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Unüberhörbare Warnungen vor schweren Zeiten

In der vergangenen Woche fand ja auf der indonesischen Insel Bali die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank statt. Am Rande dieser Tagung wurden von offizieller Seite gleich mehrere Warnungen ausgesprochen.

Wachsende Sorgen

Zum einen wurde die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum nach unten hin angepasst. Gleichzeitig wurde im Rahmen der Veröffentlichung des jüngsten Berichts des IWF zur Stabilität der Finanzmärkte ausdrücklich vor der wachsenden Sorge vor Turbulenzen gewarnt. Offener kann eine Warnung, die ja dann auch gleich an den Märkten „ankam“ kaum mehr kommuniziert werden.

Damit aber nicht genug. Die Chefin des IWF, Frau Lagarde aus Frankreich höchstpersönlich, äußerte aber noch weitere Sorgen. Sie gab unumwunden zu, dass sie sich nicht nur vor einem drohenden Handelskrieg fürchtet. Hinzu sind nun auch die Sorgen vor einem Währungskrieg gekommen. Fast schon flehentlich ermahnte sie insbesondere die großen Staaten, künftig deeskalierend zu agieren.

Kommt ein harter Brexit?

Zu dem ganzen „Schlamassel“ kommt ja noch die Gefahr eines ungeordneten, harten Brexit hinzu. Und hier wagte sich der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, höchspersönlich mit alarmierenden Warnungen aus der Deckung. Reuters zufolge warnte er vor einem drastischen Verfall der Immobilienpreise in Großbritannien, falls es keinen geordneten Brexit geben sollte. Carney verglich die möglichen Auswirkungen eines EU-Austritts ohne Abkommen demnach mit der Finanzkrise von vor zehn Jahren.

Bei einem harten Brexit könnten die Immobilienpreise innerhalb von drei Jahren um 35 Prozent fallen. Gleichzeitig sagte Carney eine steigende Inflation, steigende Zinsen und höhere Arbeitslosigkeit in Großbritannien voraus. Unzählige Hausbesitzer könnten in Schwierigkeiten geraten, ihre Kredite zurückzuzahlen.

Ja, liebe Leser, noch immer scheint gerade die Thematik „harter Brexit“ gerade in deutschen Landen massiv unterschätzt zu werden. Apropos Warnung, mit Blick auf einen harten Brexit war es Prof. Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft mit Sitz in Köln, der insofern Tacheles redete. Hüther zufolge wäre auf Seiten der EU Deutschland der Hauptleidtragende eines ungeregelten Brexit.

Wörtlich sagte er: „Die deutsche Industrie wird signifikant unter einem harten Brexit leiden.“ Herrn Hüther zufolge seien rund fünf Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts direkt oder indirekt vom Handel mit Großbritannien abhängig. Der deutsche Exportsektor müsste allein durch die Zölle mit Mehrkosten von 3,3 Milliarden Euro rechnen. Besonders betroffen wäre die deutsche Automobilindustrie, die fast 60 Prozent der zusätzlichen Lasten schultern müsste.

Hier gilt ganz klar: Nehmen Sie diese vielschichtigen Warnungen auf jeden Fall ernst.

Kurssturz am Aktienmarkt – Beginnt jetzt die Jahrhundertbaisse?

Jetzt ist es also – endlich werden viele Bären sagen – soweit. Die Aktienmärkte, allen voran auch der US-Markt, kommen urplötzlich massiv unter Druck. Noch am 3.10. dieses Jahres erreichte der berühmte Dow Jones Index bei knapp 27.000 ein Rekordhoch. Wenig später, genauer gesagt am 11.10. standen beim Tagestief nur noch 24.899 Zähler auf der Tafel. So schnell, ja so rasant kann es nach unten gehen.

Amazon-Aktie gerät unter Druck

Wir hatten ja schon im Februar dieses Jahres einen Flash-Crash am Markt erlebt. In den letzten Monaten setzte aber eine Erholung ein und Anfang Oktober wurden ja neue Hochs erreicht. Spannend war, dass die Erholung rein markttechnisch betrachtet nur von einigen wenigen hochkapitalisierten Aktien getragen wurde. Anders gesagt, einmal mehr waren es eine ausgewählte hochkapitalisierte Tech-Aktien, die die Indizes nach oben zogen. Kein Wunder also, dass nun selbst diese Überflieger unter die Räder kamen.

