Oktober 2017 so stark geschrumpft sei wie seit über einem Jahr nicht mehr. Der nominale Umsatz ging um ein Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.

Der reale, also preisbereinigte Umsatz war noch stärker rückläufig. Hier bezifferten die Statistiker das Minus auf 1,2 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten ein Plus bei den Umsätzen von 0,3 Prozent erwartet. Einen so schwachen Monat für die deutschen Händler hat es seit dem September des vergangenen Jahres 2016 nicht mehr gegeben.

Schlechte Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe

Aber nicht nur aus dem Handel kamen schlechte Umsatzzahlen. Selbst das verarbeitende Gewerbe konnte im Oktober nicht wirklich mit Erfolgszahlen glänzen. Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass der preisbereinigte Umsatz im verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben im Oktober 2017 saison- und arbeitstäglich bereinigt um sage und schreibe 2,1 Prozent niedriger als im Vormonat lag. Hinzu kommt, dass die Zahlen schon in den Vormonaten schlecht ausfielen. Für September 2017 ergab sich ein Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum August 2017. Und im August betrug das Minus 1,8 Prozent.

Wenig überraschend auch, dass die tatsächliche Produktion im produzierenden Gewerbe schwach ausfiel. Die Produktion sank im Oktober gegenüber dem September um 1,4 Prozent. Dabei handelt es sich um den schwächsten Wert seit zehn Monaten. Für den September 2017 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber August 2017.

Schwache Industrieproduktion

Auffällig ist hier insbesondere, dass die Industrieproduktion im Oktober 2017 um zwei Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen ist. Innerhalb der Industrie nahm die Produktion von Investitionsgütern um 2,7 % ab, die Produktion von Konsumgütern um 2,6 %. Bei den Vorleistungsgütern ging die Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,0 % zurück. Außerhalb der Industrie ging die Bauproduktion um 1,3 % zurück.

Ja, liebe Leser, die harten Zahlen deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft längst nicht so „boomt“ wie vermutet. Gut möglich, dass der nächste Abschwung schneller kommt, als von den meisten „Experten“ erwartet.

Crashwarnung: Pimco-Chefökonom warnt vor Aktien

Die Warnungen vor einem massiven Rückgang an den Aktienmärkten werden immer lauter. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat sich der Pimco-Chefökonom Joachim Fels kürzlich über deutliche Parallelen zwischen heute und der Zeit kurz vor der Finanzkrise 2008 geäußert. Die Fondsgesellschaft Pimco gilt heute als größter Anleiheninvestor der Welt, weshalb seine Einschätzung der Märkte großes Gewicht besitzt.

Joachim Fels wies darauf hin, dass es zuletzt eine vergleichbare Aufschwungsphase zu Beginn des Jahres 2007 gegeben hätte. Er rät deshalb heute zur Vorsicht, weil damals nicht ein noch größerer und längerer Aufschwung folgte, sondern die bisher schwerste Finanzkrise des 21. Jahrhunderts. Vor allem sind dieses Jahr erstmals seit der Finanzkrise die Großanleger und Fondsmanager wieder voll investiert und es greift eine Sorglosigkeit um sich, wie damals kurz vor der Finanzkrise. Genau deshalb sollte man sich Sorgen machen.

Auch die derzeitige Ruhe an den Finanzmärkten geht parallel zu vorigen Finanzkrisen, bei denen sich kurz vor den Crashs auch kaum Ausschläge nach unten zeigten. Genau diese scheinbare Stabilität bewirkt letztlich Instabilität, weil die Investoren sorglos werden und damit Crashs provozieren. Vor allem weist er darauf hin, dass Anleihen und Aktien nach 9 Jahren Hausse inzwischen extrem teuer sind.

Aktuelle Sorglosigkeit an den Finanzmärkten ist gefährlich

Dieser Analyse des Pimco-Chefökonomen kann ich mich nur anschließen. Der Optimismus an den Märkten ist keineswegs ein Zeichen dafür, dass alles in bester Ordnung ist, sondern macht deutlich, dass sich eine enorme Sorglosigkeit breitgemacht hat, die zwangsläufig Crashs herbeiführt.

