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Crash-Gefahr: Verschuldung der Schwellenländer verdoppelte sich seit 2008

Die angespannte wirtschaftliche Lage der Schwellenländer sorgt für immer dunklere Wolken an den großen Finanzmärkten. Das liegt auch am fast ungebremsten Schuldenwachstum in diesen Ländern. Wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), quasi die Bank der Notenbanken, kürzlich bekannt gab, sind die Schulden der Schwellenländer wie beispielsweise Brasilien, Russland, Indien, Türkei oder Argentinien, massiv angestiegen.

Die Fremdwährungskredite dieser Länder haben sich seit der Finanzkrise 2008 nahezu verdoppelt. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Allein im ersten Quartal 2018 erreichten sie das Volumen von 3,7 Billionen Dollar und sind damit in den ersten drei Monaten 2018 nochmals um ganze 9 Prozent angestiegen.

Bei Fremdwährungskrediten handelt es sich um Schulden dieser Länder, die meist in US-Dollar zurückgezahlt werden müssen, da sie wegen der niedrigeren Zinsen in dieser Währung aufgenommen wurden. Das große Risiko besteht darin, dass, wenn die einheimischen Währungen der Schwellenländer verfallen, diese Schulden wegen der eingetretenen Kursverluste gegenüber dem Dollar schnell nicht mehr bedient werden können und damit diese Staaten in eine Krise kommen.

Die BIZ weist darauf hin, dass der massive Währungsverfall der türkischen Lira und des argentinischen Peso in diesem Jahr von 40 beziehungsweise 50 Prozent zeigen, wie angespannt die Lage ist. Außerdem: Je stärker die Zinsen in den USA steigen, umso mehr Kapital wird aus den Schwellenländern abgezogen und in den rentableren USA investiert.

Schulden laufen in den Schwellenländern aus dem Ruder

Hier tickt also eine weitere Zeitbombe. Der ganze scheinbare „Schwellenländer-Boom“ ist zum Großteil auf Schulden aufgebaut, Schulden, die in US-Dollar aufgenommen wurden und mit dem Währungseinbruch in den meisten Schwellenländern jetzt immer schwerer rückzahlbar werden. Zudem ist die Entwicklung in den Schwellenländern ein deutlicher Indikator dafür, dass sich die Boom-Zeit der letzten Jahre ihrem Ende nähert.

Dabei wird der Blick in die Schwellenländer immer wichtiger, denn deren Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung nimmt stetig zu. So wachsen diese Länder – trotz der aktuellen Probleme – wohl in diesem Jahr als gesamte Gruppe noch um rund 4,7%. Das ist deutlich schneller als die Weltwirtschaft, die nach aktuellen Zahlen des IWF im laufenden Jahr nur um3,7 % zulegen wird.

Für Sie heißt das, dass Sie sich gerade jetzt gegen einen unweigerlich näherkommenden Crash absichern sollten. Das tun Sie, indem Sie gezielt auf harte Fremdwährungen und auch auf Edelmetalle setzen.

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