Sie erinnern sich? Noch Anfang September wurde massenmedial der Anstieg der Amazon-Aktie auf über 2.050 Dollar bzw. eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung gefeiert. Wenige Wochen später erfolgte nun der Absturz. Am 11.10. fiel die Amazon-Aktie zwischenzeitlich unter 1.700 Dollar. Sicherlich, nach dem irren Anstieg ist das für die Bullen noch nicht wirklich tragisch. Aber, ein Rückgang von um die 18 Prozent allein bei Amazon ist für viele schon ein Warnschuss.

Deutsche Aktien leiden stärker

Sehr schön zu sehen war in der vergangenen Handelswoche auch wieder, dass der deutsche Aktienmarkt im Sog der Verwerfungen an der Wall Street ebenfalls stark nachgab. Der alte Spruch „Wenn die Wall Street hustet, bekommt der deutsche Markt die Grippe“ erwies sich einmal mehr als goldrichtig. In der vergangenen Woche gab der deutsche Leitindex knapp fünf Prozent nach.

Das ist schon ein Wort, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der deutsche Markt ja die jüngsten Aufwärtsexzesse der Wall Street nicht mehr nachvollzog. Im Gegenteil, das Gros der Dax-Werte ist mittlerweile in der Baisse angekommen. Und wir reden hier schon über brachiale Abstürze, allen voran bei Werten wie Bayer, Continental oder Daimler.

Ja, liebe Leser, an den Märkten ist es sehr stürmisch geworden. Und die Zeichen stehen weiter eindeutig auf Sturm. Wohl gemerkt, der US-Markt ist nach wie vor ultra-teuer. Wir reden von einem Shiller-KGV von 31 und einer extrem tiefen Dividendenrendite von nur 1,8 Prozent beim S&P 500. Das ist lächerlich wenig in Relation zu den enormen Risiken, die an allen Ecken und Enden des Systems lauern. Selbst wenn sich der US-Markt „nur“ halbieren würde, wäre er immer noch nicht wirklich günstig. Bleiben Sie weiter extrem vorsichtig!

Crash-Gefahr: Weltweite Vermögen steigen auf neuen Rekordwert

Nach Erkenntnissen des von der Allianz-Versicherung herausgegebenen Global Wealth Report 2018 ist das weltweite Geldvermögen im Jahr 2017 mit 168 Billionen Euro auf einen neuen Rekordwert angestiegen. Das entspricht einer Zunahme von fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten 10 Jahren hat sich damit das weltweite Geldvermögen von damals 91 Billionen Euro um 85 Prozent gesteigert.

Was sich auf den ersten Blick positiv darstellt, sieht völlig anders aus, wenn Sie sich die Verteilung dieses Reichtums ansehen. Nur wenige Superreiche profitierten letztlich von dem Zuwachs. Das wird deutlich, wenn Sie das Durchschnittsgeldvermögen mit dem Medianvermögen vergleichen. Medianvermögen bedeutet, das Vermögen des Haushalts, der exakt in der Mitte steht. Im Falle Deutschlands mit 41,3 Millionen Haushalten heißt das, dass 20,65 Millionen Haushalte weniger und 20,65 Millionen mehr Vermögen besitzen, als der Medianwert angibt.

Demgegenüber macht das Durchschnittsvermögen keine Aussage über die Verteilung, da wenige Superreiche in einem Land von Bettlern den Durchschnitt nach oben ziehen, ohne dass die meisten Bewohner davon etwas haben.

Für Deutschland sieht die Geldvermögensverteilung besonders schlecht aus, was Sie an dem großen Unterschied zwischen Durchschnitts- und Median-Vermögen erkennen. Hier steht einem Durchschnittsvermögen von 52.400 Euro ein Median-Vermögen von nicht einmal 16.000 Euro gegenüber. Im weltweiten Vergleich steht die Schweiz sowohl beim Durchschnittsvermögen mit 174.000 Euro als auch beim Median-Vermögen von fast 88.000 Euro an der Spitze.

Medianvermögen in Deutschland extrem niedrig

D.h., in Deutschland ist das Durchschnittsvermögen um das 3,28-fache größer als das Median-Vermögen. Für die Schweiz liegt der Wert nur beim 1,98-fachen. In der Geschichte hat sich gezeigt, dass Länder umso schneller und auch härter von einer Wirtschaftskrise getroffen werden, je ungleicher das Vermögen verteilt ist.