Inzwischen wird wieder bedenkenlos in extrem riskante Anlageformen investiert – etwa in eine 100- jährige Anleihe von Argentinien, die gleich dreifach überzeichnet war. Der letzte Finanzcrash in Argentinien liegt nur wenige Jahre zurück und jetzt investieren Anleger voller Optimismus in eine 100 Jahre laufende Anleihe. Deutlicher kann man die Sorglosigkeit der Anleger nicht darstellen.

Deshalb rate ich Ihnen dazu, sich aus allen riskanten Investments, wie den meisten Aktien, völlig herauszuhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der aktuelle Optimismus in Panik umschlägt und die daraus resultierenden Verkäufe dann zu einem völligen Kollaps der Aktienbörsen führen wird.

Französische Großbank warnt vor Kurssturz an den Aktienmärkten

Mittlerweile ist der marktbreite US-Aktienindex S&P 500 auf über 2.600 gestiegen. Der Dow Jones notiert bei über 24.000. Seit dem Jahresanfang konnte der Dow Jones gut 22 Prozent zulegen, der S&P 500 kam 18 Prozent voran.

Den berühmt-berüchtigten „Vogel“ schoss der technologielastige Nasdaq-Index mit einem bisherigen Plus von mehr als 27 Prozent ab. Unglaublich, aber wahr. Momentan scheint es so, dass insbesondere der US-Aktienmarkt auch im kommenden Jahr von Rekord zu Rekord eilen wird. Das meint und hofft zumindest das Gros der Bullen.

Großbank warnt vor Kurssturz

In diesem Umfeld der allgemeinen Euphorie überrascht schon, dass jetzt die französische Großbank Société Générale vor Kurseinbrüchen an den weltweiten Aktienmärkten warnt. Die Banker raten den Investoren, sich JETZT vom Aktienmarkt zurückzuziehen, da für die kommenden Jahre herbe Kursrückgänge erwartet werden. Die Analysten der Bank sehen insbesondere für den US-Aktienmarkt große Risiken.

Angesichts der hohen Aktienpreise und der Aussicht auf eine Rezession in den USA im Jahr 2020 werde es spätestens im Jahr 2019 zu massiven Turbulenzen am Aktienmarkt kommen. Die Perspektiven für US-Aktien seien auch deswegen schlecht, weil positive Erwartungen und Hoffnungen bereits in den gegenwärtigen Notierungen eingepreist seien.

Kein Wunder also, dass das Potential für starke Rückschläge sehr groß ist. Die Banker verweisen darauf, dass die Erwartung tieferer Unternehmenssteuern durch die nun vollzogene Steuerreform von US-Präsident Trump bereits in den Aktienkursen eskomptiert ist.

Überbewertete US-Aktien

Weiter merken die Analysten an, dass die US-Aktienmärkte mittlerweile überbewertet seien. Mit Blick auf alle gebräuchlichen Wert-Bestimmungsmethoden würde die aktuelle Bewertung weit über ihrem langfristigen Durchschnitt auf einem Niveau liegen, welches zuletzt während der Dotcom-Blase Ende der 1990er Jahre vorherrschte.

Folglich prognostiziert die französische Großbank, dass der S&P 500 das Jahr 2018 bei einem Stand von 2.500 Punkten beenden werde. Das wäre ein Minus von rund fünf Prozent im Verhältnis zum aktuellen Niveau. Im Jahr 2019 wird es aber knüppeldick kommen. Die Analysten erwarten dann einen Kurssturz auf nur noch 2.000 beim marktbreiten S&P 500. Da wäre schon ein Wort!

Ja, liebe Leser, die langfristigen Prognosen der Analysten der französischen Großbank sind auch für den deutschen Aktienmarkt sehr schlecht. Zwar dürfte der deutsche Leitindex bis Ende 2018 noch etwas Luft bis maximal 13.500 haben. Aber am deutschen Markt wird es spätestens 2019 zu einem massiven Kurssturz kommen, so die Vorhersage. Das deutsche Leitbarometer wird Ende 2019 der Prognose zufolge nur noch bei 11.000 stehen. Unter dem Strich werden die Investoren in den kommenden Jahren also bitteres Lehrgeld bezahlen müssen….

EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen an den Märkten

An den weltweiten Finanzmärkten scheint die Party wild und ohne absehbares Ende weiterzugehen. Das extreme Treiben ruft nun auch die führenden Notenbanker Europas auf den Plan. In diesen Tagen legten sowohl die EZB wie auch die Deutsche Bundesbank ihre aktuellen Stabilitätsberichte vor. Darin warnten die führenden Notenbanker die Investoren ausdrücklich vor zu großer Risikobereitschaft.

Risiken bestehen weiter

Die Deutsche Bundesbank betonte, dass die momentan noch relativ günstige konjunkturelle Situation und die geringe Volatilität an den Finanzmärkten nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass Risiken für die Stabilität des deutschen Finanzsystems bestehen. Die Ökonomen betonten, dass sich die Risiken im ungünstigen Falle weiter aufbauen könnten.

Durch die niedrigen Zinsen und die gute konjunkturelle Lage bestehe vor allem die Gefahr, dass die Schuldentragfähigkeit von Marktteilnehmern überschätzt werde. Die Experten warnen weiter, dass es gefährlich sei, die günstige aktuelle Entwicklung einfach für die Zukunft fortzuschreiben. Eine solche Entwicklung könnte dazu führen, dass bestehende Risiken systematisch unterschätzt werden.

EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen

Die EZB führte in dem Kontext weiter aus, dass insbesondere globale Risiken keinesfalls unterschätzt werden sollten. Diese Risiken könnten zu einer plötzlichen Korrektur an der Börse führen. Eine solche Entwicklung hätte gravierende negative Folgen für die Finanzstabilität. Sehr spannend ist auch, dass die EZB mit Blick auf die Korrektur allen voran den Anleihenmarkt im Visier hat. Explizit verwiesen die Euro-Notenbanker auf die Gefahr plötzlicher Korrekturen an den Rentenmärkten.

Die Notenbanker führten dann weiter aus, dass große Investoren dann womöglich erhebliche Verluste verkraften müssten. Höchst beachtlich auch, dass die EZB in dem Zusammenhang gezielt auf Investmentfonds hinweist, die von einer derart negativen Entwicklung massiv betroffen wären. So würde bei Versicherern und Pensionsfonds der Anleiheanteil in den Portfolios bei fast 40 Prozent liegen.

Ja, liebe Leser, die Notenbanker warnen urplötzlich vor den Gefahren und Risiken, die von der Nullzinspolitik ausgehen. Anders formuliert, die Notenbanker warnen vor den Folgen der Geldpolitik, die sie selbst betreiben. Nichtsdestotrotz sollten wir die Warnungen sehr, sehr ernst nehmen.

Die Gefahr ist groß, dass die Finanzkrise 2.0 urplötzlich und für die meisten völlig unerwartet zuschlagen wird. Es ist schon bezeichnend, dass die EZB vor erheblichen Verlusten bei Investmentfonds warnt. Am Ende stellt sich also nur noch die Frage, wann nun diese plötzliche Korrektur einsetzen wird. Allzu lange wird es sicherlich nicht mehr dauern….

Deutscher Immobilienmarkt – Bundesbank warnt vor Preisübertreibungen

Seit Jahren geht es wild zu am deutschen Immobilienmarkt. Insbesondere in den gefragten Lagen der Ballungszentren zehren die hohen Mieten an den Einkommen der Bürger. Die Partei Bündnis 90/ Die Grünen fragte in dem Kontext in jüngster Vergangenheit beim Bundesbauministerium an.

Und das Ergebnis der Anfrage spricht im negativen Sinne für sich. Fast 40 Prozent aller Haushalte, die zur Miete wohnen, müssen demnach mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Und es kommt noch schlimmer. Mehr als jeder sechste Mieter-Hauhalt muss sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete ausgeben.

