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Weltweite Gesamtverschuldung auf neuen Rekordwert gestiegen

Massenmedial ging in der Hitze des Hochsommers eine besorgniserregende Meldung regelrecht unter. Es wurde nur am Rande darüber berichtet, dass die Mutter aller Blasen, die globale Verschuldungsblase, weiter munter aufgebläht wird. In der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) war jedenfalls zu lesen, dass die weltweite Gesamtverschuldung immer weiterwächst. Die NZZ beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen des Institute of International Finance (IIF).

Gesamtverschuldung bei 247,2 Billionen US-Dollar

Demnach erreichte die globale Gesamtverschuldung am Ende des ersten Quartals dieses Jahres den Rekordwert von sage und schreibe 247,2 Billionen US-Dollar. Ja, wir reden hier über eine unglaubliche Summe. 247.200.000.000.000 US-Dollar. Wahnsinn pur. Extrem ist auch, wie sich die Verschuldung allein im Jahresvergleich entwickelt hat. Am Ende des ersten Quartals 2017 lag der globale Schuldenstand ja bei „nur“ 222,6 Billionen US-Dollar. Die Zahlen umfassen die Verbindlichkeiten von Staaten, dem Finanzsektor, anderen Unternehmen und den privaten Haushalten.

In den Industrieländern wuchsen dabei die Gesamtschulden um 9,6% auf 178,3 Billionen US-Dollar. Besorgniserregend war aber vor allem auch die Entwicklung in den Schwellenländern. Denn deren Gesamtverschuldung legte prozentual noch schneller zu, und zwar um 15% auf 68,9 Billionen US-Dollar.

Extrem ungesunde Entwicklung

Angesichts derart gigantischer Zahlen, die weit über der Vorstellungskraft der großen Mehrheit der Menschen liegen, kann einem schon schwindelig, ja angst und bange werden. Es braucht wohl nicht wirklich en detail erläutert werden, dass es sich dabei um eine alles andere als natürliche, ja gesunde Entwicklung handelt. Ganz im Gegenteil. Vergleicht man die Entwicklung der Verschuldung mit der „Realwirtschaft“, sprich mit dem globalen „BIP“, stellt man sofort fest, welches extreme Ausmaß die globale Verschuldung mittlerweile angenommen hat.

Konkret reden wir von einem Welt BIP, das für das Jahr 2017 mit nicht einmal 80 Billionen Dollar ausgewiesen wurde. Die Verschuldung ist also um den Faktor drei größer als das Welt-BIP. Hinzu kommt, dass die Verschuldung im Vergleich zur Realwirtschaft bei weitem extremer wächst. Das Welt-BIP nahm im Jahr 2017 ja „nominal“ um nicht einmal fünf Billionen Dollar zu. Die Verschuldung nahm um fast 25 Billionen Dollar zu. Anders formuliert, für jeden Dollar BIP-Wachstum bedurfte es fast fünf Dollar neuer Schulden. Krasser Wahnsinn.

Ja, liebe Leser, angesichts einer derart ungesunden Entwicklung stellt sich am Ende die Frage, wann dieser Wahnsinn schlussendlich zu einem bösen Ende kommen wird. Es wäre fahrlässig, hier auf ein „happy end“ für alle zu setzen. Last but not least sei nur kurz erinnert, dass hinter jeder Schuld, eine Forderung, ein Guthaben steht. Stellen Sie sicher, dass sie am Ende nicht zu den Verlieren zählen werden, wenn die globale Verschuldung wieder auf ein für die Realwirtschaft halbwegs „erträgliches“ Maß zurückgestutzt werden wird. Nochmals, es geht nur noch um die Frage, wann dieser „Rückbau“ mit all seinen deflationären Folgen stattfinden wird….

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