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Weltkonjunktur in großer Gefahr

Langsam aber sicher kommen die diversen Krisenherde in den Unternehmen mit voller Wucht an. Spannend ist in dem Kontext ja, dass selbst Unternehmenslenker offen eingestehen müssen, dass sie sich leider den weiteren Fortgang der Konjunktur nicht schnitzen können. Wohl gemerkt, diese Aussagen kommen in einem Umfeld, in dem in Europa immer noch von der Euro-Notenbank EZB geldpolitisch Vollgas gegeben wird. Offensichtlich ist an der Stelle selbst die Geldpolitik machtlos.

Weltkonjunktur in Gefahr

Olaf Berlien, Vorstandschef des Leuchten-Konzerns Osram mit Sitz in München, äußerte sich jedenfalls in der Süddeutschen Zeitung äußerst besorgt. Zur Erinnerung, der Kurs der Osram-Aktie ist in diesem Jahr nach diversen Gewinnwarnungen ja regelrecht abgestürzt. Gleichzeitig sieht Herr Berlien weiter eher dunkle Wolken am Himmel für die kommenden Monate.

Wenn die Kunden von Osram wie zum Beispiel Daimler ein Problem bekommen, ihre Fahrzeuge von den USA nach China zu verkaufen und umgekehrt, dann sei Osram davon immer betroffen. Das Unternehmen ist ja ein wichtiger Lieferant für viele Autohersteller und deren Zulieferer. Dem Vorstandschef zufolge gebe es zurzeit nur eine eingeschränkte Sicht auf die Entwicklung bis Weihnachten. Keiner könne sagen, wie sich die Weltwirtschaft weiter entwickeln werde. Ferner räumte er weiter ein, dass am Ende die ganze Weltkonjunktur in Gefahr sein könnte.

Konkrete Krisenherde im Visier

Interessant ist auch, welche konkreten Krisenherde der Osram-Chef aufzählt. Er nannte in dem Kontext den Brexit, den US-amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt, die Krise in Italien und der Türkei. In der Tat sind das aktuell die Problemherde, die medial am meisten im Fokus stehen. Zweifelsohne.

Die anderen strukturellen Krisen wie die weltweite Überschuldung, die Probleme im Bankensektor (in Europa stehen ja noch immer über 700 Milliarden Euro an ausgefallenen Darlehen in den Büchern der Banken), die Schrumpfvergreisung – Stichwort demographischer Wandel – der Gesellschaft, die klimatische Veränderung, die diversen Blasen in den verschiedenen Vermögenspreiskategorien wie Immobilien, Renten und Aktien und vieles mehr sind da im Übrigen noch gar nicht berücksichtigt.

Ja, liebe Leser, es stehen wieder unruhige Zeiten bevor. Einzig fraglich ist, welcher konkrete Auslöser es sein wird, der die Weltwirtschaft zum Entgleisen bringen wird. Es geht hier wahrlich nicht mehr um das „ob“, sondern nur wann das der Fall sein wird. Zu bedenken ist, dass die Fallhöhe im Vergleich zur letzten größeren Krise 2008 ungleich höher ist und die Notenbanken relativ machtlos sein werden. Sie haben ihr geldpolitisches Pulver ja bereits verschossen. Ja, auch die Notenbanker können am Ende die Konjunktur nicht schnitzen!

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