Zahlen aus dem Jahr 2014

Das Bauministerium des Bundes in Berlin beruft sich dabei auf offizielle Zahlen aus dem Jahr 2014. Es steht folglich zu befürchten, dass sich die Relationen weiter massiv verschlechtert haben und die Bürger noch mehr ausgeben müssen, um sich das schiere Wohnen leisten zu können. Am Rande sei hier auch erwähnt, dass für viele Menschen angesichts dieses Wahnsinns der Traum von den eigenen vier Wänden in sehr weite Ferne rückt. Bitter, aber wahr.

Extremer Preisanstieg bei Wohnimmobilien

Das böse Treiben am Immobilienmarkt ruft mittlerweile selbst die biederen Bundesbanker auf den Plan. Im Rahmen des jüngsten Finanzstabilitäts-Berichts lag der Risiko-Fokus neben der Nullzinspolitik der EZB auf der Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt. Grundsätzlich stellten die Ökonomen der Bundesbank fest, dass die Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2016 um sechs Prozent gestiegen seien.

Sehr bedenklich stimmt weiter, dass allein im ersten Halbjahr 2017 die Preise um weitere 5,4 Prozent gestiegen seien. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem sich selbst die Aufseher der Bundesbank nicht mehr unbesorgt zurücklehnen können. Die Bundesbank verweist dabei auf die eigenen Modellrechnungen. Diese würden darauf hindeuten, dass es dabei insbesondere in den Städten der Republik zu Überbewertungen am Immobilienmarkt kommt.

Ja, liebe Leser, die Bundesbank vermeldet amtlich, dass wir mittlerweile eine Überbewertung haben. Das sagt schon alles. Noch brisanter ist, dass die Ökonomen auch das Maß der Preisübertreibung beziffern. Demnach hätten sich die Preisübertreibungen im vergangenen Jahr auf 15 bis 30 Prozent belaufen.

Keine Frage: Eine Übertreibung von bis zu 30 Prozent ist schon ein Wort. Und das sagt niemand anderes als die Bundesbank. Lassen Sie sich um Himmels willen nicht dazu verführen, jetzt noch irrsinnig überteuerte Immobilien-Investments in den teuren Ballungsregionen einzugehen! Immobilien zu kaufen – die Preise sind völlig überzogen und das gilt flächendeckend in Deutschland.

Die Angst vor Armut erfasst immer mehr Deutsche

Erst kürzlich hat es neue Untersuchungen über die Vermögenssituation der Deutschen gegeben – mit einem erschreckenden Ergebnis: Viele Bundebürger stehen finanziell extrem schlecht da. So könnte ein großer Teil der Bevölkerung nur wenige Wochen mit dem eigenen Vermögen finanziell überleben, wenn das laufende monatliche Einkommen plötzlich in vollem Umfang wegfallen würde.

Dazu passt auch eine neue Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter der „Generation Mitte“ – also die Altersklasse der 30- bis 59-Jährigen. Diese Generation ist für die Wirtschaftsentwicklung besonders wichtig, denn sie erwirtschaftet derzeit 80 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte.

Gefahr der Altersarmut wird als real eingestuft

Diese Studie ergab, dass jeder Dritte dieser Altersgruppe Angst davor hat, dass sein Einkommen schon in den nächsten Jahren nicht mehr zum Leben ausreichen wird. Die Hälfte der Befragten befürchtet zudem, im Alter von Altersarmut betroffen zu sein. Ganze 77 Prozent sehen gerade die extrem ungerechte Vermögensverteilung als Schwäche Deutschlands an.

Daran sehen Sie, dass die Vermögenssituation der meisten Deutschen keineswegs zufriedenstellend, sondern im Gegenteil prekär ist. Momentan funktioniert diese Situation noch, da der Staat massiv die finanziell schwächeren Bevölkerungsschichten unterstützt. Doch in einer erneuten Finanzkrise werden die Lasten des Staates so groß sein, dass die Leistungen erheblich eingeschränkt werden müssen.