Wird heute noch die Vermögensungleichheit durch den Sozialstaat kaschiert, ist das in einer großen Krise mangels staatlicher Geldeinnahmen nicht mehr möglich und es kommt zu schweren Verwerfungen. Für Sie heißt das, dass besonders Deutschland in der nächsten Finanzkrise schwer zu leiden haben wird. Deshalb sollten Sie gerade hier Ihrer finanziellen Absicherung höchste Priorität einräumen. Das tun Sie mit Investments in Fremdwährungen und auch Edelmetallen.

Eurokrise 2.0 – Turbulenzen am italienischen Rentenmarkt

Die erste Oktober-Woche hatte es wahrlich in sich. Zum einen flammte in Griechenland die Bankenkrise wieder voll auf. Zum anderen ist die Eurokrise ja weiter alles andere als ausgestanden. Neben Griechenland sorgte der Krisen-Gorilla Italien für Negativ-Schlagzeilen.

Italienischer Rentenmarkt bricht ein

Am italienischen Rentenmarkt kam es zu heftigen Turbulenzen. Die Kurse der Anleihen gaben massiv nach; die Renditen zogen stark an. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen schnellte auf den höchsten Stand seit März 2014 nach oben. Zwischenzeitlich lag die Rendite deutlich über 3,4 Prozent. Zum Vergleich, zehnjährige deutsche Anleihen werfen aktuell um die 0,4 Prozent ab. Kein Wunder, dass es auch am italienischen Aktienmarkt, insbesondere mit Blick auf die Kurse der Bankaktien, zu Turbulenzen kam. Die Verluste fielen aber noch relativ moderat aus.

Haushaltspläne der Regierung im Visier

Hintergrund der Turbulenzen sind ja die Pläne der neuen Regierung in Rom, das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr 2019 auf 2,4 Prozent hochzufahren. Beim jüngsten Treffen der Euro-Finanzminister waren die Pläne der Regierung Conte ja alles andere als begeistert aufgenommen werden. Der Vize-Chef der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, macht im Hintergrund mächtig Druck und drängt Rom dazu, die Budgepläne für 2019 zu verändern und ein deutlich geringeres Defizit im Staatshaushalt auszuweisen. Laut Dombrovskis widerspreche der aktuelle Haushaltsplan für das kommende Jahr den EU-Regeln des Wachstums- und Stabilitätspakts.

Euroskeptischer Ausschussvorsitzender sorgt für Unruhe

Hinzu kam in der vergangenen Woche, dass einmal mehr der Starökonom der Regierungspartei Lega Nord, Herr Claudio Borghi, die Turbulenzen regelrecht mit einer wie gewohnt eurokritischen Aussage befeuerte. Wörtlich soll der Professor für Ökonomie und Vorsitzende des Haushaltsausschusses laut der Agentur Reuters folgendes gesagt haben:

„Ich bin ehrlich überzeugt davon, dass Italien die meisten seiner Probleme lösen würde, wenn es eine eigene Währung hätte.“

Ja, liebe Leser, die Entwicklung in der vergangenen Woche zeigt klar auf, dass die Eurokrise alles andere als ausgestanden, geschweige denn gelöst ist. Im Gegenteil, die neue Regierung im Krisenland Italien wird auch in den kommenden Wochen und Monaten für Unruhe sorgen. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen ja nicht von ungefähr.

Angesichts der horrend hohen Staatsverschuldung der Italiener wirkt jeder Basispunkt Renditeanstieg wie pures Gift. Anders gesagt, die Nervosität ist mehr als berechtigt. Und unter dem Strich liegt Herr Borghi wohl nicht gänzlich falsch mit seiner Aussage, dass Italien mit einer Lira 2.0 die meisten seiner Probleme lösen könnte…

Crash-Gefahr: Verschuldung der Schwellenländer verdoppelte sich seit 2008

Die angespannte wirtschaftliche Lage der Schwellenländer sorgt für immer dunklere Wolken an den großen Finanzmärkten. Das liegt auch am fast ungebremsten Schuldenwachstum in diesen Ländern. Wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), quasi die Bank der Notenbanken, kürzlich bekannt gab, sind die Schulden der Schwellenländer wie beispielsweise Brasilien, Russland, Indien, Türkei oder Argentinien, massiv angestiegen.

