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EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen an den Märkten

An den weltweiten Finanzmärkten scheint die Party wild und ohne absehbares Ende weiterzugehen. Das extreme Treiben ruft nun auch die führenden Notenbanker Europas auf den Plan. In diesen Tagen legten sowohl die EZB wie auch die Deutsche Bundesbank ihre aktuellen Stabilitätsberichte vor. Darin warnten die führenden Notenbanker die Investoren ausdrücklich vor zu großer Risikobereitschaft.

Risiken bestehen weiter

Die Deutsche Bundesbank betonte, dass die momentan noch relativ günstige konjunkturelle Situation und die geringe Volatilität an den Finanzmärkten nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass Risiken für die Stabilität des deutschen Finanzsystems bestehen. Die Ökonomen betonten, dass sich die Risiken im ungünstigen Falle weiter aufbauen könnten.

Durch die niedrigen Zinsen und die gute konjunkturelle Lage bestehe vor allem die Gefahr, dass die Schuldentragfähigkeit von Marktteilnehmern überschätzt werde. Die Experten warnen weiter, dass es gefährlich sei, die günstige aktuelle Entwicklung einfach für die Zukunft fortzuschreiben. Eine solche Entwicklung könnte dazu führen, dass bestehende Risiken systematisch unterschätzt werden.

EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen

Die EZB führte in dem Kontext weiter aus, dass insbesondere globale Risiken keinesfalls unterschätzt werden sollten. Diese Risiken könnten zu einer plötzlichen Korrektur an der Börse führen. Eine solche Entwicklung hätte gravierende negative Folgen für die Finanzstabilität. Sehr spannend ist auch, dass die EZB mit Blick auf die Korrektur allen voran den Anleihenmarkt im Visier hat. Explizit verwiesen die Euro-Notenbanker auf die Gefahr plötzlicher Korrekturen an den Rentenmärkten.

Die Notenbanker führten dann weiter aus, dass große Investoren dann womöglich erhebliche Verluste verkraften müssten. Höchst beachtlich auch, dass die EZB in dem Zusammenhang gezielt auf Investmentfonds hinweist, die von einer derart negativen Entwicklung massiv betroffen wären. So würde bei Versicherern und Pensionsfonds der Anleiheanteil in den Portfolios bei fast 40 Prozent liegen.

Ja, liebe Leser, die Notenbanker warnen urplötzlich vor den Gefahren und Risiken, die von der Nullzinspolitik ausgehen. Anders formuliert, die Notenbanker warnen vor den Folgen der Geldpolitik, die sie selbst betreiben. Nichtsdestotrotz sollten wir die Warnungen sehr, sehr ernst nehmen.

Die Gefahr ist groß, dass die Finanzkrise 2.0 urplötzlich und für die meisten völlig unerwartet zuschlagen wird. Es ist schon bezeichnend, dass die EZB vor erheblichen Verlusten bei Investmentfonds warnt. Am Ende stellt sich also nur noch die Frage, wann nun diese plötzliche Korrektur einsetzen wird. Allzu lange wird es sicherlich nicht mehr dauern….

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