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Deutscher Immobilienmarkt – Bundesbank warnt vor Preisübertreibungen

Seit Jahren geht es wild zu am deutschen Immobilienmarkt. Insbesondere in den gefragten Lagen der Ballungszentren zehren die hohen Mieten an den Einkommen der Bürger. Die Partei Bündnis 90/ Die Grünen fragte in dem Kontext in jüngster Vergangenheit beim Bundesbauministerium an.

Und das Ergebnis der Anfrage spricht im negativen Sinne für sich. Fast 40 Prozent aller Haushalte, die zur Miete wohnen, müssen demnach mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Und es kommt noch schlimmer. Mehr als jeder sechste Mieter-Hauhalt muss sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete ausgeben.

Zahlen aus dem Jahr 2014

Das Bauministerium des Bundes in Berlin beruft sich dabei auf offizielle Zahlen aus dem Jahr 2014. Es steht folglich zu befürchten, dass sich die Relationen weiter massiv verschlechtert haben und die Bürger noch mehr ausgeben müssen, um sich das schiere Wohnen leisten zu können. Am Rande sei hier auch erwähnt, dass für viele Menschen angesichts dieses Wahnsinns der Traum von den eigenen vier Wänden in sehr weite Ferne rückt. Bitter, aber wahr.

Extremer Preisanstieg bei Wohnimmobilien

Das böse Treiben am Immobilienmarkt ruft mittlerweile selbst die biederen Bundesbanker auf den Plan. Im Rahmen des jüngsten Finanzstabilitäts-Berichts lag der Risiko-Fokus neben der Nullzinspolitik der EZB auf der Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt. Grundsätzlich stellten die Ökonomen der Bundesbank fest, dass die Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2016 um sechs Prozent gestiegen seien.

Sehr bedenklich stimmt weiter, dass allein im ersten Halbjahr 2017 die Preise um weitere 5,4 Prozent gestiegen seien. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem sich selbst die Aufseher der Bundesbank nicht mehr unbesorgt zurücklehnen können. Die Bundesbank verweist dabei auf die eigenen Modellrechnungen. Diese würden darauf hindeuten, dass es dabei insbesondere in den Städten der Republik zu Überbewertungen am Immobilienmarkt kommt.

Ja, liebe Leser, die Bundesbank vermeldet amtlich, dass wir mittlerweile eine Überbewertung haben. Das sagt schon alles. Noch brisanter ist, dass die Ökonomen auch das Maß der Preisübertreibung beziffern. Demnach hätten sich die Preisübertreibungen im vergangenen Jahr auf 15 bis 30 Prozent belaufen.

Keine Frage: Eine Übertreibung von bis zu 30 Prozent ist schon ein Wort. Und das sagt niemand anderes als die Bundesbank. Lassen Sie sich um Himmels willen nicht dazu verführen, jetzt noch irrsinnig überteuerte Immobilien-Investments in den teuren Ballungsregionen einzugehen! Immobilien zu kaufen – die Preise sind völlig überzogen und das gilt flächendeckend in Deutschland.

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