Die Fremdwährungskredite dieser Länder haben sich seit der Finanzkrise 2008 nahezu verdoppelt. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Allein im ersten Quartal 2018 erreichten sie das Volumen von 3,7 Billionen Dollar und sind damit in den ersten drei Monaten 2018 nochmals um ganze 9 Prozent angestiegen.

Bei Fremdwährungskrediten handelt es sich um Schulden dieser Länder, die meist in US-Dollar zurückgezahlt werden müssen, da sie wegen der niedrigeren Zinsen in dieser Währung aufgenommen wurden. Das große Risiko besteht darin, dass, wenn die einheimischen Währungen der Schwellenländer verfallen, diese Schulden wegen der eingetretenen Kursverluste gegenüber dem Dollar schnell nicht mehr bedient werden können und damit diese Staaten in eine Krise kommen.

Die BIZ weist darauf hin, dass der massive Währungsverfall der türkischen Lira und des argentinischen Peso in diesem Jahr von 40 beziehungsweise 50 Prozent zeigen, wie angespannt die Lage ist. Außerdem: Je stärker die Zinsen in den USA steigen, umso mehr Kapital wird aus den Schwellenländern abgezogen und in den rentableren USA investiert.

Schulden laufen in den Schwellenländern aus dem Ruder

Hier tickt also eine weitere Zeitbombe. Der ganze scheinbare „Schwellenländer-Boom“ ist zum Großteil auf Schulden aufgebaut, Schulden, die in US-Dollar aufgenommen wurden und mit dem Währungseinbruch in den meisten Schwellenländern jetzt immer schwerer rückzahlbar werden. Zudem ist die Entwicklung in den Schwellenländern ein deutlicher Indikator dafür, dass sich die Boom-Zeit der letzten Jahre ihrem Ende nähert.

Dabei wird der Blick in die Schwellenländer immer wichtiger, denn deren Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung nimmt stetig zu. So wachsen diese Länder – trotz der aktuellen Probleme – wohl in diesem Jahr als gesamte Gruppe noch um rund 4,7%. Das ist deutlich schneller als die Weltwirtschaft, die nach aktuellen Zahlen des IWF im laufenden Jahr nur um3,7 % zulegen wird.

Für Sie heißt das, dass Sie sich gerade jetzt gegen einen unweigerlich näherkommenden Crash absichern sollten. Das tun Sie, indem Sie gezielt auf harte Fremdwährungen und auch auf Edelmetalle setzen.

Reigen an Gewinnwarnungen reißt nicht ab

Trotz der „vermeintlich“ ach so guten konjunkturellen Lage reißt die Serie an Gewinnwarnungen in deutschen Landen nicht ab. Und selbst große Dax-Konzerne sind vor Anpassungen der Jahresprognose nicht gefeit. Nun trifft es selbst solche Unternehmen, die sich noch vor wenigen Wochen als relativ konjunkturresistent erachteten.

BMW schockt mit Gewinnwarnung

So hatte zum Beispiel der Boss des Münchner Autokonzerns BMW, Harald Krüger, im August dieses Jahrs sein Unternehmen noch gut auf Kurs für ein weiteres Rekordjahr gesehen. Ende September musste er die Ziele nun deutlich nach unten schrauben. Zum ersten Mal seit sage und schreibe zehn Jahren gab es wieder mal eine Gewinnwarnung von BMW. Das Unternehmen werde Umsatz und Gewinn des vergangenen Jahres wohl nicht mehr erreichen, teilte der Autokonzern mit.

Als Hauptgründe wurden neue Zölle, die Rabattschlacht in Europa im Zuge der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchs-Messstandard WLTP sowie unerwartet viele Rückrufe angeführt. Die Investoren reagierten schockiert, die Aktie brach nach Veröffentlichung der Warnung um über fünf Prozent ein. Statt eines Umsatzanstiegs erwartet BMW jetzt einen leichten Umsatzrückgang. Zugleich werde der Gewinn vor Steuern um fünf bis zehn Prozent unter den 10,7 Milliarden Euro des vergangenen Jahres bleiben.

Für Kenner der Branche kommt die Warnung von BMW alles andere als überraschend. Die Konkurrenz aus Stuttgart, Daimler, hatte bereits im Juni einen Gewinnrückgang angekündigt. Und da wurden ähnliche Gründe wie bei BMW genannt.

