Produkt Logo

Krisenwarnung: IWF untersucht Goldwährung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat jetzt in einer neuen Studie die historische Bedeutung des Goldstandards als Währungsgrundlage untersucht, was auch praktische Relevanz für Sie heute hat. Goldstandard bedeutet, dass das von einer Notenbank herausgegebene Bargeld in einem bestimmten Verhältnis mit Gold bei der Notenbank hinterlegt sein musste. Die Notenbank kann dabei nur dann weiteres Bargeld emittieren, wenn sie auch entsprechende Mengen an Gold eingelagert hat. Andererseits bedeutet der Goldstandard auch, dass man das im Umlauf befindliche Bargeld bei der Notenbank gegen Gold eintauschen kann.

Wie der IWF jetzt herausfand, war gerade dieser Goldstandard, der in Deutschland nach der Reichsgründung im Jahr 1871 eingeführt wurde, für die lange Depression ab dem Jahr 1873 verantwortlich. Nach dem Crash 1873 dauerte es bis zum Jahr 1896, bis wieder das wirtschaftliche Niveau der Vorkrisenzeit erreicht wurde. Nach Erkenntnissen des IWF hat gerade der Goldstandard dazu geführt, dass ganz Europa in eine Deflation und Abwärtsspirale gezogen wurde.

Goldstandard fördert sogar die Deflation

Das bestätigt meine Erkenntnisse, wonach der Goldstandard zwar sehr gut eine Inflation verhindert, jedoch gerade die viel gefährlichere Deflation fördert. Mit einer Goldbindung werden die Handlungsmöglichkeiten der Währungspolitik eingeschränkt und die Notenbank kann in Krisenzeiten durch die feste Goldbindung nicht flexibel reagieren.

Dazu kommt, dass dann die Wirtschaft auf zufällige Goldfunde und die wenigen Goldförderländer angewiesen ist. Ähnliches wie in der Krise Ende des 19. Jahrhunderts ereignete sich auch in der Weltwirtschaftskrise. Nachdem Mitte der 1920er Jahre der vor dem 1. Weltkrieg geltende weltweite Goldstandard wieder eingeführt wurde, dauerte es nur bis 1929, bis u. a. auch deshalb die Weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde.

Doch handelt es sich hier nicht nur um eine historische Episode, sondern es hat auch praktische Konsequenz für Sie. Derzeit bauen China und Russland enorme Goldreserven auf. Offiziell besitzt China zwar nur knapp 2.000 Tonnen Gold, doch wurde schon in der dortigen Presse zugegeben, dass China mindestens 12.000 Tonnen Gold besitzt und diesen Bestand weiter ausbaut.

Meiner Ansicht nach bereitet sich China damit auf eine neue Finanzkrise vor und will nach Ausbruch der Krise den US-Dollar als Weltleitwährung durch einen goldgedeckten Yuan verdrängen. Das hätte zwar für die Weltwirtschaft – parallel zum deutschen Goldstandard von 1871 – katastrophale Auswirkungen, doch wird dieser Schritt wohl dennoch aus machtpolitischen Gründen gemacht werden.

Setzen Sie jetzt auf Edelmetalle

Das bedeutet für Sie, dass Sie als Anleger gerade jetzt in Edelmetalle investieren sollten, da diese dann bei diesem Szenario massiv aufgewertet werden. Außerdem sollten Sie sich auf eine Deflation gefasst machen, die jedem Goldstandard folgt.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...