Das bedeutet für Sie, dass Sie auf jeden Fall verhindern sollten, in die vom Staat abhängige Bevölkerungsschicht zu rutschen. Weiterhin sollten Sie sich auf keinen Fall darauf verlassen, dass der Staat auch in einer Krise seinen Leistungen wie Renten- oder Pensionszahlungen weiter in der heutigen Größenordnung nachkommen kann und wird.

Aktiver Krisenschutz ist wichtig

Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie Ihr Vermögen vor Verlusten in einer neuen Finanzkrise schon heute aktiv absichern. Ich rate dazu, dass Sie so viel Bargeld vorhalten, um damit für mindestens zwei Monate die Finanzierung der Ausgaben für Ihren derzeitigen Lebensstandard abzusichern. Das bietet Ihnen auf jeden Fall schon einmal eine kleine finanzielle Basis.

Zusätzlich ist eine flexible Aufteilung des Vermögens von großer Bedeutung. Denn eins muss Ihnen klar sein: Wer zu stark auf einzelne Anlageklassen setzt, geht schlicht und einfach zu große Risiken ein. Ganz aktuell gilt das beispielsweise für eine zu große Gewichtung von Aktien. Auf dem aktuellen Niveau nahe den Rekordständen ist eine massive Korrektur sehr wahrscheinlich und damit werden etliche Investoren massive Verluste erleiden. Wer sich hier flexibel aufstellt, kommt deutlich besser durch die bevorstehende Krise. Das steht für mich fest.

Bankenkrise – Last fauler Kredite reißt italienische Banken in den Abgrund

Neben dem politischen Chaos in Berlin stehen aktuell fast nur positive Daten zur wirtschaftlichen Lage auf der Agenda. Es ist schon bezeichnend, dass die Bankenkrise, die ja keinesfalls beendet und gelöst ist, nur noch als Randnotiz erwähnt wird.

Drama in Italien

Und da wären wir wieder beim nach wie vor desaströs schlechten Zustand der Banken in Italien. Hier ist die Lage weiterhin extrem angespannt, ja prekär. Sie erinnern sich vielleicht, dass nicht vor allzu langer Zeit die älteste Bank der Welt, die Monte dei Paschi die Siena, vom italienischen Staat gerettet werden musste. In diesen Spätherbsttagen geht es nun um die neuntgrößte Bank des Landes, die vor dem Zusammenbruch gerettet werden muss.

Faule Kredite im Fokus

Konkret geht es um die altehrwürdige Banca Carige, die 1483 gegründet wurde. Die Bank betreibt 600 Filialen und betreut sage und schreibe eine Million Kunden. Schockierend hoch ist allerdings die Lasten der faulen Kredite, die sich im Kreditbuch der Bank aus Genua angehäuft haben.

Hier reden wir über eine gigantische Verlustsumme von drei Milliarden Euro, die seit dem Jahr 2013 aufgelaufen ist. Wenig verwunderlich, dass die Bank mit einer extremen Kapitalerhöhung und einer Finanzspritze der Anleihenbesitzer insgesamt 560 Millionen Euro einwerben muss, um nicht von der Bildfläche zu verschwinden.

In der Praxis heißt das, dass die Anteilseigner, die Aktionäre der Bank durch die anstehende Mega-Kapitalerhöhung gnadenlos kalt enteignet werden. Die Aktionäre müssen nun bis zum 6.12.2017 neue Aktien im Gesamtwert von 500 Millionen Euro zeichnen. Wohl gemerkt, wir reden hier von einem Ausgabekurs der neuen Aktien von einem Cent pro Aktie.

Dramatischer Kurssturz

Ja, Sie lesen richtig, die Aktie der Banca Carige ist auf ein Niveau von nur noch einem Cent verkommen. Anders formuliert, die Aktionäre haben ihren Kapitaleinsatz aufgrund des extremen Kursrückgangs bereits fast komplett verloren. Es wird spannend, ob insbesondere die vielen Kleinaktionäre weiteres frisches Geld der Bank zuschießen. Immerhin hat sich ein internationales Bankenkonsortium, das aus der Deutschen Bank, der Barclays Bank und der Credit Suisse besteht, dazu verpflichtet, die nicht platzierbaren neuen Aktien zu kaufen.