Solarkonzern beklagt Markteinbruch in China

Sehr interessant auch, dass selbst Firmen aus angeblichen Zukunftsbranchen wie der Solartechnik-Konzern SMA Solar Technology massive Umsatz- und Gewinnrückgänge ankündigen. Der Vorstand des Unternehmens beklagte einen deutlich beschleunigten Preisverfall für seine Produkte. Zugleich wurde von Projektverschiebungen infolge des Markteinbruchs in China berichtet. Unter dem Strich hat der Vorstand von SMA die Umsatz- und Ergebnisprognose angepasst und rechnet für 2018 mit einem Umsatz von nur noch maximal 850 Mio. Euro.

Vorher hoffte man ja auf einen Umsatz von bis zu einer Milliarde Euro. Beim Gewinn geht der SMA-Vorstand für 2018 nur noch von einem ausgeglichenen bis leicht negativen Ergebnis aus. Die Aktie brach nach der Warnung zusammen. Und zwar auf nur noch gut 20 Euro. Zum Vergleich, im Frühsommer waren Anleger bereit, über 60 Euro für das Papier zu bezahlen.

Ja, liebe Leser, gut möglich, dass BMW und/oder SMA abermals die Prognose nach unten hin anpassen müssen. Das war ja auch beim größten Online-Modehändler Europas, Zalando, der Fall. Innerhalb von nur sechs Wochen musste das Unternehmen zwei Mal die Umsatz- und Gewinnerwartungen nach unten hin anpassen. Seien Sie also alles andere als überrascht, wenn in den kommenden Wochen und Monaten schlechte Nachrichten aus den Unternehmen kommen…

Viele bekannte Aktien sind aktuell im Sinkflug

Immer wieder ist zu lesen: Mit großen deutschen Aktien kann man als Anleger kaum etwas falsch machen. Das stimmt leider nicht – vor allem auch dann, wenn es um bekannte Namen geht. Wie schnell es in einem Index nach unten gehen kann, haben Sie noch am vergangenen Freitag gesehen: Da rauschte der DAX um knapp 2% nach unten. Das ist auf Tagessicht noch immer ein deutlicher Rückgang.

2 DAX-Titel haben 2018 schon mehr als 30% an Wert verloren

Nun schaue ich bei den Börsen nicht wirklich auf das Tagesgeschehen. Die mittel- bis langfristigen Trends sind da viel aussagekräftiger. Und hier habe ich wirklich erstaunliche Ergebnisse für Sie. Viele bekannte Namen an der Börse gehören aktuell zu den schwächsten Aktien überhaupt. Das hat mich schon überrascht.

Beim Blick auf die DAX-Statistik taucht auf dem letzten Platz für das nun immerhin schon drei Quartale laufende Börsenjahr mit der Deutschen Bank ein Wert auf, den ich da auch erwartet habe. Das Minus bei dem ehemaligen Star der deutschen Finanzszene immerhin knapp -36%.

Doch schon knapp dahinter mit einem Verlust von knapp 33% rangiert der Autozulieferer Continental. Und dann folgt mit der Lufthansa (-31%) einer der Stars des Börsenjahres 2017. Insgesamt liegen gleich 7 der insgesamt 30 DAX-Werte mit mehr als 20% im Minus in diesem Jahr. Dazu gehören noch weitere so bekannte Namen wie Bayer, Daimler oder auch die Deutsche Post.

Viele bekannte Aktien sind aktuell im Sinkflug

Doch auch auf längere Sicht können die großen Namen nicht überzeugen. 3 Jahre sind an der Börse eine Ewigkeit. Und auch hier haben Daimler, Bayer und vor allem die Deutsche Bank massive Verluste angehäuft. Bei Daimler sind es nur knapp 13%. Bei Bayer sind es dann schon rund 30%. Den Vogel schießt hier die Deutsche Bank mit einem 3-Jahresverlust von rund 51% ab.

Übrigens stehen nur 10 der 30 DAX-Werte 2018 überhaupt im Plus. Das zeigt Ihnen schon die großen Probleme am Aktienmarkt an. Und das wird nicht besser werden. Die Unternehmen haben schon reihenweise Prognosen zum aktuellen Geschäftsjahr einkassiert. Und dieser Trend wird sich jetzt auch weiter fortsetzen. Was dann passiert, zeigt Ihnen Continental: Diese Aktie ist schlicht und einfach abgestürzt. So etwas erwarte ich auch noch für weitere Unternehmen, die ihre Prognosen anpassen müssen.

