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Aktieneuphorie zum Jahresanfang ist ein Warnsignal

Der Blick auf die Aktienmärkte verheißt nichts Gutes. Daher möchte ich Ihnen heute noch einmal die aktuelle Lage in den USA naher bringen, denn ich gehe davon aus, dass von dort schon bald massive Verwerfungen für die Börsen ausgehen werden.

Und gerade dann wenn es positiv an den Börsen aussieht, ist die Gefahr für einen Rückschlag groß. Doch zunächst war der US-Aktienmarkt erst einmal damit beschäftigt, den massiven Einbruch aus dem 4.Quartal wieder auszugleichen. Nachdem der US-Aktienindex S&P 500 letztes Jahr vom Hoch im September bis zum Tief Ende Dezember 2018 fast 20 Prozent an Wert eingebüßt hatte, ist er im Januar wieder um fast 8 Prozent angestiegen. Das ist der größte Zuwachs des S&P 500 innerhalb eines Monats seit 32 Jahren.

Doch solche schnellen Anstiege der Aktienkurse nach einem kräftigen Absturz in nur drei Monaten, sind keineswegs ein Zeichen dafür, dass jetzt alles überstanden ist, sondern es zeigt Ihnen, dass die Anleger nach wie vor euphorisch und leichtsinnig sind. Immer noch glauben die meisten von ihnen, dass es auch in Zukunft an den Aktienbörsen nur aufwärtsgehen kann. Deshalb meinten sie, im Januar eine Chance darin zu sehen, wieder Aktien nachzukaufen.

Aktueller Anstieg ist ungesund für die Börsen – Korrekturgefahr weiter groß

Doch die Geschichte zeigt deutlich, dass es langfristige Anstiege am Aktienmarkt nur dann geben kann, wenn eine vorherige kräftige Korrektur auch die Euphorie und Gier zerstört hat und wieder vernünftig investiert, statt nur spekuliert wird.

Dazu kommt, dass bis zum September 2018 beim S&P 500 immer neue Rekordkurse erreicht wurden und das, obwohl die Entwicklung der realen Wirtschaft solche Kursgewinne bei Weitem nicht rechtfertigte. 2017 stieg der S&P 500 mit einem Gewinn von fast 20 Prozent sogar zehn Mal schneller an als die reale Wirtschaft mit einem Wachstum von nur 2 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Solche massiven Überbewertungen sind noch lange nicht korrigiert und deshalb ist der S&P 500 gerade jetzt wieder ein heißer Crash-Kandidat.

Doch nicht nur in den USA sind die Börsen in den vergangenen Jahren deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft gewachsen. Das ist auch in Deutschland passiert und zeigt uns einen Anstieg der Ungleichgewichte zwischen realer Wirtschaft und Börse an. Zusammen mit dem deutlichen Exportüberschuss ist das eine reale Gefahr für die Stabilität an den Finanzmärkten – ob nun in den USA oder auch bei uns in Deutschland.

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