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US-Aktienmarkt mit dem besten 1. Quartal seit 21 Jahren

Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2019 kann getrost vom „Comeback der Euphorie“, ja des Überschwangs am US-Aktienmarkt gesprochen werden. Der technologielastige Nasdaq100 konnte im Auftaktquartal auf Dollar-Basis um sage und schreibe 16,6 Prozent zulegen. Das war der beste Jahresauftakt seit dem Jahr 2012. Beim altehrwürdigen Dow Jones summierte sich das Plus im ersten Jahresviertel 2019 auf 11,2 Prozent, was das beste erste Quartal seit dem Jahr 2013 war.

Und last but not least wagen wir einen kurzen Blick auf den S&P 500. Bei diesem stark beachteten Index betrug der Zuwachs im ersten Vierteljahr sage und schreibe 13,1 Prozent. Seit 21 Jahren hat es einen derart bullishen Jahresauftakt nicht mehr gegeben. Fraglich ist aber, ob die Bullen auch im weiteren Jahresverlauf deratigen Autrieb haben werden.

Exorbitant hohe Bewertung

Lanfristig orientierte Value-Investoren dürften es aktuell jedenfalls kaum sein, die die US-Märkte aktuell antreiben. Diese Investoren schauen ja besonders genau auf das Shiller-KGV. Und das zeigt momentan eine alles andere als günstige Bewertung des S&P 500 an. Wir liegen hier bei einem Wert von über 30. Im großen und langfristigen historischen Kontext war der Markt nur einmal teurer als aktuell. Und zwar vor dem Platzen der Tech-Blase im Jahr 2000.

Selbst vor dem Crash 1929 war die Bewertung nicht so hoch. An der Stelle sei erwähnt, dass im historischen Durchschnitt das Shiller-KGV bei um die 16 lag. Die aktuelle Bewertung kann also auch vor dem Hintergrund der monumental-strukturellen Risiken wahrlich als exorbitant hoch bezeichnet werden.

Momentan liegt darüber hinaus die Dividendenrendite beim S&P 500 ja bei nur kärglichen 1,9 Prozent. Im historischen Schnitt waren Werte von 4,3 Prozent normal. Auch das zeigt ganz klar, dass es momentan nicht wirklich attraktiv ist, in den US-Aktienmarkt zu investieren. Die Dividendenrendite ist ja momentan auch noch geringer als die Zinsen am kurzen Ende. Das sagt eigentlich schon alles.

Ja, liebe Leser, für langfristige Investoren ist das Chance-Risiko-Verhältnis für Investments im breiten US-Aktienmarkt denkbar ungünstig, ja schlecht. Sowohl die Absturzhöhe wie auch -gefahr sind historisch hoch. Einzig fraglich ist, wie lang dieser wilde Tanz auf dem brodelnden Vulkan noch gutgehen kann. Die Geschichte lehrt uns jedenfalls, dass vor dem Hintergrund derart hoher Bewertungen das kein „ewiger Tanz“ sein kann und wird. Anders formuliert, es wäre nicht verwunderlich, wenn wir schon in den nächsten Quartalen von einer historisch schlechten Entwicklung berichten werden. Überraschend wäre das wahrlich nicht…

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