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US-Konjunktur: So langsam geht`s bergab

Die Vorzeichen bei der Konjunktur trüben sich immer weiter ein. Heute möchte ich Ihnen das an aktuellen Zahlen aus den USA zeigen. Denn das Land ist noch immer die weltgrößte Volkswirtschaft und wenn es dort wirtschaftlich abwärts geht, hat das auch Auswirkungen auf die Weiterentwicklung bei uns in Deutschland.

Ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist der Blick auf die Lagerbestände. Dahinter steckt die einfache Überlegung, dass bei steigenden Lagerbeständen die Nachfrage doch nachlässt. Genau das ist derzeit in den USA zu beobachten.

Schon seit 5 Monaten steigen dort die Lagerbestände im Großhandel an. Und genau das war auch zu beobachten vor der Finanzkrise 2008. Und tatsächlich sind viele Experten auch von der Dynamik des Anstiegs bei den Lagerbeständen überrascht. So hatte es im Dezember 2018 schon den größten Anstieg in den vergangenen 5 Jahren gegeben.

Ausgehend von dem hohen Niveau ging es im Januar um 7,7 % im Vorjahresvergleich weiter nach oben. Gleichzeitig sind aber die Verkäufe nur um 2,7 % angestiegen. Wenn die Lagerbestände im Großhandel einsteigen, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Nachfrage eben deutlich schwächer ist. Gut möglich, dass sich im laufenden Jahr die Rezessionsgefahren in den USA noch weiter verstärken werden.

Der Großhandel sitzt auf steigenden Lagerbeständen

Die Großhändler haben natürlich eine einfache Möglichkeit: Sie bestellen einfach weniger neue Waren. Und genau das passiert jetzt auch schon in den USA. In den vergangenen beiden Monaten ist die Produktionsmenge im verarbeitenden Gewerbe gesunken und damit steigen die Anzeichen dafür, dass im ersten Quartal 2019 die konjunkturelle Entwicklung in den USA alles andere als positiv ausgefallen ist.

Und dabei bin ich auch noch auf einen weiteren Indikator gestoßen, der die nachlassende Wirtschaftsaktivität in den USA dokumentiert. Denn wenn weniger produziert wird und weniger verkauft wird, muss auch weniger transportiert werden – sei es auf der Straße, in der Luft oder auch auf der Schiene. So ist das Transportvolumen in den USA auf den maßgeblichen Verkehrswegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % gefallen.

Das alles sind für mich Indikatoren einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Und diese Beispiele aus den USA zeigen Ihnen doch eins ganz deutlich: Die hohen Börsenkurse lassen sich nicht mehr durch eine gut laufende Konjunktur begründen. Hier wird es schon bald eine deutliche Korrektur geben müssen, denn die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass solche Fehlentwicklungen aus wirtschaftlicher Entwicklung und Kursentwicklung an den Börsen zu massiven Kursabschlägen geführt haben.

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