Weltkonjunktur in großer Gefahr

Langsam aber sicher kommen die diversen Krisenherde in den Unternehmen mit voller Wucht an. Spannend ist in dem Kontext ja, dass selbst Unternehmenslenker offen eingestehen müssen, dass sie sich leider den weiteren Fortgang der Konjunktur nicht schnitzen können. Wohl gemerkt, diese Aussagen kommen in einem Umfeld, in dem in Europa immer noch von der Euro-Notenbank EZB geldpolitisch Vollgas gegeben wird. Offensichtlich ist an der Stelle selbst die Geldpolitik machtlos.

Weltkonjunktur in Gefahr

Olaf Berlien, Vorstandschef des Leuchten-Konzerns Osram mit Sitz in München, äußerte sich jedenfalls in der Süddeutschen Zeitung äußerst besorgt. Zur Erinnerung, der Kurs der Osram-Aktie ist in diesem Jahr nach diversen Gewinnwarnungen ja regelrecht abgestürzt. Gleichzeitig sieht Herr Berlien weiter eher dunkle Wolken am Himmel für die kommenden Monate.

Wenn die Kunden von Osram wie zum Beispiel Daimler ein Problem bekommen, ihre Fahrzeuge von den USA nach China zu verkaufen und umgekehrt, dann sei Osram davon immer betroffen. Das Unternehmen ist ja ein wichtiger Lieferant für viele Autohersteller und deren Zulieferer. Dem Vorstandschef zufolge gebe es zurzeit nur eine eingeschränkte Sicht auf die Entwicklung bis Weihnachten. Keiner könne sagen, wie sich die Weltwirtschaft weiter entwickeln werde. Ferner räumte er weiter ein, dass am Ende die ganze Weltkonjunktur in Gefahr sein könnte.

Konkrete Krisenherde im Visier

Interessant ist auch, welche konkreten Krisenherde der Osram-Chef aufzählt. Er nannte in dem Kontext den Brexit, den US-amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt, die Krise in Italien und der Türkei. In der Tat sind das aktuell die Problemherde, die medial am meisten im Fokus stehen. Zweifelsohne.

Die anderen strukturellen Krisen wie die weltweite Überschuldung, die Probleme im Bankensektor (in Europa stehen ja noch immer über 700 Milliarden Euro an ausgefallenen Darlehen in den Büchern der Banken), die Schrumpfvergreisung – Stichwort demographischer Wandel – der Gesellschaft, die klimatische Veränderung, die diversen Blasen in den verschiedenen Vermögenspreiskategorien wie Immobilien, Renten und Aktien und vieles mehr sind da im Übrigen noch gar nicht berücksichtigt.

Ja, liebe Leser, es stehen wieder unruhige Zeiten bevor. Einzig fraglich ist, welcher konkrete Auslöser es sein wird, der die Weltwirtschaft zum Entgleisen bringen wird. Es geht hier wahrlich nicht mehr um das „ob“, sondern nur wann das der Fall sein wird. Zu bedenken ist, dass die Fallhöhe im Vergleich zur letzten größeren Krise 2008 ungleich höher ist und die Notenbanken relativ machtlos sein werden. Sie haben ihr geldpolitisches Pulver ja bereits verschossen. Ja, auch die Notenbanker können am Ende die Konjunktur nicht schnitzen!

Der Crash kommt – und er wird in den USA starten

Die Stimmung an den Börsen ist viel besser als die Lage. Und das wird nicht mehr lange gutgehen – so viel steht für mich fest. Nun tauchen auch immer mehr Warnungen von renommierten Wirtschafts- und Börsenexperten auf. So hat jetzt der amerikanische Wirtschaftsexperte John Hussman, ehemaliger Wirtschaftsprofessor an der Universität von Michigan und Präsident des Hussman Investment Trusts, vor einem Crash der US-Aktien gewarnt. Seiner Ansicht nach soll der S&P500-Aktienindex dabei um 64 Prozent und der Dow-Jones sogar um 69 Prozent einbrechen.

Als Gründe dafür sieht er Rekord-Überbewertungen an der Aktienbörse und einen auseinanderdriftenden Markt, in dem nur noch wenige Papiere den Index nach oben treiben. Der Markt ist seiner Ansicht nach überbewertet, überkauft – also die Nachfrage nach Aktien ist viel zu groß – und überbullish, was eine gefährliche Mischung darstellt, die zu einem Crash führen wird.