Womöglich ist das auch nicht die letzte Finanzspritze, die die Bank braucht. Im offiziellen Prospekt zur Kapitalerhöhung räumt die Bank selbst ein, dass die Betriebsmittel nicht ausreichen würden, um den Bedarf für die nächsten zwölf Monaten zu decken. Zudem sei nicht ausgeschlossen, dass die EZB eine weitere Stärkung des Kapitalpolsters fordert.

Ja, liebe Leser, das dramatische Beispiel der Banca Carige zeigt leider sehr klar auf, dass die Bankenkrise in Europa auch im Jahr 2017 im Hintergrund weiterschwelt und nicht gelöst ist.

Eurokrise – EU wegen italienischer Staatsschulden besorgt

Die Eurokrise scheint – zumindest für das Gros der Massenmedien – gelöst und beendet zu sein. Leider ist es aber so, dass die Krise, die im Kern ja eine Schuldenkrise, eine Staatsschuldenkrise ist, alles andere als überwunden ist. Ganz im Gegenteil. Selbst die Bürokraten bei der EU in Brüssel machen sich völlig berechtigt Sorgen um die Staatsfinanzen in einigen Mitgliedsstaaten.

Blauer Brief für Italien

Jahr für Jahr schaut die EU-Kommission genau auf die Haushaltspläne der diversen Staaten. Und da gerät das Krisenland im Süden, Italien, einmal mehr in den Fokus. Erst jüngst bekam die italienische Regierung deswegen den blauen Brief aus Brüssel. EU-Finanzkommissar Moscovici macht in dem Brief der italienischen Regierung klar, dass bei der Bewertung der Haushaltspläne aller Euro-Länder Italien besonders schlecht abschneiden würde. Konkret heißt es, dass die immense Verschuldung von Italien ein großes Risiko für die gesamte Eurozone sei.

Gigantischer Staatsschuldenberg

Zweifelsohne, Italien kämpft und leidet seit Jahren mit einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Italiener haben nunmehr einen gewaltigen Staatsschuldenberg von 2,2 Billionen Euro angehäuft. Und die Bankenkrise ist alles andere als beendet, geschweige denn gelöst. Wenig verwunderlich, dass sich die Bürokraten in Brüssel große Sorgen um Italien machen.

In dem blauen Brief an die Regierung in Rom heißt es wortwörtlich, dass eine so hohe öffentliche Verschuldung den Handlungsspielraum für produktivere Investitionen zugunsten der Bürger einschränken würde. Das ist schon mehr als nur ein erhobener Zeigefinger. Anders formuliert, selbst in Brüssel sind die Eurokraten ob der Lage in Italien äußerst besorgt.

Weitere Sorgenkinder der Eurokraten

Damit aber nicht genug. Es gibt weitere Länder, deren Budgteplanung die Eurokraten umtreibt. Selbst Länder wie Österreich, Belgien, Portugal und die Slowakei werden wohl im Neuen Jahr 2018 die Haushaltsziele, die im Währungs- und Stabilitätspakt vorgeschrieben wurden, nicht erreichen. Besonders schlecht steht es dabei um die belgischen Staatsfinanzen.

Ja, liebe Leser, die Eurokrise ist zwar nicht mehr im Fokus der Medien. Fakt ist aber, dass wir meilenweit von einer wirklichen Lösung entfernt sind. Im Gegenteil. Schon im Neuen Jahr 2018 stehen extrem wichtige Parlamentswahlen im Krisenland Italien an. Sollten bei der Wahl, die spätestens bis zum 20.5.2018 abgehalten werden muss, dann eurokritische Parteien relativ gute Ergebnisse erzielen, wird die Debatte um den Euro auch massenmedial in deutschen Landen wieder hochkochen. Alles eine Frage der Zeit eben…