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Schwere Baisse am chinesischen Aktienmarkt

China wird ja immer wieder und oft als die kommende Weltwirtschaftsmacht bezeichnet. Eigentlich, ja eigentlich sollte demzufolge der Aktienmarkt des Reichs der Mitte haussieren. Und das schon seit vielen Jahren angesichts der öffentlich vermeldeten starken Wachstumsraten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Dem ist aber nicht so. Seit Jahren steht es nicht wirklich gut um den chinesischen Aktienmarkt. Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an.

Hoch im Oktober 2007

Fakt ist, dass die chinesischen Aktien, genauer gesagt der Shanghai Composite, bereits vor mehr als elf Jahren, im Oktober 2007 bei einem Stand von fast 6.100 sein Allzeihoch erreichte. Jetzt, im November 2018, dümpelt der Index bei Ständen deutlich unter 2.700 vor sich hin. Anders formuliert, wer vor elf Jahren massiv in chinesische Aktien investierte, klagt über heftige Verluste.

In dem Kontext kann getrost von elf verlorenen Jahren gesprochen werden. Ein Kursrückgang von mehr als 55 Prozent in der Zeit spricht wahrlich für sich. Zugegeben, nach dem Einbruch 2008 auf unter 2.000 ging es bis in den Sommer 2015 hinein zwischenzeitlich wieder stark nach oben. Und zwar auf Stände über 5.000.

Abwärtstrend seit 2015

Seit 2015 geht es aber wieder bergab mit den chinesischen Aktien. Seit dem Zwischenhoch haben sich die Notierungen fast halbiert. Bitter, aber leider wahr. Interessant ist auch, dass diese Tarnkappen-Baisse fast niemand auf der Rechnung hat bzw. medial diskutiert. Spannend wird sein, wie es nun mit den chinesischen Aktien weitergehen wird. Angesichts der bestehenden strukturellen Probleme wie der Überschuldung wäre es nicht überraschend, wenn der chinesische Aktienmarkt auch weiter tendenziell schwach bleiben würde.

Ja, liebe Leser, der Blick auf den Aktienmarkt des Reichs der Mitte belegt eindeutig, dass auch in China  die Bäume nicht ewig in den Himmel wachsen können. Der chinesische Markt hat schon einen Großteil dessen hinter sich gebracht, was insbesondere dem extrem teuren US-Aktienmarkt noch bevorsteht. Anders formuliert, noch immer ist die Absturzgefahr und -höhe der westlichen Aktienmärkte immens hoch.

Und die Wahrscheinlichkeit ist ebenfalls hoch, dass wir in zehn oder elf Jahren vom US-Aktienhoch des Jahres 2018, das seither nie mehr erreicht wurde, berichten werden. Es ist daher ratsam, weiterhin extrem vorsichtig zu agieren und konsequenten Vermögensschutz als oberste Priorität in diesen extrem unsicheren Zeiten anzusehen. Lassen Sie sich bloß nicht negativ von einem allfälligen Kurssturz an den westlichen Aktienmärkten überraschen!

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