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Dramatische Verluste an den Börsen zum Abschluss 2018

Alle Jahre wieder freuen sich die Bullen auf die Jahresendrally. Meist ist diese Hoffnung ja auch berechtigt. Im Jahr 2018 ging die Rally aber in die andere Richtung. Und zwar mit einer Dynamik und Stärke, die schon beeindruckend war.

Dow Jones verliert in der Woche vor Weihnachten fast sieben Prozent

Tatsache ist jedenfalls, dass der altehrwürdige Dow Jones in der Vorweihnachtswoche fast sieben Prozent bzw. sage und schreibe 1.700 Punkte an Wert verlor. Einen derart herben Verlust auf Wochenbasis gab es zuletzt im Jahr 2011. Allein im Dezember verlor der US-Standardwerteindex damit rund zwölf Prozent. Ein derartig heftiger Kurssturz kann getrost als historischer Aderlaß bezeichnet werden. Höchst beachtlich auch, dass die zuvor gefeierten Börsenstars aus der Technologiebranche auch massiv unter Druck kamen.

Nasdaq100 büßt rund 13 Prozent ein

Stark Federn mussten allen voran die sog. FAANG-Aktien lassen. Die Aktien von Amazon, Apple, Netflix, Alphabet und Facebook verloren allein am Freitag vor Weihnachten zwischen 3,2 und 6,3 Prozent. Unter dem Strich ging es mit dem Nasdaq100 in der Woche vor den Festtagen um mehr als acht Prozent nach unten. Im Dezember beläuft sich das Minus damit auf knapp 13 Prozent. Höchst beachtlich insofern, dass der Analyst Mika Inkinen von der Großbank JPMorgan in dem Kontext  von einer “Kapitulation der Investoren” sprach.

Angst vor Rezession geht um

Wenig verwunderlich auch, dass die Angst vor einer wirtschaftlichen Schwächephase immer größer wird. Herr Inkinen begründete den Kurssturz am Aktienmarkt mit der Angst der Anleger vor einer Rezession. Er verwies in dem Zusammenhang auf den US-Anleihemarkt, wo sich der Renditeabstand zwischen kurzlaufenden Papieren und solchen mit langen Laufzeiten immer mehr verringern würde.

Diese Tendenz habe sich nach der Dezember-Sitzung und Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed nochmals verschärft. Die Inversion der Zinskurve gilt ja immer noch als äußerst verlässlicher Indikator für eine bevorstehende Rezession. Immer öfter wird ja selbst massenmedial davon gesprochen, dass schon im Jahr 2020 die US-Wirtschaft in die Rezession fallen könnte.

Ja, liebe Leser, nach dem Schein-Boom der vergangenen Jahre wäre es völlig normal, wenn die Wirtschaft in den kommenden Jahren in eine lange Rezession fallen würde. Nach den Exzessen der Vorjahre wäre es folglich auch alles andere als überraschend, wenn die Baisse nach der historisch langen Hausse umso heftiger und länger anhalten wird. Stellen Sie sich jetzt schon darauf ein!

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