US-Krisenexperte warnt vor massivem Crash

Besonders interessant sind seine Aussagen, weil er auch die Crashs der Jahre 2000 und 2008 präzise prognostizierte. Schon im März 2000 sah er treffsicher einen Crash des Nasdaq100- Technologieindex in den USA mit einem Verlust von 83 Prozent voraus. Auch im Jahr 2007 prognostizierte er einen massiven Einbruch des S&P500-Aktienindex von 40 Prozent, der dann im Jahr 2008 sogar um 55 Prozent einbrach. Daher sollten Sie jetzt ganz genau hinhören, welch ein so profilierter Krisenexperte aktuell wieder Alarm schlägt.

Wie Sie wissen, sehe ich die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten auch mit großer Sorge. Ich halte nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die Immobilienmärkte fast in der ganzen Welt anfällig für einen erneuten Crash. Speziell auf die Börsen kann ich nur sagen: Jetzt haben wir den zweitlängsten Boom der Börsengeschichte und wenn nur noch wenige Aktien den Index nach oben ziehen, dann spricht das ganz klar für eine Blase und einen baldigen Crash. Und gerade in den USA haben zuletzt die großen Namen wie Facebook, Amazon oder Google die großen Indizes fast schon alleine nach oben gezogen.

Deshalb ist es für Sie wichtig, sich von zyklischen Aktien komplett fernzuhalten und nur in ausgewählte sichere Aktien zu investieren. Das sind Unternehmen, die auch in Krisenzeiten weiter an ihrem jeweiligen Markt bestehen und ihre Marktmacht dabei sogar noch ausbauen können. Zusätzlich ist die breite Streuung des Vermögens ganz wichtig – dazu bekommen Sie hier immer wieder direkte Tipps.

Anhaltend schlechte Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft

In deutschen Landen ist ja medial immer noch von einer starken und robusten konjunkturellen Lage die Rede. Anscheinend wird versucht, die schlechten Nachrichten nicht einmal zu ignorieren. Dennoch kamen in jüngster Vergangenheit mehr als nur ernüchternde Daten von der Konjunkturfront.

Rückläufige Exporte

Das Statistische Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden teilte laut der Agentur Reuters jedenfalls mit, dass im Juli dieses Jahrs sowohl die Exporte als auch die Industrieproduktion völlig überraschend rückläufig waren. Und zwar trotz der Tatsache, dass schon in den Monaten zuvor die Ausfuhren zurückgingen. Die Exporte fielen um 0,9 Prozent zum Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass es auch bei der Industrieproduktion Probleme gab. Die Industrie stellte im Juli 1,9 Prozent weniger her als im Vormonat. Die gesamte Produktion – zu der auch noch Bau und Versorger gehören – schrumpfte um 1,1 Prozent. Auch hier hatten Ökonomen mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

Anhaltender Auftragsschwund

Ferner wurde bekannt, dass sich der Auftragsschwund in der deutschen Industrie zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wegen der schwächer werdenden Auslandsnachfrage fortsetzte. Jedenfalls waren die Aufträge erneut rückläufig. Und zwar um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Juni 2018. Für die große Heerschar der Beobachter kam dieser Rückgang völlig überraschend. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg von 1,8 Prozent erwartet.

Damit sind nun schon in sechs der sieben in 2018 erfassten Monate die Bestellungen rückläufig gewesen. Selbst das Ministerium in Berlin merkte an, dass sich die Auftragseingänge seit dem Beginn des Jahres 2018 merklich abgeschwächt hätten. Die Behörde betonte, dass die weltweiten Verunsicherungen durch Handelskonflikte eine Rolle gespielt haben.

Darüber hinaus gebe es Engpässe bei der Zulassung neuer Autos wegen strengerer Abgasregeln. Dadurch seien die Bestellungen von Fahrzeugen gesunken. Insbesondere die schwelenden Handelskonflikte der USA und die stockenden Brexit-Verhandlungen sorgen in der Industrie für Unsicherheit, das meint laut Reuters jedenfalls Sophia Krietenbrink vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Ja, liebe Leser, unter dem Strich gingen die neuen Bestellungen im Juli aus dem Ausland um 3,4 Prozent zurück. Die Aufträge aus der Euro-Zone fielen dabei um 2,7 Prozent, die aus dem Rest der Welt um 4,0 Prozent. Die Zeiten für die deutsche Industrie werden jedenfalls nicht einfacher. Und damit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, ehe auch in deutschen Landen massenmedial diese eklatante Schwächephase ganz oben auf die Agenda kommen wird…