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Goldener Konjunkturherbst fällt 2018 aus

“Die weltweiten Unsicherheiten bremsen die deutsche Wirtschaft aus”, das waren die deutlichen Worte, das Fazit des Präsidenten des Ifo-Instituts, Prof. Clemens Fuest, als er den im Oktober stärker als erwartet rückläufigen Geschäftsklima-Index kommentierte.

Der XXL-Aufschwung ist beendet, nun droht eine längere Phase der Schwäche für die deutsche Wirtschaft. Reuters zufolge sieht der Wirtschaftsforscher insbesondere die von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte und den geplanten EU-Austritt Großbritanniens als Stimmungsbremser.

Warnlampen blinken auf

Fakt ist, dass der Ifo-Index im Oktober stärker als von den Experten erwartet von 103,7 auf 102,8 im September gefallen ist. Im Verarbeitenden Gewerbe fiel das Ifo-Stimmungsbarometer im Oktober besonders deutlich. Schlecht lief es hier vor allem in der Automobilbranche. Herr Wohlrabe, Experte vom Ifo-Institut, konstatierte, dass sich in der Autobranche Pessimismus breit machen würde.

Ferner seien die Erwartungen bei den Exporten deutlich gesunken. Kein Wunder also, dass Herr Kipar, Volkswirt von der BayernLB, anmerkt, dass nach den jüngsten Ifo-Daten die konjunkturellen Warnlampen noch einmal heller aufleuchten würden. Die Kombination aus Lage und Erwartungen deute auf eine Abschwächung der konjunkturellen Lage hin. Darüber hinaus betont laut Reuters der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, dass die Wachstumsprognosen für Deutschland und auch für den Euro-Raum womöglich noch weiter nach unten angepasst werden müssten.

Kein goldener Herbst in Sicht

Ja, liebe Leser, ein goldener konjunktureller Herbst ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Im Trommelwirbel der vielen Prognoseanpassungen der letzten Tage ging eine einschneidende Hiobsbotschaft regelrecht unter. Fakt ist, dass Ende des Jahres 2020 die letzte große Computerfabrik in Deutschland seine Pforten für immer schließen wird.

Das Fujitsu-Werk in Augsburg soll geschlossen werden; 1.500 Arbeitsplätze werden hier für immer verschwinden. Anders formuliert, nun zeigen sich auch am Arbeitsmarkt erste starke Gewitterwolken. Und hier stellt sich die Frage, ob die Autobranche in Deutschland auch künftig weiter so viele Menschen beschäftigen kann. Hier sind große Fragezeichen absolut angebracht.

Drastischer formuliert, die große Gefahr besteht, dass es in einigen Jahren heißen wird, dass in Deutschland die letzte große Autofabrik seine Pforten wird für immer schließen müssen. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die deutsche Wirtschaft vor schweren Zeiten steht. Die Bäume werden auf keinen Fall in den Himmel wachsen. Noch mag keiner der Experten von einer Rezession sprechen – aber die Gefahr ist auf jeden Fall vorhanden.

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